Full text: Die Tuberkulose, ihre Verhütung und Heilung

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Durch den Krieg und in der Nachkriegszeit ist das 
Zigaretten rauchen zur Plage geworden, auch bei 
jugendlichen und weiblichen Personen. Um so nachdrück 
licher muß auf die gesundheitlichen Schaden des Rauchens 
für Lungenkranke hingewiesen werden. Bei ihnen befin 
den sich ausnahmslos die obersten Luftwege in einem 
mehr oder weniger frischen oder chronischen Reizzustande, 
der durch das Rauchen unterhalten und gesteigert wird. 
Die Folgen sind Räuspern, Reizhusten und keine Besse 
rung. Mit völliger Enthaltsamkeit vom Rauchen erweist 
sich der Tuberkulöse selbst den größten Dienst. Die 
Unsitte des Rauchschluckens und des Durch-die-Lunge- 
Rauchens kann nicht streng genug verpönt werden. Solche 
Raucherkatarrhe in Behandlung zu nehmen, hat keinen 
Zweck. Auch Pfeifenrauchen, Schnupf- und Kautabak sind 
dem Lungenkranken zum eigenen Besten zu verbieten. 
Je strenger der Arzt im Rahmen der Anstaltsbehand 
lung das Alkohol- und Rauchverbot durchführt, um so 
besser sind die Erfolge. Und darauf kommt es doch letzten 
Endes an! 
_ * Vorschriften darüber haben den Zweck, 
l s"f den Lungenkranken für seine Familie 
u er u ser j n feiner Familie zu erhalten, ohne 
daß durch das Zusammenleben die Gesunden angesteckt 
werden. 
Der leichtkranke Tuberkulöse bedarf im 
allgemeinen keines besonderen Schlafzimmers. Er muß 
ein Bett für sich allein haben, und sein Bett ist IV2—2 
Meter entfernt vom andern aufzustellen, um eine An 
steckungsmöglichkeit durch Hustentröpfchen hintanzuhalten. 
Für die Wartung und Pflege eines Offentuber- 
k u l ö s e n in der Familie kommen noch weitere Vor 
sichtsmaßregeln hinzu. Für Kranke, die auch nachts husten
	        

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