Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 38, November/Dezember 1943)

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hilfin Anna Bachman n, Melsungen, Franz-Gleimstr. 22, 
am 6. 11.; tzZ.-Führer, z. Zt. Oberltn. d. R. Klaus Wandel, 
Dennhausen, Waldhaus und Bannmädelführerin Johanna Mar 
garethe Sophie Heinemann, Melsungen, Brauereiweg 11, am 
6. 11.; Uffz. Hch. Ludw. Friedr. Wilh. R e i ch w a g e, Obern-- 
lrirchen und Lustnachrichtenhelferin Iohannette Anna Sohl, 
Melsungen, Sandstr., am 13. 11.; Telegraphenbauhandwerker', 
z. 3t. Obergefr. Heinrich Stöcker, Melsungen, Mühlenstr. 14 
und Katgutarbeiterin Marie Möller, Melsungen, Bergstr. 6, 
am 23. 11.; Landwirt Johann Heinrich Wagner, Obermel 
sungen, Haus IVs und Maria Elisabeth Steuber, Ober 
melsungen, Haus 121/2, am 27. 11. 
Sterbefälle: Karl Wolfgang Mengel, Melsungen, Hessen 
winkel 9, am 2. 10.; Schmied Alois Seidl, Malsfeld, Haus 
27, am 10. 10.; Gerda Bingemann, Heinebach, Haus 
140, am 14. 10.; Reichsbahnschlosser Michael Zlenczuk, 
Bolko, Kr. Oppeln/Schles., Wilhelmstr. 41, am 14. 10. in 
Melsungen, Heilstätte Stadtwald. Marie M ö s i n g e r, Kassel, 
Carde du Corpsplatz, am 23. 10. Kath. Elisabeth Rode, geb. 
Salzmann, Schwarzenberg, Haus 2, am 1. 11.; Martha Elisabeth 
Maria Fennel geb. Glänzer, Melsungen, Franz-Gleimstr. 
31, am 22. 11.; Lisette Bär geb. Hachemeister, Melsungen, 
Brüggersberg 2, am 22. 11.; Martha Elisabeth Löwe geb. 
Blumenstein, Melsungen, Kasselerstr. 53, am 25. 11.; Anna 
Kath. Elisab. Siegn er, Kirchhof, Haus 331/2, am 29. 11.; 
Leinweber Arnold R ü b e n k ö n i g, Spangenberg, Scheffhof, am 
30. 11. 
Ich wünsche Euch weiter viel Soldatenglück, eine frohe 
Kriegsweihnacht im festen Glauben an unseren Endsieg und eine 
gesunde, baldige Heimkehr. 
Euer H. Trott. 
Zelle Günsterode. 
Liebe Kameraden! Rach langer Zeit will ich mal wieder 
von mir hören lassen. Es hat Neuigkeiten genug gegeben, die 
Euch alle interessieren. Wir hatten mehrere Tage ' Einquar 
tierung von einem Lehr-Regiment. Den Soldaten hat es hier 
sehr gut gefallen und ein Abschiedsabend brachte gute Stimmung. 
2n Urlaub waren: Heini Meyer, Richard Kühlborn, Fritz 
Kühlborn, Johannes Obach und Andreas Schweinsberg. 
Wirts Christ, der leicht verwundet war, verlebte seinen 
Genesungsurlaub in der Heimat. Martin Obach ist wegen einer 
Fußverletzung dem Res.-Lazarett Melsungen zugewiesen. 
Leider haben wir auch wieder ein paar brave Zungen 
unseres Dörfchens zu beklagen. Christian Möller und 
Heinrich Ackermann sind im Osten für Führer und 
Vaterland gefallen. Ein ehrendes Andenken werden wir ihnen 
bewahren. 
B g. Christian Oeste hat geheiratet, seine Frau ist von 
ttilien. Weihnachten steht nun vor der Tür. Zch wünsche 
Euch zu diesem Fest alles Gute und viel Soldatenglück. 
Es grüßt Euch mit Heil Hitler 
Konrad Hofmeister. 
Zelle Kirchhof. 
Liebe Kirchhöfer Soldaten! Es wird Euch freuen, an 
dieser Stelle etwas von unserem stillen Dörfchen zu hören. 
Infolge des Terrorangriffes in der Nacht vom 22. zum 
23. Oktober 1943 auf die Stadt Kassel wurden hier eine 
große Anzahl Familien untergebracht. Wir alle sind bemüht, 
ihnen eine zweite Heimat zu geben. So viel ich sagen kann, 
fühlen sie sich recht wohl. 
Zn der Heimat weilen z. Zt. auf Urlaub: Heinrich Wiegand 
aus dem Osten, August Horn aus dem Westen und mein Sohn 
Hans vom Schivarzen Meer. Mich freut es ganz besonders, daß 
mein Sohn z. 3t. auf Urlaub ist, denn am 1. 12. 1943 konnte 
er unser 75jähriges Geschäftsjubiläum miterleben. Wir haben 
dabei Euer gedacht und auf Euer gutes Wohlergehen einige 
Glas Bier getrunken. 
Daß die Kameraden Kurt Wenzel und Johannes 
R ü b e n k ö n i g nicht mehr unter uns weilen, ist Euch viel 
leicht bekannt. 
Abschließend wünsche ich Euch ein frohes Weihnachtsfest und 
grüße Euch Euer Schömbergs Schorf che, Blockleiter. 
Zelle Kehrenbach. 
Liebe Kameraden! 
Es ist nun ivieder inal an der Zeit, daß ich Euch einen Grus; 
aus Eurer lieben Heimat sende. Uns geht es immer noch gut» 
alles nimmt seinen alten Lauf wie früher. So hat nun der liebe 
Hanskurts Vetter sein Geschäft wieder eröffnet und schlachtet jetzt 
wieder jeden Tag ein Schwein, damit, wenn Ihr in Urlaub 
kommt, Euch Eure Lieben mit einer schönen Wurst erfreuen 
können. Zn der letzten Zeit waren nun auch einige von unseren 
lieben Kehrenbachern in Urlaub. Wilh. Schäfer, Christian Metz, 
Gg. Heinemann, Hr. Horn, Chr. Schmoll, Zoh. Linge, Hans 
Döll, Willi Gieße und Gg. Wagner aus amerikanischer Ge 
fangenschaft. Wir haben zu Ehren unseres zurückgekehrten 
lieben Afrika-Kämpfers einen schönen Dorfabcnd veranstaltet, 
zu dem alle Kehrenbacher erschienen waren. Auch hat es uns 
sehr gefreut, daß wir an diesem Abend unseren Kreisleiter 
Dr. Reinhardt, Kreisgefchäftsführer Klee und Ortsgruppen 
leiter Trott begrüßen konnten. Es war wirklich eine wahre 
Dorfgemeinschaft, die in dem festlich geschmückten Saal ver 
sammelt war, und Kaffee und Kuchen fehlten nicht. Kreisleiter 
Dr. Reinhardt sprach zu uns und der Schorsche erzählte 
uns seine Erlebnisse aus der Gefangenschaft. Auch stimmten wir 
das alte Kehrenbacher Leiblied „Das Elternhaus" an. Es 
fehlten nur etliche Stimmen und das waren Eure Bässe und 
Tenöre. Wir wollen nun hoffen, daß alles in Ordnung geht, 
bis wir den Saal für Euch alle schmücken und dann unsere 
Lieder wieder zusammen singen können. 
Nun alles Gute, viel Glück und ein frohes Weihnachts 
fest Euer K. Metz. 
Ortsgruppe Zpangenberg 
Liebe Kameraden! Mehr als zwei Monate liegen hinter uns, 
seit ich Euch das letzte Mal berichtete. Vieles hat sich in dieser 
Zeit in der Heimat ereignet. Alles wird überschattet von dem 
Erlebnis des englischen Terrorangriffs auf Kassel am 22.10. 
Er hat weit in das Land hinein alle Hirne und Hände in 
Bewegung gesetzt, um die Folgen auf ein Mindestmaß für die 
betroffenen Volksgenossen herabzusetzen. Schon in der Nacht 
des Angriffs rückte unsere HZ. und die Feuerwehr mit Kom 
mandos'nach Kassel aus und griffen tätig mit ein. Am folgenden 
Tage wurde die SA. zusammen mit den Politischen Leitern und 
mit den Pgg. in Kassel eingesetzt. Unsere SA. ist dann noch 
öfters dort in Tätigkeit getreten. Zn allen Orten der Ortsgruppe 
sorgte man dafür,' daß 'möglichst viel Raum für die bomben- 
geschädigten Volksgenossen bereitgestellt wurde. Und nun leben 
sie unter uns und haben sich zum größten -Teil gut eingelebt 
mit Ausnahme derjenigen, die die Arbeit auch zum Wohnen nach 
Kassel zurückgerufen hat. Wenn Ihr heimkommt, werdet Ihr 
staunen, wieviel Leben in unsere stillen Orte eingezogen ist. Mit 
wie wenig Raum und Habe man auskommen kann, wird Euch 
dagegen nicht in Erstaunen setzen, das kennt Ihr Frontfol- 
foldaten ja. Unter den Opfern, die die Terrornacht brachte, sind 
auch einige wenige gebürtige Spangenberger zu nennen. Andere, 
die das Glück hatten durchzukommen, freuen sich nun, in ihrer 
alten Heimat gastliche Aufnahme gefunden zu haben. Ein Luft 
angriff der Engländer auf Kassel am Erntedanktag abends war 
nur der Auftakt zu der Terrornacht vom 22. 10. 43. Auch Span 
genberg war vom Feuerzauber zeitweise taghell erleuchtet. 
Brennend sauste ein Bomber rotglühend über die Stadt in 
plötzlicher Wendung über Elbersdorf hinweg, mitten in den 
Bruchbach hinein. Die verkohlten Piloten wurden noch in 
der Nacht gefunden. 
Leider muß ich Euch aus Spangenberg wieder den 
Soldatentod einiger unserer Besten melden. Ernst E n tz e r 0 t h siel 
im Osten am 29. 9. 43 vor dem Feind, nachdem er wenige 
Wochen vorher wegen seiner Tapferkeit zum Leutnant befördert 
worden war. 
Gerhard Schott, der mit Begeisterung im Kampfe stand, 
gab s ein junges Leben für Führer und Volk auf-dem italieni 
schen Kriegsschauplatz am 12. 10. 43. Es ist noch nicht so lange 
her, daß Hans Sonntag im Urlaub zu Hause war. Nun be 
klagt seine Mutter seinen Heldentod. Am 10. 10. ist er im Osten 
geblieben. Ich weiß, welch treuer SA.-Mann und Soldat des 
Führers er gewesen ist. 
Dom Spangenberger Kirmesmarkt. 
Freudig erwarten auch die Kleinsten mit Blumensträußen die 
verwundeten Soldaten.
	        

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