Full text: Manuscripta theologica : Die Handschriften in Quarto

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4° Ms. theol. 106-4° Ms. theol. 107 
(100 r -107 v ) Cantica. (107 v -108 r ) Te deum. (108 r ) Nunc dimittis. (108 r -109 v ) 
Quicumque. (109 v —110 v ) Litanei mit Preces. Hervorzuheben: (110 r ) >S«mcte 
Lulle >S«mcte Wiberte. Bricht ab, Textverlust unbekannten Umfangs. 
4° Ms. theol. 107 
Johannes Grundmann 
Papier ■ 357 Bl. • 21,5 x 16 ■ um 1478 
Wz.: Buchstabe P (Piccard III, 338 von 1477/1479 oder III, 487 von 1479) • VII 14 + 27 VI 338 + 
V 348 + 2 II 356 + l 357 ■ Reklamanten vollständig • Schriftraum 15,5-17 x 11-11,5 ■ 25-28 Zei 
len • Bastarda currens • eine Hand • Raum für Initialen ausgespart, aber nicht ausgeführt • Ein 
band: der stark abgeriebene gotische Einzelstempelband mit tadellos erhaltenen Messingschließen 
und Holzdeckeln wurde bei der Restaurierung 1972 abgelöst und durch einen Kalbsledereinband er 
setzt ■ alter VD und HD: Rechteck mit Streifenrahmen; Mittelfeld durch schmale Diagonalbänder 
geteilt; entlang der Diagonalbänder und an den Rändern des Außenrahmens winzige Kreuze und 
Punktomamente. 
Fragment: Pergament • 2 geringfügig beschnittene Bl. • 20,5 x 16 • Textualis formata des 
14. Jhs., 2. Viertel • rubriziert • Calendarium praesentiarum, vom 17.01. bis 31.01. und vom 
17.05. bis 31.05; die Heiligennamen zu jedem Tag stammen z. T. aus dem Martyrologium, z. T. 
aber auch von der Liturgie. Nekrologeinträge aus Erfurt und liturgische Nachträge von der Mitte des 
14. Jhs. bis 1485, z. T. umfangreich radiert und geschwärzt. Angaben zu Präsenzgeldern, die zur 
Lokalisierung beitragen; (17.1.) Obijt dominus Johannes verus pastor Bartholomei ...; (28.1.) Obijt 
Guntherus de Dryuordia [Treffurt] ...; (21.5.) Obijt dominus Johannes Hopphje] et datur presencia 
in ecclesia omnium sanctorum...; (22.5.) ... obijt Bertojlt] de Wandeslybin [Wandersleben, Dorf 
sw. Erfurt] et datur... presbytero ad sanctum Martinum [in]rr« /««[ros] [in Erfurt] de novo molen- 
dino in Dotelstete [Töttelstädt, Dorf nw. Erfurt]; (25.5.) ... parochus Marpurg. »Bertoldus de Wan 
desleibin, civis in Gotha« wurde als Zeuge in einer Erfurter Urkunde vom 11. Aug. 1340 genannt, 
vgl. Overmann, A.: Urkundenbuch der Erfurter Stifter und Klöster. T. 2. Magdeburg 1929, S. 67. 
Johann Hopphen bzw. »Johannes Hopphen canonico ecclesie Sacrifontis [Heiligenbrunnen] Erffor- 
densis« wird als Zeuge in Erfurter Urkunden vom 22. Okt. 1397 bzw. 5. Jan. 1400 genannt, vgl. 
Overmann, s. o., S. 479 u. 495. 
Die Sermones von Grundmann und die Einträge auf dem Kalendar verweisen auf eine Herkunft der 
Handschrift aus dem Raum Erfurt / Leipzig. Die Handschrift wurde im alten handschriftlich geführ 
ten Bandkatalog der Handschriften am Ende der Auflistung der aus dem Chorherrenstift St. Peter zu 
Fritzlar stammenden theologischen Handschriften von der selben Hand verzeichnet. Im Catalogus 
manuscriptorum der Handschriften des Fritzlarer Stiftes von Speckmann aus dem Jahr 1774 (4° Ms. 
Hass. 346) ist diese Handschrift zwar nicht aufgeführt, aber Speckmann hat am Schluß seines Kata- 
loges vor der Formel »Finis manuscriptorum« Platz für weitere Handschriften vornummeriert und 
ausgelassen. Es besteht auch die Möglichkeit, daß diese Handschrift erst nach 1774 nach Fritzlar ge-
	        

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