Volltext: Waldweihnacht

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Es war im Advent. Um diese Zeit 
Machten sie sonst schon das Bäumlein bereit, 
Das in der Ctiristnacht so tröstlich brennt. 
Doch Heuer sah ich im heil'gen Advent 
Selten ein Tännlein geputzt und geziert. 
Das macht, weil jetzt die Not regiert. 
Die führt streng Regiment auf Erden, 
Des kann kein Herze fröhlich werden. 
Und weil die Zeit voll Unfried ist, 
Den Himmelstrost man schier vergißt. 
Das hehre Lichtfest der Christenheit 
Ist so verdunkelt von Not und Leid, 
Daß selbst in die sonnige Kinderwelt 
Der düstere Schatten des Unglücks fällt. 
Und was die Kinder da drunten entbehren, 
Das wollen wir Wichtel ihnen gewähren. 
Falterfein: 
Aber wie schaffen wir ihnen Freude? 
Wichteleller: 
Dazu seid ihr berufen heute. 
Den armen, vaterlosen Kleinen 
Soll auch ein Tannenbäumchen scheinen. 
Deswegen berief ich euch zur Stell'. 
Nun säumt nicht lange und schafft es schnell! 
Tannenpeter: 
Ans Werk, das uns die Herrin befohlen! 
Emsenhold: 
Ich will gleich drüben ein Bäumlein holen. 
Echsenmännle (zu Falterfein): 
Wir beide laufen auf flinken Schuhen 
Zu unsern Schatzkammern und schweren Truhen, 
Holen Schmuck und glitzernde Zier, 
Und den Tannenbaum schmücken wir. 
Wichteleller: 
Ja. ihr habt mich recht verstanden. 
Eilt davon, ihr kleinen Trabanten!
	        

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