Full text: Ungebundene Uebersetzungen der Gedichte des Q. Horatius Flaccus

7 6 Horazischer Strafgedichte 
mand hat jemals sein Glück besser bey ihm zu 
machen gewußt, als du. Du solltest fürwahr ei 
ne große Stütze an mir haben, und ich könnte die 
andere Rolle nach dir vollkommen spielen, wenn 
du mich, den Mann, den du hier stehest, beym 
Macen anbringen wolltest. Ich bin nicht ehrlich, 
wenn du nicht alle andere * aus dem Sattel he 
ben solltest. Es gehet ** da so nicht zu, wie du 
wohl meynest. Es ist kein Haus in der Stadt, 
das mehr von so verderblichem Uebel *** entfrem 
det und mehr gereiniget ist, als dieses: was mich 
betrifft, so gereicht mirs beym Herrn zu keinem 
Nachtheil, wenn gleich ein reicherer oder gelehr 
terer als ich, zugegen ist. Ein jedweder hat da 
nach seinen Verdiensten auch seinen Rang. Das 
ist wahrlich viel, was du mir da sagest, sprach 
er voller Verwunderung, und stehet kaum zu 
glauben. Und dennoch, versetzte ich, verhält sich 
alles so. Du machst mich, war seine Antwort, 
nur noch begieriger, daß ich gerne um und an 
ihn seyn mögte. Es ist schon genug: t daß du 
darnach verlangest; wenn du nur selbst Lust hast, 
so wirst du, vermöge deiner beywohnenden Ge 
schicklichkeit , leicht zum Zweck gelangen und bey 
ihm durchdringen. Er ist gewiß ein Herr, der 
noch wohl zu sprechen ist, wenn gleich der erste 
Zutritt bey ihm etwas Mühe kostet. Ey! sprach 
er, an mir und meinem Bemühen will ich nichts 
ermangeln lasten. Weitn es nicht anders will, 
so stecke ich den Bedienten etwas in die Hand: 
und 
* in kurzer Zeit *** als das Fuchsschwänzen ist, 
** versetzte ich, f war mein Rath,
	        

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