Full text: Die Familie Pfeiffer

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Hassenpslug weichen, dessen Wiederaustreten in 
Kurhessen zu den gerechtesten Befürchtungen Veran 
lassung gab. Traurige Zeiten brachen über das 
Land herein. Der Frankfurter Bundestag gab sich 
zum Werkzeug des Despotismus her, indem er be 
schloß, eine E^ekutionsarmee in Kurhessen ein- 
marschiren zu lassen. Am 1. November 1850 
überschritt ein österreichisch - bayerisches Armeekorps 
unter Fürst Taxis die Grenze und besetzte Hanau. 
Preußen traf Anstalten, die kurhessische Verfassung 
zu schützen, bei Bronnzell kam es am 8. November 
zu einem Zusammenstoß, aber die Abmachungen von 
Olmütz hatten das Geschehenlassen der Intervention 
des Bundestages zur Folge. Am 22. Dezember 1850 
rückten die „Strasbayern" in Kassel ein, deren 
Bekanntschaft auch Wilhelm Pfeiffer aus die 
empfindlichste Weise machen mußte. 
Das Recht unterlag der Gewalt der Waffen. 
Wilhelm sah an seinem Lebensabend die 
Hoffnung aus bessere Zeiten immer mehr schwinden, 
bis am 4. Oktober 1852 der Tod sein müdes Auge 
schloß und ihn in das Land der ewigen Vergeltung 
führte, wo ein gerechter Richter über Gutes und 
Böses thront. 
Folgende Notizen über Wilhelms Wohnungen 
dürften nicht ohne Interesse sein.
	        

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