Full text: Abschriften aus Tagebuchnotizen (Typoskript)

Armen 
/i*r 
30 
Die Unglücklichen bleiben eben die wahren 
74 Juden; aber die Glücklichen sind um des äusseren 
Fortbestands willen dennoch auch nötig. 
Der "Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glau= 
bens" ist ein Widerspruch zu Jes.53 - und doch kann 
man ihm angehören. Die Zionisten sind ein "Verein 
\ menschlicher Weltbürger jüdischer Nationalität". 
"Geist" nennt Schelling in den Abhandlungen zur Erl. 
d. Jd. den Vereinigungspunkt von Unendlich und Endlich, 
(im Systemfragment: die Philosophie der Sittlichkeit 
muss eine ästhetische Philosophie sein). 
Hans, Schelling I 16 nennt die ursprüngliche Natur= 
Philosophie Schellings eine Disziplin, die scheinbar 
das Empirische apriorisiert und doch mit dem Hinterge= 
danken, dass dies alles nichts sei, also keineswegs 
die Natur verabsolutiert. 
- 17 Schelling polemisiert gegen die schlechte ünend= 
lichkeit des Sollens. 
75 - 18 die Naturphilosophie ist die erste "Ausführung", 
aber in Getrenntheit vom Absoluten* 
Was bedeckt die Alljährlichkeit des Weltgerichts bei 
uns ? Dass wir "schon am Ziel" sind. Deswegen kann 
der Zukunftsgedanke bei uns so rein diesseitig=mora= 
lisch gefasst sein (Maimonides! Cohen!) weil das Jen= 
seits religiös als schon gegenwärtig gewusst wird. 
Das *7t!$ am Schluss des enthält das, was 
für den Christen - "Gott alles in allem" - erst nach 
dem Ende der Erde liegen kann. Oder: für den Christen 
hat der vorjüngste Tag (mit der Ankunft des Messias) 
bereits begonnen, während ihm der jüngste absolut zu= 
künftig liegt. Uns umgekehrt. 
76 Dem Jslam fallen vor jüngster und jüngster Tag zu= 
sammen; er religionifiziert nur die natürliche Zu= 
kunft. 
Brüstiger, Kants Ästhetik und Schelling* Kunstphi= 
losophie. Dissertation Halle 1912 
- 6l Fries ("Eeinh., Fichte, Schelling" 69): " 
"Dieses Werk (der transzendentale Jdealismusjmusste 
schon deshalb mit Auszeichnung aufgenommen werden, 
weil es zuerst in dieser Art die Resultate aller drei
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.