Full text: Handbuch des Kreises Melsungen (Jahrgang 16.1935)

mal den erfolgreichen Kampf der Melsunger Orts 
gruppe vor Augen. Hier standen Männer, uner 
schütterlich treu. Besonders Pg. Wisch kämpfte un 
verdrossen. Der Gauleiter enthob ihn ehrend seines 
Ein altes Hessenpaar. 
Der Auszüger Martin Ritter in Melgershausen feierte mit seiner 
Ehefrau Anna Elisabeth geb. Wagner am 2. März 1934 
das Fest der Goldenen Hochzeit. 
Amtes als Kreisleiter und dankte ihm für seine 
Arbeit. Die Berufung zum Landrat von Ziegenhain 
soll diesen Dank begründen. Zum Kreisleiter er 
nannte er den Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt und 
bat, dem neuen Kreislejter gleiches Vertrauen ent 
gegenzubringen. Landrat Wisch dankte für das 
große Vertrauen und versprach für die Bewegung 
weiterzukämpfen, gleich wo er auch hingestellt werde. 
Landrat Freiherr v. Gagern, der Führer der Bri 
gade 146 Dörnemann, Standartenführer Wagner 
und Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Fenner- 
Spangenberg nahmen dann noch das Wort, um 
herzliche Abschiedsworte zu sprechen. 
Am Sonntag, den 4. März 1934, trafen sich die 
Hitlerjugend und die Jungen und Mädels des evan 
gelischen Zugendwerks im Kreise Melsungen, um 
gemäß dem Vertrag des Reichsjugendführers mit 
dem Reichsbischof eine Kameradschaft zu werden. 
Kreisjugeudpfarrer Reuter-Dagobertshausen sprach 
von der Notwendigkeit dieser gemeinsamen Arbeit. 
Gemeinsam marschierte nach dem feierlichen Gottes 
dienst die in neuer Kameradschaft zusammengeschlos 
sene Fugend nach dem Schloßplatz, wo das Abkom 
men zwischen dem Hitlcrjugend-Gebietsführer Fuhft 
und dem Landesjugendpfarrer Schäfer verlesen wurde. 
Die Untergauführerin des BDM., Hanna Hoffmann, 
sprach noch und bekundete, daß die Jugend auf dem 
Wege der Einigkeit wieder ein Stück vorwärts ge 
kommen sei. 
Wie in ganz Kurhessen, so marschierte auch die 
Hitlerjugend des Unterbannes Felsberg am 
Sonntag, den 11. März 1934, zu einer großen 
Kundgebung für den Jungarbeiter,am Bahnhof Gen 
sungen-Felsberg auf, um nach einem Werbemarsch 
durch Gensungen und Felsberg im Parkhotel eine 
Gedenkstunde abzuhalten. Der Saal war mit Grün 
und HZ.-Fahnen geschmückt. Auf der Bühne waren 
drei Gruppen von Zungarbeitern aufgestellt: Schmiede 
mit einem Amboß, ein Schüler vor dem Schreibtisch 
und ein Schreiner vor der Hobelbank. Nach einer 
Ansprache des Unterbannführers Küken hörten die 
1300 Zungen die Rede des Reichsjugendführers Bal 
dur von Schirach an, die er in einer Essener Fabrik 
an die deutsche Jugend hielt. Nach kurzen Worten 
des Bürgermeisters von Gensungen, Mumberg, 
sprach der Unterbannschulungsleiter Hans Schmidt 
über die kulturellen Aufgaben in der Hitlerjugend. 
Mit einem Treuebekenntnis zum Führer Adolf Hit 
ler und dem Reichsjugendsührer schloß die Feier 
stunde. 
Nachdem viele Gemeinden des Kreises ihren 
im Weltkriege gefallenen Helden ein Erinnerungs 
mal gesetzt haben, weihte auch Hilgershausen 
am Sonntag, den 18. März 1934, in der Kirche 
eine Gedächtnistafel. An der Feier nahmen 
alle Kriegsteilnehmer, der Turnverein und die ganze 
Färbermeister 
August Bohne, der älteste Einwohner Felsbergs, 
wurde am 24. September 1934 92 Jahre alt. 
Gemeinde teil. Die Tafel hängt über der Kanzel, ist 
dem gotischen Stil der Kirche angepaßt und 2,20 
Meter breit und 1,60 Meter hoch. Der obere Teil 
der Tafel zeigt den Stahlhelm mit abgebrochenem
	        

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