Full text: Waldeck-Pyrmont'er Strafrecht

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1812 
der Müller' abgeschafft durch Berordg. v. 2. Juni 1835 (Regbl. 
S. 63); Mühlenbann aufgehoben durch Ges. v. 2. November 1848 
(Regbl. S. 123), aber 5 bis 20 Thaler Strafe für Beeinträchtigung 
der bisher bannberechtigten Müller laut Ges. v. 30. Juli 1853 
(Regbl. S. 80); vgl. Gewerbeordg. v. 21. Juni 1869. 
Berordg. v. 1. Januar 1812 (Regbl. S. 51) betr. das Mahlen 
und Schroten für die Stadt Arolsen; vgl. Mühlen-Berordg. 1811. 
Berordg. v. 23. März 1812 (Regbl. S. 82) verbietet bei Strafe der 
Berordg. v. 26. December 1810 (d, h. willkürlicher Gefängnißstrafe oder 
Geldstrafe) das eigenmächtige Behanen der Aeste und Wurzeln von 
Alleebäumen in Arolsen ohne Vorwissen und Genehmigung des Hof 
marschallamts. Vgl. Pol.-Verordg. v. 11. Juli 1884. 
Berordg. v. 29. April 1812 (Regbl. S. 162) betr. das Wallachen 
der Pferde: 
Jeder, der sich mit Schneiden der Pferde beschäftigt, soll, insofern 
er nicht Landthierarzt ist, zu diesem Ende einen Erlaubnißschein von 
dem Rentereibeamten des Districts, worin er diese Beschäftigung betreibt, 
einzuholen verbunden sein, und wofern er dies unterlassen hätte, zum 
ersten Mal in eine Geldstrafe von 1 Rthlr., zum zweiten Mal von 
5 Rthlr., und in weiteren Contraventionsfällen mit angemessener Ge- 
fängnißstrase bestraft werden. 
Berordg. v. 26. October 1812 (Regbl. S. 241) verbietet bei 
1 Thaler Strafe die Uebergabe der Heerden an die Hirten und Schäfer 
vor Verpflichtung bezw. Beeidigung der letzteren durch den Ortsvorsteher. 
Berordg. v. 27. October 1812 (Regbl. S. 242) erneuert die 
Forstordnung v. 1741 in deren Capitel 5 §. 11: 
Alles Brennholz, welches einen Fuß und darüber im Diameter hat, 
oder die Dicke eines Butterfasses oder Kerne hat, soll mit der Säge 
und nicht mit der Axt geschroten werden, bei 12 Mgr. Strafe von jedem 
Stück, welches mit der Axt geschroten ist. 
Bekanntm. v. 14. April 1813 (Regbl. S. 147), daß in Gemäßheit 
der Forst- und Jagd-Ordnungen Niemand seinen Hund ohne einen 
Kreuz-Knüppel, der nach Verhältniß der Größe desselben von V* bis 
5 /4 Ellen lang und verhältnißmäßig breit sein soll, herumlaufen zu 
lassen hat. Im Contraventionsfall hat Jedermann sich es selbst bei 
zumessen, wenn er um 1 Rthlr. gestraft und sein Hund ihm erschossen 
wird. Vgl. Berordg. v. 17. October 1839. 
Berordg. v. 
1. März 1814 (Regbl. S. 79) 
verbietet bei 3 Mgr. Geld- 
18. März 1815 (Regbl. S. 33) 
strafe für jede vorschriftswidrige Widde das Binden der Feldfrüchte statt 
der Strohscile in andere Holzwidden als von Weiden, Saalweiden, 
Hesseln oder Ginster. 
Berordg. v. 30. April 1814 (Regbl. S. 136) gebietet bei Strafe 
den Aerzten das Versehen ihrer Recepte mit ihrer Unterschrift und ver 
bietet den Apothekern die Bearbeitung von Recepten ihnen unbekannter 
Aerzte ohne Anfrage beim Physikus.
	        

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