Full text: Waldweihnacht

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Elisabeth (lachend): 
Aus Brunnenwasser Weihnachtsgebäck! 
Aber lüge doch nicht so keck! 
Wichteleller: 
Sprich nicht dazwischen! Er redet wahr. 
Elisabeth: 
Diese Sache ist mir nicht klar. 
Wichteleller (winkt alle Kinder heran): 
Mädel, komm heran, und Knab! 
Kommt herbei, ihr Pärchen! 
Ist was Schönes, das ich hab, 
Ist ein lustig Märchen. 
(Alle gruppieren sich sitzend um sie herum, nur Reinhard steht 
abseits.) 
Wo sie wohnet, möcht ihr gern 
Von der Eller hören. 
Ei. sie wohnet gar nicht fern, 
Hinter jenen Föhren. 
Dorten an dem grünen Rain 
Liegt ein grauer Brunnenstein. 
Unter schwarzem Schlehendorn 
Quillt der Pfannekuchenborn. 
Waldein, da steht das Wichtelhaus, 
Da huscht die Wichteleller heraus 
Und läuft und läuft so trippeltrapp 
Das Hasenpfädchen zum Born hinab. 
Ihr denkt, der Born ist wasserreich. 
O nein! Der ist voll Kuchenteig, 
Und viel Rosinen und Korinthen, 
Die könnt ihr in dem Teige finden. 
Reinhard (kläglich): 
O, davon hab' ich nichts gefunden. 
Der Kuchenteig, der war verschwunden. 
Ich sah davon nicht eine Spur, 
Und blankes Wasser schöpft' ich nur.
	        

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