Full text: 60 Jahre Melsunger medizinische Mitteilungen

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6. Im Winter, bei Frost, besteht infolge der Plastizität der Ampulle keine 
Bruchgefahr, und auch die durch Einfrieren der Lösung entstehenden 
Eiskristalle vermögen die starke Ampullenwand nicht zu perforieren, wie 
dies leicht bei den dünnwandigen Folienbeuteln der Fall war. 
7. Weder der Ampullenkörper, noch das Tropfgerät sind mit irgendwelchen 
Gummiteilen versehen, die stets bei der Sterilisation und bei der Lagerung 
eine Gefahrenquelle darstellen. 
8. Durch Einlage in warmes Wasser ist die Lösung sehr schnell auf Körper 
temperatur zu erwärmen. 
9. Die Auslaufgeschwindigkeit kann man in dringenden Fällen durch Druck 
auf die Ampulle erhöhen. 
10. Die Plastik-Ampulle als auch das Intrafix-Gerät bestehen aus reinem 
organischem Kunststoff, die ohne Rücksicht verbrannt werden können. 
11. Bei der Preisgestaltung dieser Ampulle ist davon ausgegangen worden, 
die Unkosten der Krankenhäuser durch Gebrauch des Plastik-Infusors 
trotz der erwähnten Vorteile nicht zu erhöhen und ihn zu demselben Preis 
zu liefern, der bisher für die Infusionslösung in einer Glasflasche der 
zweiten hydrolytischen Klasse angelegt werden mußte. 
Durch eine moderne Verpackung in 1 Oer-Packungen und durch all die 
erwähnten obigen Vorteile dürfte der Plastik-Infusor damit eine ganz wesent 
liche Weiterentwicklung auf dem gesamten Infusionsgebiet darstellen und 
infolgedessen in aller Kürze Eingang in alle Krankenhäuser und die ärztliche 
Praxis finden.
	        

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