Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 42, Juli/August 1944)

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Unsere schöne Heimat: An der Eder Foto: 2 u n g c t m a n n 
Die Partei- und NSB.- 
Arbeit geht ihren gewohnten 
Gang. Die Sammlungen sind 
gut» denn die Heimat will 
der Pflicht für ihre Feld 
grauen gern und freudig 
nachkommen, damit die DRK- 
Arbei't ständig weiter' geför 
dert werden kann. Am vor 
letzten Sonntag hatten die 
Ortsgruppen Gensungen, 
Felsberg und Hilgershausen 
eine Großkundgebung. Der 
Reichsredner Pg. Dill-Wei 
mar hat in kernigen Worten 
in der gut besuchten Ver 
sammlung gesprochen. 2n der 
NSV.-Arbeit geht der Kin 
dergartenbetrieb in Gensun 
gen flott weiter, genau wie 
d 'r Besuch in der Hilfsstelle 
„Mutter und Kind". Die Pa 
ter und Männer können da 
her beruhigt sein, denn alles 
ivird um die Gesundheit der 
Mütter und Kinder getan. 
Auch die Evakuiertenfrage ist 
in Ordnung. 2n einer Sol- 
badckur konnten 30 Kinder 
Stärkung zum neuen Wachs 
tum erhalten. Der Schulbe 
trieb ist auch in Ordnung, 
genau wie die Arbeit in der 
HI. und BDM. Fahrten 
und Lagerleben nehmen ih 
ren gewohnten Gang. Die Zu 
gendbetreuung dürfte daher 
auch gesichert sein. Auch die Arbeit der Feuerwehr liegt noch 
in guten Händen bei 2ohs. Klapp. Fetzt stehen Männer im 
Einsatz, die früher nicht benötigt wurden. — Run habe ich Euch 
eine kleine Schilderung gegeben. Zm Urlaub habt Ihr ja Einblick 
gehabt, welche Arbeitssülle heute die Behörden und Dienststellen 
zu leisten haben. Ständig weilen wir im Geiste bei Euch, bis zu 
dem großen Tag des Wiedersehens, der uns allen beschieden 
sein möge, im festen Glauben an den Endsieg unserer Waffen, 
im Einsatz für unser Großdeutschland. 
Heil Hitler! Euer Pg. und Bürgermeister Mumberg. 
O r t s g r u p p c H a r 1 c 
Liebe Kameraden! Was das Frühjahr versprachen hat, 
will der Sommer wohl halten. Wenn auch unsere Felder unter 
der Dürre zunächst ein wenig zu leiden schienen, so hat reichlicher 
Regen vieles wieder gut gemacht und wenn die Sonne es noch 
gut meint, werden wir eine reichliche Ernte in die Scheunen 
bringen können. An unserem Behelfsheimbau sind die Maurer 
arbeiten erledigt, wir warten auf den Zimmermann, damit der 
Bau unter Dach kommt. — Recht zahlreich beteiligten sich die 
Männer unseres Ortes am Wehrschießen. Auch einige Sol 
daten. die gerade aus Urlaub waren, haben ihr Können mit der 
Kleinkaliberbüchse versucht. Die „Alten" brauchen sich vor den 
„Jungen" nicht zu schämen; die Ergebnisse waren nicht schlecht. 
Demnächst soll ein neues Schießen stattfinden. — Gefr. Müller 
ivurde mit dem Eisernen Kreuz l. Klasse ausgezeichnet. — Ja 
Frankreich erlitt den Heldentod: Gefr. Wilhelm Schmidt. 
Wir senden herzliche Heimatgrüße mit einem frohen 
Heil Hitler! S ä m m l c r. 
Ortsgruppe Niedermöllrich 
Liebe Kameraden! In ihrer grünen Farbenpracht schim- 
inernd liegt Unsere Flußaue, hell heben sich die gemähten 
Wiesen von dem sommerlichen Dunkel der Weiden und Pappeln 
am gemächlich hinziehenden Wasser, und unter Blums Rain liegt 
in fesselndem Farbenspiel durch die reichbclaubte Iuliherrlich- 
keit das rote Ziegeldach der Behelfsheime. Kühl ivar der 
Mai, aber trocken; doch brachte der wenig beständige Juni noch 
Bewässerung und Wachstum. Die Lerche schwang sich wieder in 
die Luft, aber kein Wachtelschlag ließ uns nächtens aufhorchen; 
wie ein Ruf der Gottnatur, das kommende Brot kündend, er 
füllte der erregende Ruch der Kornblüte wieder die Luft über 
den Feldern: am Wegrand zwischen Böschung und Acker brannte 
das Rot des Mohns, und den Wiesen gaben süße Pracht die 
runden Augensterae der weißen Iohannisblume, die unsere nor 
dischen Ahnen so sinnvoll Baldersbraue nannten. In wenigen 
heißen Tagen konnte das Heu, griintrocken und duftend, geborgen 
werden, und schon sind Gerste und Raps, schwer von Aehren 
und Schoten, mit schnellen Maschinen niedergelegt, stehen bei 
günstigem Wetter schon in Hocken, wo noch vor zwei Menschen 
altern souueubrauue Hände mit Sense und Sichel sich rührten 
vom ersten Dämmerlicht des Morgens bis in den sinkenden 
Abend. 
Aus den zurückliegenden Veranstaltungen sei zunächst das 
Wehrschießen erwähnt, zu dem unsere Männer hundertprozentig 
an Zahl (701 angetreten waren. Die Schießleistung wurde als normal 
bezeichnet, und bester Schütze war, mit einer Urkunde ausgezeich 
net, Pg. Konrad Schmidt (DAF.). Und bei der Bertrautmachung 
der Politischen Leiter und der Ortswehrführer mit der Schieß 
ausbildung der SA. nach den neuen Richtlinien tat von 
den 8 Niederinollrichern einen guten Schuß Pg. Kvnr. Blum, der 
eben die Feier seiner Silberhochzeit rüstet. In der Veranstaltung 
am Muttertag, die von unseren Männern ivieder kaum besticht 
war, wurde das Mutterehrenkreuz an Frau Elise Sachse 
verliehen, die mit ihrem 4. Kind ihrem Mann den Stammhalter 
schenkte. — Am 8. Juli fand eine nationalsozialistische Kund- 
gebung statt, Reichsredner Pg. Dill führte in zündender Rede 
aus, welch entscheidende Bedeutung für den Endsieg der .Hal 
tung der Heimat zukommt. — Das Standesamt meldet zwei 
Gebarten: Frau Elisab. Gumbel (l I.) und Uffz. Seifner 
(I M.); ferner 1 Todesfall: Ww. Martha .Kaiser (86 2.). 
Liebe Kameraden! In Dankbarkeit und Zuversicht sendet 
euch die Heimat herzlichste Grüße. 
Heil Hitler! Euer Konr. W e i d e m a n n. 
An der Schwalm Foto: Hei ne I
	        

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