Full text: Ungebundene Uebersetzungen der Gedichte des Q. Horatius Flaccus

IV. Buch. 179 
Farben, geschickt war, bald einen Menschen, bald 
einen Gott nach dein Leben abzubilden. Allein 
so was ist nicht in meinem Vermögen, und zu 
gutem Glücke bist du mit solchen Kostbarkeiten in 
deinem Hause überflüßig versehen, so daß du de 
ren so wenig nöthig hast, als du nach mehrerm 
groß verlangest. 
Dir ist mit nichts lieber, als mit Versen ge- 
dienet: Verse bin ich im Stande dir noch zu ver 
ehren ; getraue mich auch den Preis von sothanen 
Geschenken zu bestimmen. Keine marmorsteiner 
ne Ehrenjaulen, auf welchen abgekürzte Jnnschrif- 
ten mir öffentlicher Bewilligung eingehauen wer 
den, wodurch großen Generals nach ihrem Tode, 
Geist und Leben wieder hergestellt wird: keine 
Gemälde, worinnen etwa die übereilige Flucht, 
und die drohende Gestchtsbildung des Annibals 
geschildert, nachdem er aus dein Felde geschlagen 
war *: nicht btc Verbrennung der bundbrüchigen 
Stadt Carchago, drücket das verdiente Lob Sci- 
pions des jüngern, wenn er wegen des, von sei 
nem Großvater' gebändigten Afrika, mit eben so ei 
nem glorreichen Namen nach Hause kehret, bester 
als die Feder des calabrischen Poeten Ennius 
aus **: und du würdest deines Wohlverhaltens 
wegen, wenig andere Belohnung davon tragen, 
wenn die Schriften großer Leute deßen nicht Er 
wähnung thun. 
Mr Was 
* und sein eigenes von dem Sei, lagertes Vaterland ru retten 
piv Afrikanus dem ältern be, sich gemüßigct sahe 
** und erhält ihn dabei
	        

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