Full text: Des Königreichs Neapel Fall

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Barrikaden auswerfen. Beide Teile waren erschöpft. 
Die Nacht verlief daher ruhig. Der größte Teil der 
Stadtbevölkerung hatte sich auf die dem offenen Meere 
zugewandte Spitze der Halbinsel geflüchtet. 
Am 21. fanden in der Morgenfrühe Scharmützel 
statt. Um 8 Uhr forderte der Diktator die Besatzung 
auf, das Kastell zu verlassen unter Zurücklassung von 
Kanonen und Vorräten. Bosco wies diese Bedingungen 
zurück, erbot sich jedoch, zu räumen, falls ihm die 
Mitnahme aller Sachen gestattet würde. Garibaldi 
verweigerte dies iiub ließ die Kanonen der „Tuckery" 
aufpflanzen. Da die Telegraphenleitung nach Messina 
durchschnitten war, konnte Bosco mit Neapel nur 
mittels eines alten Signalturmes auf dein Schlosse 
verkehren. Zwei von Garibaldis Leuten kannten die 
Zeichen. So erfuhr er bald, daß im Kastell das 
Wasser auf die Neige ging. 
Am 22. Zuli landete der englische Dampfer „City 
of Aberdeen" ein sizilianisches Freischärler-Bataillon, 
Geschütze und Munition. Am 23. Zuli erschienen vier 
neapolitanische Fregatten, an deren Bord sich der 
Stabsoberst Anzano mit Vollmacht von der neapoli 
tanischen Regierung befand. Er hatte mit Garibaldi 
im Hause des englischen Konsuls eine Zusammenkunft. 
Nach langen Unterhandlungen wurde Bosco zuge 
standen, init Waffen, Gepäck, einer halben Batterie 
und kriegerischen Ehren abzuziehen. Am 24. Zuli
	        

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