Full text: Ungebundene Uebersetzungen der Gedichte des Q. Horatius Flaccus

I. Buch. 219 
an Gelde; das ist ein schlechtes Muster vor dich. 
* Vielmehr mache es wie Lucullus, * ** von dem 
man sagt, daß, wie er *** ersucht worden, hun 
dert Purpurmantel t zu Aufführung eines Trauer 
spieles herzuleihen, er geantwortet: hundert Man 
tel? wo soll ich deren so viel hernehmen? In 
dessen will ich doch ff nachsuchen lassen, und so 
viel ich derselben auffinden werde, schicken. Kurz 
darauf meldet er ihm, er habe fooo. solcher Cam 
pagnenröcke zu Hause, davon könnte er eine Par 
they nehmen, oder alle, wenn man sie nöthig 
hatte. Mithin ist das ein armselig Haus, wor 
inn nicht hundert überflüssige Sachen sich finden: 
der Herr muß sie alle weder wissen, noch was 
daran vermissen, wenn ihm was gestohlen wird, 
denn der Dieb muß aucb seine Rechnung dabey 
finden. Wenn demnach Haab und Gut einzig 
und allein uns glücklich machen, und bey, Ver 
gnügen erhalten kann, so laß dieß deine erste und 
letzte Sorge seyn, wie du darzu gelangen mögest. 
Bestehet aber die Glückseligkeit in Pracht, und 
Ansehen beym Volke, so lege dir Isst einen 
Knecht 4 zu, der dir den Namen und Charakter 
von jedem Bürger anzeige #; der dich von der 
linken mit einem Finger sachte anrühre, und einen 
Wink gebe, die rechte Hand den Vorbeygehen- 
den zu reichen, um sie durch oder über zu hel 
fen; 
* So mußt du nicht seyn. f Roqvelaurs, 
** von dem das kuckerleden, -jck in meiner Garderobbe 
mag her benennet seyn, fff bey Anwerbung um Eh- - 
' *** von dem Gouverneur der reiistellen, 
Stadt, der dem Volke eins ch Namens Anzeiger, 
rum besten geben wollte, ff der dir begegnet
	        

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