Full text: Das Kasseler Theater- und Musikleben im Wandel der Zeiten; Im Banne der bildenden Kunst (Band 3, Teil 1)

S v ±ne Pil- e ruhen auf einem außerordentlich naturalistisch 
gemalten Leichnam und zwischen den Füssen lugt ein medueen- 
Im.xu verser. ■ ker; wolil o.io Sv/ie 1;mchi' d an?■ teilender Kionf her— 
vor, der einem „ö’rper, auf dem er an- eheinend Ritzt, an ehört 
3)ic- koloristische Wirkung dieses Bildes, in dem ein uroBer* 
Reichtum von Farben ontfaltet wird, 
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der grün und gelbbl ulichen P 'rbun:; des im 
Vorder runde des Bildes liegenden Leichnames oh. Unter den 
der napoleonisehen^ Seit geraubten Sc.hr.taen r Hasseler 
Gal.* erie no.t .erade dieses Bild befrei fl i che rw e :.l s e Gnade vor 
Napoleon gefunden, der dem Bilde, nachdem es zuerst in sei 
nem ;”u;;eum über einer koloosalbüste von Oa.nova hing, in 
Fonzainebleau aber neioem '’ hr ibtisch einen Pints einrf.umto, 
um es .stets vor Augen zu haben. 
Pin rqy tholo jioches Hotiv wird auch in dem Bilde n Heleagor 
.. Dcrorxn; :t der Atalanta den Hoof des kalydonißeben Ibers" 
behandelt. .'ie anmutig wirkt hier der Hoof der Atalanta mit 
acra rc igen Von auf dem schamhaft errötenden Antlitz ,alo . 
ihr der schöne Jüngling die Jagdbeute hiborbrin rfc. Aber auch 
der Eberkopf ist ein Muster naturnahrer Malerei. 
hie hoch aber auch Rubens als Bildnismaler hebt, offenbart 
das Bildnis eines jungen Hannes, die lebendig das Auge.wie 
bero' r (druck en Hfcmd, wie wundervoll- ist aber 
auch das Haar in seiner Stofflichkeit vied'T :e geben und mit 
■ /eiche r Liebe vie Feinheit in der Form ist die'Fand behan 
delt. 
obres farbiges Heister. r crk i 
loolae de Reap&i m i 
Ein 
des 
souver' ’ner Charakt cri sierungsl ronst h 
zentum des von exnor Hei re n ch Gern, 
gekehrten Handelsherrn, der nun auch 
rächt des Orients :enalt /..ein wollt 
leben?:; rode Bildnis 
.t Rubens hier das Prot— 
ieiIlgen Land surüele 
in der malerischen 
mß *u vH. gebracht, 
a ut auseinand*. rgespreizten Beinen stellt er da. Blick und 
Ocb'irde deuten trefflich die :enic ;..eri oho Lebensauffas 
sung und selbstvertrauende Arroganz dieser: u&noco an* Eine 
feinab: estufte Skala der roten Föne im Burban, in den Hosen 
und in dem prachtvollen türkischen Bennien i: t dt an fizian 
gemahnender Farbenfreude auf .rötlich violette» Gewand aus 
glanzenden Atlasotoff mm orvoll ab ;eotifrc t. "ie Rubens hier 
eine Charakterfigur groben Stils in prunkvoller Fusnerlich- 
keit darstellt, sohin er in dem Hoof des heiligen Francis— 
cus insofern ein vollständiges le./cnetück, als in diesen 
Antlitz geradezu der Idealtypus eines aeketi .-eher. Gl"ubl en, 
decs en sanft und innig aufleuchtende Augen die volle Hingabe 
Lat* U d doch ver 
leugnet Rubens bei aller Vergeistigung und I. -erlichkeit, 
die er diesen Hopfe zu geben raisr te, -lebt ;anz den Borook- 
künstler, wem eua seine A mit ' ca: ier Ita 
liener des Irecento, eines Giotto oder anderer italieni 
scher Heister, die dasselbe H tiv behandelten, rer Reicht, 
z.B. Giotto* s Franz von Assisi. Rennt man den ganzen Rubens 
einigermaßen, dann weiß mau, in . eich ;roßem Umfan e neb ti 
dem mythologi eben, al; egorizehen Stoffgebiete auch bibli 
sche Vorwürfe und religiöse Votive durch die unverrReichliche
	        

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