Full text: Und wenn die Welt voll Teufel wär!

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finden unterm Kurhut. Die Wittenbergisch Nachtigall! 
(Er lacht.) 
Racke: Was soll das, edler Herr? 
Eberhard: Das wirst du morgen schon erfahren, wenn wir 
unser Reiterstück vollführen. 
Racke: Wird's lustig fein? 
Eberhard: Sehr lustig, Racke! Das allerlustigft Stücklein wird 
es werden. 
Racke: Gibt's was zu schnappen? 
Eberhard: Besseres als 'neu Pfeffersack — ein feist, frech, 
gottlos Mönchlein! 
Racke: Dann wird's schon lustig — hui! 
3. Auftritt. 
(Der Wirt bringt Wein.) 
Eberhard: Bis zur dritten Morgenstunde kannst du schlafen, 
Racke. Dann halte dich bereit! Auch Richolf muß dabei 
fein. (Racke ab.) Ihr meßt die Augenblicke mit dem 
Stundenweiser, Wirt! 
Wirt: Nit stören wollt ich Euch, wohledler Herr, derweil der 
Knecht Euch Botschaft brachte. 
Eberhard (argwöhnisch): Ihr habt gehorcht! 
Wirt: Bewahr mich Gott! Das Horchen wär eines rechten 
Wirtes letzte Tugend. 
Eberhard: Will's Euch glauben, Wirt. Sagt, habt Ihr heute 
nacht viel Gäste? 
Wirt: Herr, was heißt viel! Viel fährt man auf dem Wagen. 
Bei mir, da reichen die zehn Finger noch. Sind leicht zu 
zählen — meine Gäste. (Wirt zählt): Eins, zwei — drei 
— vier, fünf — sieben sind cs, Herr. 
Eberhard: Wer ist's? Ich meine, was für Volk?
	        

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