Volltext: Unser ist der Sieg (Nr. 40, März/April 1944)

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Metzebach: Kirche mit Dorflinde Foto: Heinel. 
darauf hinweisen, daß dieselben Gedanken, die Gauleiter Ger- 
land als damaliger Gaupropagandaleiter vor 10 Fahren in 
Spangenberg entwickelte, auch heute noch für uns Geltung haben. 
Der Gauleiter wußte in seiner mitreißenden Art jeden Volksge 
nossen zu packen. Er dankte dem Kreis Melsungen dafür, daß 
er mit der Aufnahme von Umquartierten an erster Stelle stehe 
und dafür, daß die Stadt Spangenberg dabei besonderes ge 
leistet habe. — Die Schulentlassung und die damit verbundene 
Uebernahme der Vierzehnjährigen aus dem Jungvolk und Iung- 
mädelbund in HI. und BDM. begingen wir diesmal am 19. 3. 
in Bischofferode. Landefeld und Spangenberg unter reger An 
teilnahme der Elternschaft und der gesamten Bevölkerung. Damit 
hat sich wieder ein neuer Jahrgang in Liebe und Treue dem 
Führer feierlich verbunden. 
In Pfieffe hat es gebrannt. Aber Hans Möller ist schon 
wieder am Aufbauen. Dem Wohnhaus fehlt nur noch das Dach. 
— Ein gebürtiger Spangenberger, Leutnant d. Res. Helmut 
Pfeiffer, Führer eines Aufklärungszuges in einem Grena- 
dier-Regt., Inhaber der Nahkampfspange' in Bronze, hat sich 
durch sein verwegenes Draufgängertum an der Front besonders 
ausgezeichnet. Der Vater. Iustizinspektor Oskar Pfeiffer, wohnt 
jetzt in Marburg. — Als 403. Soldat des deutschen Heeres 
wurde Hauptmann d. R. Walter Mix mit dem Eichenlaub zum 
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vom Führer cmsgez ickner. 
Hauptmann Mix. der nicht weniger als fünf mal verwundet 
wurde, ist Kommandeur eines Grenadierbatl. im Osten. Sein 
Vater war bis in den 1. Weltkrieg hinein Stadtförster in Span 
genberg. Seine Mutter Else Auel entstammt der bekannten 
alten Svangerberger Familie Auel. — Fritz Schüler von der 
Sparkasse erhielt als Arbeitsdienstvormann für seinen hervor 
ragenden Einsatz gelegentlich eines englischen Terrorangriffs 
das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern. — Karl Gies ist 
Unteroffizier geworden. — Sanitätsfeldwebel Heinrich Ellrich, 
Augusts Sohn, erhielt das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit 
Schwertern und sehr bald danach das EK. 2. Uffz. Nachrichten- 
stasfelführer Werner E i l e b r e ch t, Ferdinand Hermanns Schwie 
gersohn, wurde ebenfalls mit dem EK. 2. ausgezeichnet. 
Unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung haben wir 
Wilhelm Siebert, Meister der Schutzpolizei, im Februar 
unter militärischen Ehren in der heimatlichen Erde gebettet. — 
Konrad Iungermann, der zuletzt im Giersgrund wohnte, 
ist im Osten geblieben. 
Die letzten Nachrichten aus dem Felde meldeten mir den 
Tod von zwei alten Parteigenossen Ludwig Sinning undKonr. 
Grau. Sie haben mit ihrem Tode ihre in langen Jahren be 
wiesene Treue zu Führer und Volk besiegelt. 
Georg Frank, der noch immer als Handweb-Altmeister 
schafft, konnte seine 20jährige Betriebszugehörigkeit bei der 
Firma Dahnke feiern. Johannes Kurzrock im Hospitals 
der im Weltkrieg zwei Söhne verlor, beging seinen 82. Ge 
burtstag. i I | ( i 
Aus der Reihe der von Euch bekannten, die in letzter 
Zeit verstorben sind, benenne ich: Frau B eis h e im im 
Hospital, Invalide Georg G i e ß l e r, Maurermeister Johann 
H e i w i g, Kaltenbach, Wilhelm Heußner, Langegasse, Frau 
Helene G u n d l a ch geb. Aßmann, Frau Margarethe E b e r - 
Hardt, Elbersdorf, Fräulein Helene Sinning, ebenda, Kauf 
mann Wilhelm Hemken, Witwe Elisabeth Claus, geb. 
Siebert. — Hochzeit haben gehalten: Feldpostmvister 
Georg Kaufholz mit Anna Maria Weisel, Leutnant 
und Flugzeugführer Herbert Hunold mit Irmgard Peter, 
beide aus Kassel, und schließlich Obergefreiter Karl Koch 
mit Luise Klose. — In den drei Monaten dieses Jahres kam 
durch Gebu rten 11 mal neues Leben unter uns. Die Familie 
Lichau bekam zwei muntere Zwillingskinder. 
Nun nehmt zum Schluß von mir die herzlichsten Grüße 
der Heimat entgegen. Wenn Eure Kinder und Geschwister fröh 
lich auch in diesem 5. Kriegsjahre ihre Ostereier suchen, dann sind 
unsere Gedanken ganz besonders bei Euch in der zuversichtlichen 
Hoffnung, daß wir im nächsten Frühjahr einen bedeutungsvollen 
Schritt weiter gekommen sind zu unser aller Ziel, dem deutschen 
Sieg. Mit Heil dem Führer bin ich Euer 
Ortsgruppenleiter Th. Fenner. 
Ortsgruppe Oelsberg 
Liebe Kameraden! 
Nach dem Willen unserer Kreisleitung soll Euch die gegen 
wärtige Nummer der Heimatzeitung zum Osterfest erreichen. Ich 
will mich daher beeilen, Euch allen die herzlichsten Ostergrüße von 
uns allen aus dem Ortsgruppenbereich zu übermitteln! 
Zn der Zwischenzeit war bei uns hier — abgesehen von den 
Dingen, die so langsam zum täglichen Brot gehören — aller 
hand los. Leider mußte ich auch einige Trauernachrichten über 
bringen. Ihre Treue zu Führer und Volk haben mit dem 
Heldentod besiegelt: Gren. Georg Stein hauser -Niedervor- 
schütz und Uffz. August Reichardt, dessen Familie ebenfalls 
nach Niedervorschütz umquartiert ist; ferner Feldwebel Karl 
Meyfarth -Felsberg. Untergasse und Karl Lohr-Felsberg. 
Adolf-Hitler-Straße. Heinz Pinne, der älteste Sohn unseres 
Felsberger SA.-Obertruppführers Alfred Pinne, ist in einem 
Lazarett verstorben. 
Der in diesem Jahre spät hereingebrochene Winter hat 
jetzt doch noch manche Kämpfe mit dem heranbrausenden Frühling 
zu bestehen. Wilde Schneestürme wechseln ab mit mildem Früh 
lingswetter. 
Im Februar hatten wir hier in der Ortsgruppe einen sehr 
netten L i ch t b i l d e r v o rt r a g, die Veranstaltung war recht 
gut besucht. 
Jetzt im März hatten wir in Felsberg und in Nieder 
vorschütz zwei Ka m p f k u n d g e b u n g e n, die ebenfalls sehr 
gut besucht waren. Während sonst, wie Ihr ja von Eurem Ur 
laub her wißt, die Kinoversammlungen gerammelt voll sind, 
war diesmal der Schwanensaal auch bis auf den letzten Platz 
gefüllt! 
Der Heldengedenktag wurde in diesem Jahre genau so wie in 
den früheren Jahren durch eine schlichte Gedenkfeier 
am Ehrenmal in Felsberg mit Kranzniederlegungen gefeiert;. 
Die Berichte uns den einzelnen Ortschaften der Ortsgruppe 
werde ich das nächste Mal bringen. 
Für heute grüßt Euch alle daher herzlichst in aller Ver 
bundenheit und Frische mit den besten Wünschen für treues 
Soldatenglück und mit Heil Hitler! 
Euer Ortsgruppenleiter Dr. Körte. 
Ortsgruppe ^ltmorscken 
Meine lieben Kameraden! 
Nun will's wieder Frühling werden. Zwar führte der ver 
gangene Winter kein strenges Regiment, aber man ist doch 
froh, wenn die sonnigen, warmen Tage kommen, und junges, 
frisches Leben sich zum Lichte drängt. Bor allem die Kameraden 
an der Ostfront und im hohen Norden werden sich nach der war 
men Jahreszeit und den längeren Tagen sehnen. Wenn dieser 
Bericht zu Euch kommt, sind die letzten Schneereste auch in den 
verstecktesten Waldwinkeln und Schluchten verschwunden. Hier 
und da zeigen sich bereits die ersten Boten des nahenden Lenzes.
	        

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