Full text: 25 Jahre Nobel-Kaffee 1. April 1902 - 1927

Fleiß und Pflichterfüllung waren Hermann Nohel von seinem Vater, Heinrich Nobel in 
der Jugend tief in die Seele gepflanzt worden. Trotz seiner einfachen Stellung und nicht geringer 
wirtschaftlicher Schwierigkeiten ließ der Vater, Heinrich Nobel, allen fünf Söhnen eine gediegene 
Erziehung und Beruf saushildung zukommen. Der alte Vater Nobel war ein Deutscher von echtem 
Schrot und Korn; noch heute weilt er als Neunzigjähriger in voller geistiger und körperlicher 
Frische unter seinen Kindern, die bei schweren Entschlüssen alle gern seinen erfahrenen und 
klugen Rat hören und zu schätzen wissen. Die Erziehung seiner Kinder war streng und gerecht. 
Wie gerade aufs Ziel gerichtet seine Denkungsweise war, geht aus dem einzigen Briefe hervor, 
den er dem jungen Hermann schrieb, als dieser bei der Rheinisch-Westfälischen Kaffeerösterei, 
Ferdinand Gothot, in Mülheim in der Lehre war und dem folgende Episode zugrunde lag: 
Gelegentlich einer festlichen Veranstaltung der Firma Gothot verfaßte Hermann zur Ver- 
schönerung des Festes ein kleines Poem, wovon der Vater erfuhr; doch der Vater wollte von diesen 
Künsten nichts wissen und schrieb mit lakonischer Kürze: „Hermann, Du sollst Kaufmann wer- 
den und kein Dichter! Dein Vater Heinrich Nobel.“
	        

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