Full text: Die Tuberkulose, ihre Verhütung und Heilung

ebenso unvernünftig wie eine ausschließliche Pflanzennah 
rung oder ein Massenverbrauch von Eiern. Eier sind 
für die Küche wertvoll als Hilfsmittel bei der Zuberei 
tung von Suppen, Fleisch- und Mehlspeisen; das Eigelb 
macht % des Nährwertes aus. Butter verdient vor 
Margarine, die kein Vitamin enthält, bei gleich hohem 
Brennwerte den Vorzug. Sahne, die den dreifachen 
Kalorienwert der Milch hat, wird in besonderen Krank 
heitsfällen als „Zufütterung" sehr geschätzt. 
Das beste und billigste Stärkungsmittel ist die Mil ch, 
denn 1/3 Liter Milch enthält mehr nährende Stoffe als 
ein Hühnerei von 50 § Gewicht. Der Lungenkranke 
kann zu den einzelnen Mahlzeiten oder zwischen diese 
eingeschaltet 1, höchstens N/2 Liter täglich trinken. Zuviel 
Milch füllt den Magen und benimmt den Appetit und das 
Verlangen nach den Hauptmahlzeiten. Widersteht die 
Milch oder bekommt sie nicht gut, dann kann man etwas 
Kaffee oder Tee oder einen Eßlöffel Kalkwasser zum 
Becher Milch zusetzen. Oder man bevorzugt bei den ein 
zelnen Mahlzeiten Milchsuppen, Milchbreie oder mit Milch 
bereiteten Kakao. 
Alk kl d i e r und Wein sind für den Lungenkran- 
Nikotin nicht notwendig. Nur ganz geringe Men 
gen werden zu gestatten sein, wenn die Auf 
wendungen dafür nicht ins Gewicht fallen. Dagegen ist 
jeglicher Schnapsgenuß und jede Ausschreitung im Alkohol- 
genuß bis zur Trunkenheit aufs dringlichste zu wider 
raten. Wie mancher kleine Rausch mit seinen Folgen 
hat eine tödliche Lungenblutung verursacht! Den Durst 
löscht kalter Kaffee oder Tee oder ein Schluck kühlen 
Leitungswassers besser als Bier. Zu kaltes Bier ruft 
gerade bei Lungenkranken oft hartnäckige Verdauungs 
beschwerden hervor. Der Schnapsgenuß steigert sogar 
Durstgefühl und Hustenreiz. 
4 Roepke, Die Tuberkulose. 
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