Full text: Anmerkungen zu den Kinder- und Hausmärchen (3)

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derben wollen. In dein entsprechenden, aber doch sehr eigenthüm 
lichen italienischen (Pentam. 4, 9) ist es wahrscheinlich der Vater 
der entführten Braut, der das Unglück durch Verwünschungen nach 
schickt, Zu vergleichen ist ein russisches Märchen bei Dieterich ^ mdi ^ 
©• 38 und eine Erzählung der Neger bei Kölle (s. unten). 
Eine ähnliche Schiffsausrüstung in dem Gedicht von Gu- 
drun (1060) ff.) bei der Fahrt, auf welcher Horand die Hilde 
holen soll. 
7. 
Der gute Handel. 
Aus dem Paderbörnischen. Der Schwank, wonach der Bauer 
die Schläge der Schildwacht und dem Juden zuweist, wird ähnlich 
auch von dem Narren Nasureddin beim Tamerlan (Flöget Geschichte 
der Hofnarren S. 178) so wie von dem Kalenberger Pfaffen (das 
Gedicht von ihm gleich im Eingang in v. d. Hägens Narrenbuch 
L. 272 — 277, bei Flöget S. 288) erzählt. Auch bei Sacchetti 
in der 198. Novelle von einem Bauer, der einem Könige,von 
Frankreich seinen verlorenen Sperber wiederbringt. Etwas Ähn 
liches führt Bertoldo aus. Er soll Schläge erhalten, bittet aber 
um Schonung des Kopfs (capo). Nun erhält er die Schläge nicht, 
sondern die nach ihm kommen, denn er ist der erste, der Anführer 
(capo). Auch beschwichtigt Bertoldino die Frösche, indem er Gold 
stücke nach ihnen wirft; s. Hägens Einleitung zumMorolf S. 18.19. 
8. 
Der wunderliche Spielmann. 
Aus Lorsch bei Worms. Es scheint das Märchen ist nicht 
ganz vollständig, es müßte ein Grund angegeben fein, warum 
der Spielmann die Thiere, die er wie Orpheus herbeilocken kann, so 
hinterlistig behandelt. Es gibt ein ähnliches Märchen bei den Sach 
sen in Siebenbürgen, wie Haltrich Nr. 80 bemerkt.
	        

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