Full text: Und wenn die Welt voll Teufel wär!

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Mit Ernst er's jetzt meint, 
(Er stampft auf und greift nach dem Degen.) 
Groß Macht und viel List 
Sein grausam Rüstung ist, 
(Er tut hastig einen Schritt nach links, stößt das Schwert 
klirrend auf und steht wieder lauschend.) 
Auf Erd ist nicht seinsgleichen. — 
Mit unsrer Macht ist nichts getan, 
(Schüttelt verzagt das Haupt.) 
Wir sind gar bald verloren. 
Es streit für uns der rechte Mann, 
Den Gott hat selbst erkoren. 
Fragst du, wer der ist? 
(Der Ritter steht in gespannter, freudiger Erwartung.) 
Er heißt Jesus Christ, (zustimmendes Nicken) 
Der Herr Zebaoth (Händesalten) 
Und ist kein andrer Gott. 
Das Feld muß er behalten. 
(Triumphierendes Erheben der rechten Hand.) 
Eberhard: Die Weise ist ein rechter Wafsensegen für mein 
fromm Beginnen. Mit solchem Trost im Herzen kann's nit 
fehlgehn. Ich bann den Geist der Finsternis. 
Stimme (singt): Und wenn die Welt voll Teufel wär — 
Eberhard: Voll Teufel, ja! Voll hunderttausend Lutherteufel l 
Stimme (gleichzeitig weitersingend): 
Und wollt uns gar verschlingen, 
So fürchten wir uns nicht zu sehr, 
Es soll uns doch gelingen. 
Der Fürst dieser Welt, 
(Er ballt zürnend die Hand.) 
Wie sau'r er sich stellt, 
Tut er uns dach nicht; 
Das macht er ist gericht, 
(Er tritt an die Tür links.) 
Ein Wörtlein kann ihn fällen.
	        

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