Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 42, Juli/August 1944)

Die SA-Standarte 173 Sieger in der Gruppe Hessen 
beim Deutschen Wehrschießen 1944. 
In den Monaten April und Mai wurde im ganzen Reich 
auf Anweisung des Stabschefs das „Deutsche Wehrschießen" 
durchgeführt. Das Ziel war', alle Männer in der Heimat 
an die Waffe zu führen und ihre Schießleistungen zu erproben. 
Der Ruf fand überall Zustimmung. Die Beteiligung im Reich 
überschritt 4 Millionen. Das war ein entschiedenes Bekenntnis 
zum Wehrwillen und eine eindeutige Antwort auf die Propa 
ganda der Feinde, die den Zusammenbruch der inneren Front 
erreichen möchten. 
Die Standarte 173 führte das Deutsche Wehrschießen mit 
Genehmigung des Gruppenführers auf eigener Grundlage durch: 
Alle Männer von 18 bis 65 Fahren bildeten die Ortsmannschaf- 
ten, deren Durchschnittsleistung: Erzielte Ringzahl durch die 
Sollzahl aller Männer, die noch zu Hause sind, errechnet 
wurde und im Vergleich die Feststellung der besten Ortsmann 
schaft im Kreise ermöglichte. 
Fm Wettstreit der Ortsmannschaften ist es der Standarte 
gelungen, 84 o/o aller Männer der Heimat zu erfassen. Damit 
steht die SA -Standarte 173 an der Spitze der Standarten der 
Gruppe Hessen und hat den Wanderpreis der Gruppe Hessen 
für 1944 erworben. 
Zu großen politischeil Kundgebungen gestaltete sich das 
Wehrschießen. Die Ortsmannschaften traten geschloffen an. 
marschierten nach kurzer Ansprache hinaus ins Gelände auf den 
Schießplatz, der meistens auf einer Höhe lag, von wo man einen 
herrlichen Blick auf die schöne Hessenheimat hatte. Dort 
wurden die Männer auf vier Stationen aufgeteilt: Schießen, 
Entfernungschätzen, Handgranatenzielwurf und Heimatkunde. 
Ueberall waren sie mit Eifer dabei. Auffallend war das ge 
schulte Auge des Bauern im Erkennen von Zielen und das gute 
Maß für Entfernungen, mitreißend der Schwung der alten 
Frontsoldaten beim Handgranaten-Zielmurf und mit besonderem 
Interesse wurde die Darstellung von Landschaft, Geschichte und 
Schicksal der Heimat ausgenommen. 
So war das Deutsche Wehrschießen 1944 ein einmütiges Be 
kenntnis zum Wehrgedanken und zur Wehrgemeinschaft des 
deutschen Volkes. ' Top p. 
Die Heimat grüßen 
Obergefr. Martin H ohma n n - Beiseförth. Obergesr. Karl 
Ost m a n n, Zwm. Georg M a u I, Feldwebel Heinrich G ö b e l- 
Elbersdorf, ---Unterscharführer Konrad A n a ck c r - Schwarzen 
berg, H. Kranz- Heßlar, Fhj.-Wachtmstr. Hans Werner 
Kropf, Gefr. Walter Lepper- Spangenberg, Schr.-Ob.-Maat 
Hans S ch o m b e r gl-Kirchhof, Gefr. Wilhelm Noll, Obergefr. 
August Beinhauer, Obergefr. Heinrich G ö b e l, Uffz. Aug. 
Gipper, Gefr. Karl Augustin, Uffz. Martin Gerlach- 
Deute, Gefr. Hans K l e r m a n n - Niedermöllrich, Hauptfeld 
webel Hans Opfermann, Uffz. Karl C l o b e s - Genfuig-ui, 
Uffz. Konrad Ditzel, Obergefr. Georg Horn, Gefr. Heinz 
R ü d t g e r, Oberfeldwebel Georg Pfeiffer, Gefr. August 
Schilling- Stolzhausen, Uffz. Hans Landgrebe - Röhren 
furth, ---Sturm. Karl S i e b e r t - Neuenbrunslar, ---Sturm. 
Willi Rößler- Rhünda, Gefr. Willi B r a s s e l - Bergheim, 
Gefr. Heinrich L ich au - Bergheim, Untertruppführer tz. "Kör 
ne r - Gensungen, Arbeitsmann K. B e ch st e i n - Heinebach, Uffz. 
Ludwig S t r u b e -Mels ungen. Soldat Hartmann O e st e - 
Schnellrode, Uffz. D ö r ing - Altmorschen, Uffz. K. Petri- 
Heinebach, M.-A.-Obergesr. Otto G e o r g e - Wichte, Gefr. 
Andreas Möller. 
---Sturmmann Ernst B r a n d a u-Harle grüßt seinen lieben 
Vater im Osten sowie alle Harter Kameraden. — Uffz. Wilh. 
B l u m e n st e i n - Elbersdorf sendet seinen beiden Brüdern Ge 
org und Heinrich herzliche Grüße. — Obergesr. Wilh. C lob es 
grüßt alle Neuenbrunslarer Kameraden im feldgrauen Rock. — 
---Unterscharführer Konrad Ackerma n n - Wichte grüßt alle 
Kameraden aus feinem Heimatdörfchen und Kreisamtsleiter R. 
Katzung, der auch in den Reihen der Waffen--- steht. — Stabs- 
gefr. Richard O b a ch wünscht allen „Günsterödern" viel Sol 
datenglück. — Gefr. Heinrich Bartseher grüßt seinen lieben 
Vater im Westen und seinen Onkel Hermann. — Gefr. Her 
bert E i dam;- Binsförth sendet allen Kameraden im feld 
grauen Rock, besonders seinem Bruder Heinrich und Boni 
Stöhr herzliche Grüße. — Uffz. Friede! Reinemund und 
Obergefr. Adam Lredlich trafen im hohen Norden ihren 
Landsmann Karl Gipper. Alle drei grüßen die Kameraden 
an allen Fronten. — Gefr. Wilhelm Reinhardt grüßt feine 
Spangenberger Kameraden M. Münzer, Aug. Gagel, Ewald 
Linitzki, Georg Meurer, Emil Appell und Walter Lepper. 
Gefr. Georg S e i tz-Obermelfungen und Gefr. Adolf Mehler- 
Körle trafen sich in einem Soldatenheim an der Kanalküste und 
feierten dieses Wiedersehen bei einem „Hellen". Beide grüßen 
die Heimat. — Vier Kameraden aus dem hohen Norden: Uffz. 
H. K ö n ig- Elfershaufen, Uffz. H. Z i l ch - Empfershaufen, Uffz. 
M. K ü h l b o r n - Günsterode und Obergefr. tz. Emmeluth- 
Kehrenbach grüßen alle Kameraden aus ihren Heimatdörfern. 
— Oberleutnant Heinz D i e g e I sendet allen Parteigenossen der 
Ortsgruppe Hilgershausen herzliche Frontgrüße. — ---Uscha. 
Hans Kümmel grüßt sein Heimatdörfchen Deute und alle 
Kameraden im feldgrauen Rock, besonders seine Jugendfreunde 
Willi Gerhold, Heinrich Wurst, Adam Riemenschneider und 
Heinr. Wunsch. — ---Rottenführer Aug. Ludwig grüßt alle Bins- 
förther Kameraden, vor allem seine lieben Brüder und wünscht 
ihnen weiterhin alles Gute und viel Soldatenglück. 
Fhj. Uffz. K. H. Wagner-Melsungen, der an einem 
Lehrgang beim Ersatztruppenteil teilnimmt, grüßt seine Kame 
raden und berichtet über folgende kleine Begebenheit, die sich 
noch in den letzten Tagen seines Fronteinsatzes ereignete: 
„Wir hatten nach harten Kämpfen den sowjetischen Brücken 
kopf eingedrückt, kurze Zeit darauf gab es auch wieder einmal 
den wohlverdienten Verpflegungsbranntwein. Zufrieden wan 
derte ich mit meiner Flasche unter dem Arm, noch war sie wohl 
verpackt in einer Strohhülle, zu meinem Geschütz, wo schon 
die anderen sechs die begehrte Flllfsigkest erspäht hat 
ten. Wer beschreibt aber mein freudiges Erstaunen, als 
ich nach dem Entfernen der Hülle auf dem Etikett lese: 
Gg. Warst, Melsungen. Wirklich, ein ausgezeichneter Gruß 
aus der Heimat. Bald war er genießerisch „hinuntergekippt". 
Aber eine nette Ueberraschung war es doch. 
Obergefr. Fritz Siemon- Obermelsungen übermittelt einen 
Gruß an seinen Schwager Heini Rüppel, sowie alle Obermelsun- 
ger Kameraden im feldgrauen Rock mit dem Lied, das der 
verstorbene Konrektor Hammer dichtete: 
Ich kenne ein Dörfchen am Fuldastrand, 
es ist mir lieb und wohlbekannt, 
es zieht mich immer zu ihm hin, 
wenn ich in weiter Ferne bin. 
Nicht ist es groß, nicht ist es klein, 
nicht hat es Gold noch Edelstein, 
doch Traum und Zufriedenheit 
herrscht hier, wie nirgends weit und breit. 
Und fragst Du, wie dies Dörfchen heißt, 
das so herrlich uns seinen Namen preist: 
Ober-Melsungen wird sein Name genannt 
es liegt im lieben Hessenland! 
Ls wurden ausgezeichnet 
Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse: Obergesr. Hans 
Stöhr- Adelshausen: Leutnant Fritz K o l l m a n n - Obermel 
sungen: Uffz. Ludwig B c r n d t - Kirchhof. 
Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse: Uffz. Karl F r e u d e li 
ste i n - Kirchhof, Feldwebel Kurt S t ü ck r a t h - Guxhagen, 
Masch.-Obergefr. Karl Freudenstein- Guxhagen, ---Uscha. 
Hans K ü mm e l - Deute. 
Mit dem Nahkampfsturmabzeichen: Feldwebel Hermann 
Will e - Melsungen. 
Mit dem Inf.-Sturmabzeichen in Silber: Stabsgefr. Martin 
L u m m - Melgershausen. 
Mit dem Inf.-Sturmabzeichen in Bronze: ---Uscha. Hans 
K ü m m e l- Deute. 
Mit dem Kraftfahrbewährungsabzeichen >n Silber: ---Uscha. 
Hans Kümmel- Deute. 
Mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klaffe mit Schwertern: 
Obergefr. Paul Andreas- Neumorschen: Obergefr. Andreas 
Maier-Melsungen, Brückenstr. 29: Oberzahlmeister Willi 
K n ö p s e I - Felsberg: Obergefr. Ernst Koch, Sohn des Bauern 
Ferd. Koch-Neuenbrunslar: ---Scharführer Georg Walter- 
Melsungen: Obergefr. Justus N ö d > n g - Malsfeld; Stabsgefr. 
Martin L u m m - Melgershausen. 
Beförderungen 
Zum Oberleutnant: Leutnant 5). Dingel (früher Lehrer in 
Beuern). 
Zum Oberfeldwebel: Feldwebel Hans I ü g e r - Altmorschen. 
Zum Feldwebel: Uffz. Hermann Wille-Melsungen. 
Zum ---Scharführer: ---Rottenführer Georg Walter- 
Melsungen. 
Zum Unteroffizier: Obergefr. Karl F r e u d e n st c i n - 
Kirchhof: Obergefr. Hans Stöhr- Adclshaufen. 
Zum Obergefreiten: Gefr. Herbert Walter- Melsungen: 
M.-A.-Gefr. Otto G e o r g e>-Wichte; Gefr. Heinrich G öli e l: 
Gefr. Walter Bär-Melsungen, Mühlenstr.; Gefr. tzerm. 
Jäger- Melsungen. 
Soldaten, gern eure neuen Anschiillen an! 
Druck: A. Bernecker, Melsungen. Für den Inhalt verantwort!.: Schriftleiter 
M. Bär, K. Kreispresseamtsleiter. Einsendungen an die Kreisleitung erb* 
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