Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 43, Dezember 1944)

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oder Bunkern, werden unsre Herzen zusammenklingen, getragen 
von dem Wissen inniger und schicksalhafter Verbundeiiheijt. 
Bon dieser Gemeinschaft sagt der Dichter: „Brücken finden heut 
die Herzen über Nacht und Zeit und Raum, und von tausend 
Sehnsuchtsflammen strahlt der deutsche Lebensbaum." 
2n diesem Sinne grüßt Euch die Heimat zur sechsten 
Kriegsweihnacht und wünscht allen, an der Front und in der 
Heimat, auch den verwundeten und kranken Kameraden in den 
Lazaretten, frohe Weihnachtstage. 
Zugleich wünschen wir Euch ein glückliches und siegreiches 
neues Lahr! 
Mit herzlichen Weihnachts- und Neujahrsgrühen — einen 
besonderen Gruß meinem Sohn Helmut — und Heil Hitler! 
bin ich Euer % 6 ch, m i d t. 
Ortsgruppe Heinedaeh 
Ihr lieben Soldaten im feldgrauen Rock! Wer von Euch 
hätte wohl geglaubt, daß er das vor uns stehende Weihnachtsfest 
als 6. Kriegsweihnacht feiern würde? Lang ist der Weg 
zurück in jene Tage, als wir damals unseren Stahlhelm fester 
banden und antraten gegen eine Welt von Feinden. Heute 
gilt mehr denn je das Wort: „Es gibt kein zurück mehr 
und keiner darf zagen. Volk ans Gewehr!" So steht auch hier 
der Volkssturm zu seinen Ausgaben bereit. Wir sind uns in der 
Heimat bewußt, worum es in diesem gigantischen Ringen geht 
und wollen unsere ganze Kraft einsetzen für die Freiheit 
unseres Volkes. Wenn sich auch manchmal dunkle Wolken 
am Horizont zusammenballen, so wissen mir doch, daß das 
Volk siegen wird, welches die größte innere moralische Kraft 
besitzt und dieses ist das Deutsche. 
Fn der Ortsgruppe Heinebach find gefallen: Oberarzt Dr. 
Fuchs, Obergefr. Georg Herbene r, Soldat 5)ch. Gre- 
b i t u s. Hauptmann Fritz B r e n d e I, Feldwebel Adam Pete r- 
Niederellenbach. Uffz. Michael K e r st-Niederellenbach, Stabsgefr. 
Ferdinand K e r st-Heinebach. 
Bei dem im September stattgefundenen Wehrschießen in 
Altmorschen stand die Ortsgruppe Heinebach an Punktzahl 
an der Spitze. Es war eine Freude zu sehen, wie die alten 
Kameraden bei der Sache waren. Zm Ost- und Westwalleinsatz 
haben sich viele Kameraden, trotz der vielen Arbeiten, die der 
Herbst mit sich bringt, bestens bewährt. Ein besonderes Lob 
gebührt der Zugend, die mit Begeisterung bei der Sache ist. 
Allen Kameraden an der Front und in der Heimat ein 
frohes Weihnachtsfest und gutes Zahr 1945. 
Euer Pg. Otto H e ck m a n n. 
habt. Treu und pflichtbewußt steht Euch die Heimat zur Seite. 
Auch in dem Spenden und dem Liesersoll läßt sich unsere >Orts- 
gruppe nicht zurückdrängen. 
Ortsgruppenleiter Muth, der inzwischen zum Osteinsatz ist, 
läßt Euch Kameraden vielmals grüßen. Wir grüßen ihn in der 
Ferne und wünschen Euch allen ein frohes Weihnachtsfeft 
und ein glückliches neues Zahr. 
Heil Hitler! 
Euer Fritz Aubel, Pol. Leiter, Heßlar. 
Ortsgruppe Körle 
Liebe Kameraden! 
Wieder neigt sich ein Zahr seinem Ende. Die heimat-- 
lichen Wälder und Fluren sind ihres sommerlichen Schmuckes 
entkleidet. Novcmberstürme brausen durch die Lüfte und weiße 
Flocken als Borboten des kommenden Winters sind bereits zur 
Erde gefallen. Die Herbstbestellung ist bis auf wenige Aecker 
zu Ende geführt. Der Holzeinschlag hat begonnen und der Schall 
der Axt hallt wieder durch den Wald. Gespanne sind dabei, 
das geschlagene Holz den Berarbeitungsstätten zuzuführen. Ein 
großer Teil unserer männlichen Einwohner wurde in diesem 
Herbst und sind es jetzt noch, zu Schanzarbeiten im Westen ein 
gesetzt. Zm Zuge der Wohnraumbeschaffung wurden in Körle 
vier Behelfsheime fertiggestellt und bezogen. Drei weitere find 
im Bau. Auch Wagenfurth stellte ein Behelfsheim fertig und 
in Empfershausen und Lobenhausen ist je eines im Bau. Durch 
Dachgeschoßausbau wurden im Bereich der Ortsgruppe ca. 10 
Wohnungen gewonnen. Die Bauten wurden mit wenigen alten 
Bauhandwerkern, teilweise sogar in Selbsthilfe, fertiggestellt. 
Standesamtlich ist zu melden: Geburten: Gustav Gerhold. 
1 Sohn. Sterbefälle: Christine Schröder, Hermann Weingarten. 
Wilhelm Döring, Elisabeth Scheffcr und Elisabeth Wiegand 
in Körle, Kathr. Elisab. Rödler in Wagenfurth. 
Die schweren Kämpfe der letzten Zeit brachten auch in unsere 
Gemeinden Schmerz und Trauer. Den Heldentod starben aus 
der Gemeinde Körle: Uffz. Gustav Gerhold und Uffz. Karl 
R o h l e d e r. aus Empfershausen: Obergefr. Valentin Z ü l ch. 
Möge Euch, liebe Kameraden an allen Fronten, in den La 
zaretten und in den Garnisonen ein den Verhältnissen ent 
sprechendes frohes Weihnachten und glückliches Neujahr be- 
schieden sein. Dies ist der Wunsch der Heimat und Eures 
Aug. A r e n d. 
Ortsgruppe Guxhagen 
Ortsgruppe Hilgershausen 
Liebe Kameraden der Ortsgruppe Hilgershausen! 
Heute vor einem Zahr schrieb ich auch an Euch einige 
Zeilen. Nun steht schon wieder das Weihnachtsfeft vor der 
Euch 
Nun steht schon wieder 
Tür. Dielen von Euch wird 
es nicht vergönnt fein, dieses 
Test im Kreise ihrer Lieben 
zu verbringen. Aber die Hei 
mat gedenkt Euer im stillen. 
Was die Feldbestellung 
der Ortsgruppe betrifft, so 
ist trotz geringer Arbeits 
kräfte zicm.ich alles erledigt. 
Inzwischen sind aus der Orts 
gruppe Hilgerstzau en auck 
Männer zum Ost- und W:st- 
walleiistatz g w^sen. Trotz 
aller Anstrengungen und flei-- 
ßiger Arbeit hat es den 
Kameraden gut ge'alien. 
Jetzt sind wir dabei, in 
der Ortsgruppe den neu auf 
gestellten Volkssturm auszu 
bilden, der zur Verteidigung 
des Vaterlandes noch be 
reit ist. 
Aus dem Alltäglichen ist 
zu bcr'chten, daß sich unser 
S aling adkä np'er Martin 
Kurzrock inwi"ch n wieder 
verheiratet hat. Martin Eck 
hardt, der nun schon wieder 
eine Zeit eingebogen ist, 
wurde das vierte Kind — ein 
Mädchen — geboren. Gestor 
ben sind Wilhelm Schmidt, 
G.o^g Kurzrock ur.d Altbauer 
Heinrich Siemon. 
Liebe Kameraden der 
Ortsgruppe! Hart ist der . -x/r-i • i i 
Kampf, den ihr zu führen Es geht um die Heimat: Emmershausen im jyiülmischtal 
Liebe Kameraden! 
Wieder schreiten wir durch den trübe verhangenen Novem 
berhimmel in einen neuen Kriegswinter hinein; denn immer noch 
nicht ist der Gipfel erzwungen, der uns schauen läßt das Morgen 
rot baldiger Friedenszeit. „Der altböse Feind, mit Ernst er's jetzt 
Foto Jungermann
	        

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