Full text: Waldweihnacht

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Wichteleller: 
Ja, nie noch brachte Menschenhand 
Pfannkuchenteig über'n Brunnenrand. 
Und schöpft mal einer mit kluger List, 
Dann sieht er, daß es nur Wasser ist. 
Aber schöpft eine Wichtelin, 
Die findet stets Kuchenteig darin. 
Die Wichteleller am Brunnenrand 
Hält einen Löffel in der Hand 
Und schöpft den süßen Teig ins Pfänuchen. 
Daneben steht ein Wichtelmännchen, 
Das muß sich rühren und fleißig sein 
Und wacker schüren das Feuerlein. 
Das Männlein heißet Wichtelbeck. 
(Laut) 
Wo steckt er denn? 
Wichtelbeck (steht plötzlich da): 
Hier! 
Elisabeth: 
Welch ein Schreck! 
Wichtelbeck: 
Warum erschreckt ihr vor'm Wichtelbeck, 
Den jedes Wichtelkindlein liebt, 
Weil er ihm Zuckersachen gibt! 
Wichteleller: 
Wichtelbeck, erzähle nun, 
Was wir alles beim Backen tun! 
Wichtelbeck: 
Das Feuerlein hüpfet kreuz und quer, 
Schlüpft unterm Pfännchen hin und her, 
Zünselt auch risch mal über den Rost 
Und schleckt ein wenig süße Kost. 
Der Teig in seinem rußigen Bett 
Kreischt und zappelt im siedenden Fett. 
Bald ist der Kuchen knusprig und braun. 
Es ist eine Lust, ihn anzuschauen.
	        

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