Full text: Ungebundene Uebersetzungen der Gedichte des Q. Horatius Flaccus

88 Horazischer Lieder 
werden, daß er den verschlagenen Prometheus 
wieder * zurück führete. Eben dieser halt den 
hochmüthigen Tantalus und alle seine Nachkom 
men ** annoch binnen des Styx Ufern: diesen nun 
mag man ruffen oder nicht, so hört und kommt 
er ohngebethen, um den Armey, nach lang ausge 
standener Drangsal, von seinem Unglücke zu be- 
freyen. 
XIX. Ode. 
Auf den Bacchus. 
Er lobet den Weingott. 
habe gesehen, wie Bacchus auf weit abgelege- 
nen Felsen, Verse dictiret und die Poesie ge 
lehret : ihr Nachkommen, glaubet es mir nur zu. 
Ich habe gesehen, wie die Nymphen so aufmerk 
sam um ihn herum gesessen und Vorlesungen von 
ihm angehöret: und wie die geißsüßigen *** Sa- 
tyren die Ohren zum hören spitzten. Mein Ge 
müth schaudert noch vor dieser neulichen Ent- 
zückung, und mein von Bacchus göttlicher 
Kraft gerührtes Herz empfindet noch eine mit 
schrecken vermischte Freude. Ey! mein lieber 
Weingott, schoiw! schone doch meiner, denn du bist 
mir wegen deines f schwerfälligen Spießes gar zu 
fürchterlich. Es ist mir ff ja wohl erlaubt, auf 
deine jachzornige Priefterinnen die Thyaden, auf 
die fff enrsprullgene Weingvellen, und m Uebcr- 
» fluß 
* über den Fluß Styx f mit Epheu und Weinbeer- 
** den Atrcus, Thyestes und blättern umwundenen 
Agameinnon ff als deinem Dichter 
*** Waldgvtter fff durch ihr Anschlagen
	        

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