Full text: Ungebundene Uebersetzungen der Gedichte des Q. Horatius Flaccus

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Sendschreiben des Hora; 
an dtc Ptsones 
oder das Buch 
von der Dichtkunst. 
f ^A^enn ein Maler * etwa einem Menschen-- 
köpfe einen Pferdehals ansetzen, und 
Gliederstücke von allerhand Arten Ge 
flügel hergenommen, mit mancherley Federn aus 
schmücken wollte, so daß dasjenige, was von 
oben zu ein glattes schön gestaltetes Weibesbild 
sürstellete, nach unten zu ** in einen garstigen *** 
Fisch sich verlöre; würdet ihr wohl, meine 
Freunde, wenn ihr diesen wunderlichen Misch 
masch in die Augen bekämet, euch enthalten kön 
nen, überlaut zu lachen? Einer solchen abentheuer- 
lichen Schilderey ist, ihr Herren Pisones, glaubt 
es mir, nichts ähnlicher, als ein Werk, dessen 
unordentlich verfaßte Gedanken eben so bündig, 
als die verwirrten Träume eines Kranken, aneinan 
der hängen: dergestalt, daß weder Kopf noch Fuß f 
gegen- 
* bey Entwerfung eines Ge- *** gräßlich anzusehenden 
mildes schuppichtttt 
** nicht anders als wie die -j- weder Anfang noch Cnde,i 
EcM,
	        

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