Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 40, März/April 1944)

Die Bestellungsarbeiten auf den Feldern und in den Gärten 
haben begonnen. Da auch die Herbstsaaten gut überwintert ha 
ben, sind wichtige Vorbedingungen für eine gute Ernte gegeben. 
Das Geschehen in der Ortsgruppe während der vergangenen 
Wochen war recht vielgestaltig. Des Tages der Macht- 
Übernahme gedachten wir in einer Feierstunde, zu der alle 
Parteigenossen und die Angehörigen der Gliederungen angetreten 
waren. Am 21. Fevruar ,uiw d.e A u s n a y u» e s e l e r in 
die Partei statt, 22 Jungen und Mädel wurden als neue 
Mitglieder aufgenommen. Unsere gefallenen Helden ehrten wir 
am Heldengedenktage in einer kurzen, aber würdigen 
Feier. Am Nachmittag desselben Tages nahm die Ortsgruppe an 
einer Kundgebung in Neumorschen teil, in der Stellv. Gau 
leiter Gerland sprach. Die große Versammlung bot ein Bild 
der festen Geschlossenheit der Heimat und klang in ein begeistertes 
Treuebekenntnis zu Führer und Reich aus. Die „Verpflich 
tung der Fugend" gestaltete sich zu einer eindrucksvollen, 
vom tiefsten Ernst des Tages getragenen Feierstunde. Die 
BDM.-Schar Altmorschen bereitete durch einen wohlgelungenen 
Dorfabend den zahlreichen Besuchern einige Stunden der Freude 
und Entspannung. 
Durch die Aufnahme auswärtiger Volksgenossen müssen in 
unserem Dorfe neue Wohnungen geschaffen werden. Neben dem 
Ausbau von Räumen im Kloster ist auch mit dem Bau von 
Behelfsheimen begonnen worden. 
Der Mangel an Arbeitskräften beim Holzeinschlag machte die 
Mithilfe der Bevölkerung notwendig. So zogen nun aus unserem 
Dorfe an bestimmten Tagen aus jeder Familie je eine Person 
mit in den Wald, um bei der Aufarbeitung des Holzes tätig zu 
sein. Hier verdienen die Frauen für ihren eifrigen Einsatz ein 
besonderes Lob. So wurde durch Gemeinsinn eine kriegsbedingte 
Schwierigkeit vorbildlich gemeistert. 
Der Freiheitskampf unseres Volkes forderte auch aus un 
serer Dorfgemeinschaft neue Opfer. Für des Vaterlandes Frei 
heit und Größe ließen ihr Leben: Panzer-Grenadier Christel 
Schmelz, einziger Sohn von Georg Schmelz, und die beiden 
Brüder Obergefreiter Wilhelm Pfaffenbach und Gefreiter 
Justus Pfaffenbach aus Altmorschen. Wir neigen uns in 
Ehrfurcht vor dem Schmerz der Eltern. Frauen und Mütter. 
Den verwundeten und kranken Kameraden senden wir be 
sonders herzliche Grüße, wünschen ihnen volle Genesung und 
einen schönen Erholungsurlaub. > 
Fn den letzten Wochen konnten wir auf Urlaub begrüßen: 
Fritz Franke. Wilhelm Anqersbach. Hans Dietz, Karl Gießler, 
Hans Bierwirth, Konrad Wicke. Wilhelm Bier, Heini Lange, 
Hermann Steinmetz, Kurt Riedemann. Willi Klein, Georg 
Wohlgemuth. Georg Möller, August Gipper, Karl Kroll, Karl 
Küthe und Heinz Wagener aus Altmorschen. Hans Werner und 
Georg Menge! aus Heina, Fritz Kördel, Hans Lutzke. Wilhelm 
Wettläufer, Georg Claus, Engelhard Wagner und Willi Schöne- 
wald aus Eubach. 
Das Standesamt bringt folgende Meldungen: Geboren: 
Kurt Happe, Altmorschen, ein Zunge; Fakob Frankfurth, Alt 
morschen. ein Zunge; August Eckhardt, Altmorschen, ein Junge; 
Lehrer Otto Möller, Eubach, ein Mädchen; Georg Guthardt II, 
Eubach, ein Mädchen. 
Getraut: Helmut Maaßen aus Duisburg mit Martha 
Horn. Altmorschen; Willi Wicke, Altmorschen mit Elli Hast 
aus Konnefeld. 
Gestorben: Zobann Heinrich Grob. Heina, 79 Zäbre. 
Zn treuer Kameradschaft reichen wir Euch die Hände. Die 
Heimat wird nicht müde werden, ihre Pflicht m tun und zu ihrem 
Teile mitzuhelfen, daß der Sieg einst unser ist. 
Euch allen, liebe Kameraden, wünschen wir frohe Ostertage, 
für die Zukunft recht viel Soldatenglück und alles Gute. 
Mit herzlichen Ostergrüßen und Heil Hitler! 
Euer A. S ch m i d t. 
Ortsgruppe lleinebscst 
Ihr lieben Soldaten im feldgrauen Rock! 
Wenn Euch diese Zeilen erreichen, dann werden unsere 
Mädchen durch die Wälder und Felder ziehen mit dem Lied: 
„Es geht eine helle Flöte, der Frühling ist über dem Land." Noch 
ist der Kampf in der Natur zwischen Sonne und Külte, doch 
wissen wir, daß die Sonne Sieger sein wird. Auf die letzte 
Frontzeitung hin mit der neuen Rätselaufgabe sind schon ein 
großer Teil Briefe und Karten mit den Lösungen eingegangen und 
die Namen werden in der nächsten Nummer veröffentlicht wer 
den. Wir hatten in der Ortsgrnpve am 12. März eine große 
öffentliche Versammlung im Jugendheim und in noch 40 
Orten des Kreises waren an diesem Sonntag Versammlungen. 
Zn Heinebach sprach der KreisgeschäftsfUhrer Pg. Kem/leir 
aus Fulda. 
Am 19. März vormittags war die V e r p f l i ch t u n g s - 
fei er im Jugendheim. Es waren aus unserem Dorf 17 Zungen 
und 15 Mädels, die verpflichtet wurden. Zn der Feierstunde 
sprach der Leiter der Waltet-Flex.-Schule in Zennern Pg. 
G ö d d e. Für jeden, der daran teilgenommen hat, war dieses ein 
Erlebnis. Ein großer gemischter Chor, der neu ins Leben gerufen 
ist. fang das Lied „Deutschland, du bist das Bild das wir im 
Herzen tragen." 
Zn der Ortsgruppe sind wieder einige böse Nachrichten ein 
gegangen. So ist der zweite Sohn des von Kassel nach Nieder- 
ettenbach evakuierten Franz Petry, bei Gundel, Gefr. Georg 
P e t r y, im Osten gefallen. Zakob Häde in Heinebach hat nun 
die Bestätigung erhalten, daß sein Sohn der Oberleutnant Hans 
Hä de am 7. 9. 1943 im Osten gefallen ist. Uffz. Ludwig 
Bubenheim ist in Westpreußen tödlich verunglückt. Ein über- 
aus kämpferisches Leben hat bei diesem Soldaten seine höchste Vol 
lendung gefunden. Wir werden die Fahne des Glaubens an den 
Sieg fest in unseren Händen halten und treu und unbeirrbar 
weitermarschieren. 
Es wünscht Euch allen ein frohes Osterfest die Ortsgruppe 
Heinebach der NSDAP. H e ck m a n n. 
Ortsgruppe Malsfeld 
Liebe Kameraden! 
Es ist nun schon längere Zeit her, daß ich Euch von der 
Heimat berichtet habe. Inzwischen hat sich bei uns in Mals 
feld manches geändert und ereignet. So ist z. B. unser guter 
Emil Wagner infolge einer schweren Krankheit aus der 
Mitte unserer Dorfgemeinschaft gerissen worden. Auch ist 
Witt ichs Oma im Alter von 93 Jahren gestorben. Den 
Vätern, die Kinder zur Schule gehen haben, kann ich mitteilen, 
daß bei uns eine neue Lehrerin aus Kassel tätig ist, sodaß auch 
die Schulverhältnisse geordnet sind. Auch haben wir eine Mo 
torspritze bekommen, wodurch die Sicherheit des Dorfes erhöht 
wurde. 
Zn den letzten Wochen hatten wir eine Berfamm- 
l u n g s a k t i o n in unserer Ortsgruppe, alle Versammlungen 
waren überfüllt. Auch war die Verpflichtungsfeier 
der Vierzehnjährigen ganz groß. Der Gauschulungsleiter Pg. 
Weibezahn sprach bei dieser Feier zur Jugend und gab 
ihr ein eindeutiges Bild über die kommenden Aufgaben und 
Pflichten. 
Der Leutnant Heini H a r b u f ch hat sich erfreulicker 
weise von seiner schweren Verwundung recht gut erholt, er 
war jetzt einige Tage in seinem lieben Heimatdörfchen auf Ur 
laub. Auch ist der Obergefr. W. Wolfskeil mit dem 
EK. 2 ausgezeichnet worden. 
Leider find wieder zwei treue Kameraden von uns gegangen, 
es find dies der Leutnant Konrad Beer und der Gefr. Georg 
Präger. Die ganze Gemeinde nimmt Anteil an dem schmerz 
lichen Verlust. 
Augenblicklich sind wir damit beschäftigt, Behelfsheime und 
Wohnbaracken auf dem Schulland zu bauen, auch wird gemein 
sam Brennholz gefällt. Das ganze Dorf hilft mit, den endgülti 
gen Sieg herbeizuführen. , 
Euch allen, meine lieben Kameraden, sende ich die herz 
lichsten Ostergrüße und wünsche Euch weiterhin recht viel Sol 
datenglück. 
Heil Hitler! Euer Pg. Bläsing.
	        

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