Full text: Aufgabensammlung aus der Gebührenordnung der Preußischen Katasterverwaltung und der Verwaltungsgebühren-Ordnung mit Anhang über Gebührenfreiheit zur Vorbereitung auf die Berufsprüfungen (Fachprüfung I. Kl., Sonderprüfung, Ergänzungsprüfung und Technikerprüfung)

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III. Teil: 
20 Aufgaben über Rechtsmittelgebühren. 
(Rechtsmittelgebühren nach Ziffer 71 der Verw.-Geb.- 
Ordnung.) 
1. Der Steuerschuldner Aubel erhebt gegen die Ver 
anlagung seiner Besitzung zur Grundvermögensteuer Ein 
spruch und beantragt die Herabsetzung des Wertes von 
180 000 Mk. auf 120 000 Mk.. da das Grundstück — 
eine Tongrube ohne Wohn- und Betriebsgebäude — im 
Verhältnis zu den Nachbargrundstücken viel zu hoch 
eingeschätzt sei. 
Der Grundsteuerausschuß setzt den Wert auf 140 000 
Mk. fest, der Grundsteuerberufungsausschuß entscheidet 
auf die eingelegte Berufung in demselben Sinne. Rechts 
beschwerde wird nicht eingelegt. An Kosten sind 5,40 Mk. 
entstanden. 
Die zu erhebenden Kosten und Gebühren sind zu be 
rechnen. 
2. Der Einspruch eines Steuerschuldners gegen die 
Veranlagung zur Grundvermögensteuer wurde vom 
Grundsteuerausschuß als unbegründet abgewiesen. Der 
Steuerschuldner legte keine Berufung ein. Er hielt in 
seinem Einspruch den Wert seines Baulandes mit 37 000 
Mk. für zu hoch und beantragte Herabsetzung des Wertes 
auf 25 000 Mk. An Kosten und Auslagen sind bei 
Untersuchung des Einspruches entstanden: 0,60 Mk. 
Portoauslagen für den notwendig gewordenen Schrift 
wechsel, 0,50 Mk. Portoauslagen für Zustellung der 
Einspruchsentscheidung an den Steuerschuldner, 5,90 Mk. 
Postgebühren für 1 Telegramm und 2 Ferngespräche. 
Welche Kosten und Gebühren sind zu erheben? 
3. Der Ingenieur B. erhebt gegen die Veranlagung 
seines Wohnhauses zur Hauszinssteuer fristgerecht Ein 
spruch. Er beantragt die Herabsetzung der Hauszins 
steuer auf 750 o/o des Grundbetrages, da das Gebäude 
am 31. 12. 1918 nur mit 30 °a> des Friedenswertes be-
	        

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