Full text: Frühmittelalterliche Straßen und Burgen in Oberhessen

- 85 - 
foxtgeset;t, dann können die weitgehenden Schlüsse, die bis» 
hot schon möglich sind, sich hoffentlich in lückenlose Bewei« 
se verwandeln; erstrecht mag das aber nach Inangriffnahme von 
ürabungeu in den heute nech bewohnten Uauptplätzen eintreten. 
freilich muß eine annehmbare Beweisführung als einstv^eilen go» 
nugend gelten, wenn sie von den günstigen Fällen ausgeht, wo 
untersuchte wüste Burgstätten karlingischer Art gerade die 
entscheidenden "Lückenfüller" ln den oben angeführten Festungs* 
reihen sind. ' • . 1 
Biaahten die bchnitte durch die Befestigungswerke im We» 
sentlichen nichts Neues gegenüber den Feststellungen Schuch» 
karots. sc lassen die Scherbenfundo doch entscheidende Schlüs«I 
se su * Zunächst sei festgesteilt, daß grobe H v or ge Schicht li» :! 
che"Scherben, die flach ö pät~Lat6ne aussehen, auf dem Estrich 
des gemauerten Laster Herrenhaus-Kellers einwandfrei zusammen 
mit guter rheinischer ksrlingerware sowie einer nacfcvölkerwan» 
drungszeitiiehen Sichel gefunden wurden und ähnlich früh wir* 
kende War© mit dem gleichen jüngeren Föpfergut gemischt in der 
untersten Kulturschiebt (besonders des "Königshausee") auf dem 
"Schloßberge" zu lag Liese "b’pätlat&ne"-Ware muß sich 
also bei uns noch über oie Laisexzeit hinaus gehalten haben, 
"Hünonburg" 1 km oberhalb, d.h. noraöstl. des von Ludwig d.Fr. 
mit einem FrauenStift besetzten Heschedc kann natürlich such i 
nur Burg M. geheißen haben uua nicht etwa , Lare l nach der noch 
weitere^ß km unterhalb, a.h. westl.üeschede gelegenen Wasser« 
bürg Laer (vgl. aber Biermann-Schmedding 39ff* und ^chuchhardt 
187). Im übrigen liegt das bess.Jjeer zusammen mit der ^reB« 
bürg auf der gegebenen Verteidigungslinie Eberhards und Tfcank« 
mars (vgl. h Ltraße f Burg u.btact" S 8b), indes die Eroberung 
gerade des nürül.Meacheae befinül. Belecke (selbst!) ja nur 
ein Handstreich Xhankmars war, seinen Bruder Heinrich zu fan« 
gen. 
25) Lar erhebliche bcherbenbestand vom "Schloßberg" sowie rau« 
sen der wesentlichsten Zeichnungen liegen' im Landesmuseum zu 
Wiesbaden, einige der Laarer runde im dortigen 5utshaus, andre 
zusammen mit der -ichei beim Besamt für 7orgesch.(Marburg) und 
oie von 1905 im Lds.Museum zu Kassel, während sich die Lese« 
funce von Ermschwerd noch im Lasamt f ür hess.Sesch.befinden. 
Z'uneist aird sie von den zuständigen Fachleuten Hessens be= 
gutachtet, JL/ondorau hat sie ieiaar nicht zu sehen bekommen; 
eie warten nun auf einen ausgesprochenen bachbearbeiter (Ein» 
zelbeiten in "Straße,Burg u.Stadt" § 6b, wo auch Vergleichs«- 
stüCKö für die Laazer •-'ichel vermerkt sind), ftizd sich über 
dem Laarer morteljemauerten Keller eine kleine Helle erhoben , 
haben, so bildet das steinerne, jedoch nur im lehmverband er» 
ncLtcto "Königshaus' 1 des "'bebloßbe rges" ein Hecht eck von 
runa 6:11 m mit etwa m starkem Iure an der südöstl.Schmal« 
aeite, macht also (vgl. die Nebenkarte) eineu ziemlich "spät- 
antiken" Eindruck. 
f-; 
lg 
. 
: i 
r-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.