Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 38, November/Dezember 1943)

LIEBE KAMERADEN! 
Zum fünften Male in diesem Ringen um Sein oder Nichtsein unseres Volkes sende ich Euch die 
besten Wünsche zur Wintersonnenwende. Schwere Wochen liegen hinter uns. Die Gemeinschaft 
aller Kreisbewohner hat vielen Kasselanern ein warmes Heim bereitet, die größte Not gelindert. 
Wir sind hart geworden, entschlossen fest zu stehen, die Nerven zu behalten, in der felsen 
festen Gewißheit, daß Adolf Hitler uns zum Siege führt. 
Wieder gebe ich Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichsten Wünschen für Euer 
Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr. Ich 
grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler“ 
Euer 
SA. der NSDAP., Standarte 173 
Liebe Kameraden! 
Der Führer der Gruppe Hessen, Gruppenführer B i e i - 
stich, hat mich mit Wirkung vom 15. 11. 43 als K.-Führer 
der Standarte 173 eingesetzt. Sturmbannführer Paul H a st 
ist mit der Führung der Standarte 83 Kassel beauftragt wor 
den und hat dort die Aufgabe, nach dem Terrorangriff auf! 
Kassel die Standarte wieder neu aufzubauen. 
Die Haltung der Bevölkerung von Kassel hat wieder ge 
lehrt, daß die Feinde durch materielle Zerstörung das deutsche 
Volk nicht unterkriegen können, sondern das Gegenteil erreichen-, 
die Feinde hassen zu lernen, was es bis jetzt nicht gekonnt hat 
und im Kampf um unser Leben die letzte Kraft einzusetzen, nur 
einen Gedanken zu kennen und ein Ziel anzustreben, das ist der 
Sieg. Der Führer hat es am 8. 11. 43 in München gesagt: 
Diese total Bombengeschädigten sind die Avantgarde der Rache. 
Die SA. Kurhessens und darin im besonderen Maße die 
Standarte 173 waren mit als erste zur.Hilfe zur Stelle und 
haben im mutigen, rücksichtslosen Einsatz gerettet und geborgen, 
wo sie nur konnten und selbst die SA.-Männer von Kassel als 
Totalgeschädigte meldeten sich zum Einsatz. Dieser Geist be 
dingungslosen Einsatzes, wenn es um Gut und Blut des Volkes 
geht, den die SA. einst wiedergeboren und befreit hat aus der 
Verschüttung der Systemzeit, den Ihr draußen im Kamps täglich 
und stündlich beweisen müßt, bewährte sich in Kassel allgemein, 
und wir dürfen mit Stolz feststellen, daß der SA.-Mann dabei 
Vorbildliches geleistet hat. Ueberhaupt wäre eine sofort ein 
setzende Hilfe größten Ausmaßes ohne die Partei mit allen 
ihren Gliederungen und Einrichtungen bei derartigen Katastrophen 
garnicht denkbar. Die Partei ist das Sammelbecken der Kraft, 
des Widerstandswillens und der Gemeinschaftshilfe in der Hei 
mat und die SA. will mit ihren wenigen Männern, die noch 
daheim sind, das Stahlkorsett — wie unser Gruppenführer 
sagte — des Widerstandes und der Haltung sein. 
Nun werdet Ihr auch etwas über mich wissen wollen: Einige 
werden mich von meiner Tätigkeit als Sportreferent der SA.- 
Gruppe Hessen kennen, was ich seit Oktober 1934 war. Im Au 
gust 1939 rückte ich als Infanterist aus, machte den Frankreich 
feldzug mit und kämpfte 1941 sechs Wochen im Osten, bis ich 
am 9. 8. 41 schwer verwundet wurde. 11 Monate Lazarett, 
3/4 Jahr Ersatzbataillon, zuletzt 4 Monate im Küstenschutz an 
der Kanalküste als Leutnant und Kompanieführer eingesetzt. Als 
g. v. H.-Mann tauschte mich der Gruppenführer aus gegen einen 
SA.-Führer, der noch nicht gedient hatte und setzte mich in den 
SA.-Dienst ein. 
Außer dem Wechsel in der Führung hat es noch eine Ver 
änderung in der Standarte gegeben: Der Sturmbann 111/173 
Kreis Ziegenhain ist zur Standarte I 11 gekommen, dagegen 
ist die Standarte 88 Großalmerode als Sturmbann III in die 
Standarte 173 eingegliedert worden. Obersturmbannführer Köh 
ler ist der Führer des Sturmbannes. 
Nur wenige Wochen trennen uns von den 5. Kriegsweih 
nachten. Ihr im Osten steht seit Anfang .Juli in einem er 
bitterten Ringen gegen einen wild und mit großer mnterieillec 
Macht angreifenden Gegner. Der Bolschewist will die Entscheidung 
erzwingen, deshalb wirft er alles rücksichtslos hinein. Es wird 
ihm nicht gelingen. Wenn ihm auch, besonders durch die Gunst des 
langen Trockenwetters und der Verzögerung der Schlammperiode, 
die uns 1941 nicht beschieden war, was deshalb die Entscheidung 
verhindert hat, große Raumerfolge gelingen konnten, wenn auch 
der Kriegshimmel zur Zeit mit dicken grauen Wetterwolken 
verhängt ist, eines Tages werden sie zerreißen, und dann wird es 
wieder hell sein und dann wird es wieder vorwärts gehen. Wir 
dürfen keinen Augenblick schwankend werden und den Glauben 
verlieren. Euch im Osten brauche ich das nicht zu sagen, denn 
der Geist der Ostkämpfer ist unanfechtbar. 
Diese Vorweihnachtszeit ist ein Gleichnis für den Kampf, in 
dem unser Volk steht. Der Himmel ist tzrau, täglich setzt die 
Dunkelheit früher ein und doch ist die Natur geheimnisvoll voller 
Verheißungen. Die Finsternis liegt im Kampf mit dem Licht, 
noch bleibt sie täglich mit Minuten im Vorteil, aber es hilft 
ihr nichts, sie wird doch überwunden und am 23. 12. hat zur 
Wintersonnenwende das Licht gesiegt und wir Deutsche, unserem 
Ahnenerbe folgend, feiern diesen Sieg in unserem Lichtfeste, unser 
Weihnachten, an dem wir uns alle verbunden fühlen, mit der 
Familie daheim, mit den Kameraden, den Angehörigen der ge 
fallenen Kameraden und besonders mit Euch, die Ihr draußen die 
Heimat schützt, damit sie ihr Weihnachten feiern kann, damlit 
deutsches Gemüts- und Kulturleben, in dem Weihnachten ein 
Glanzpunkt ist, für alle Zukunft gesichert wird. Weihnachten, 
das Fest des Lichtes, soll uns ein leuchtendes Snmbol für den 
Sieg des Lichtes, für den Sieg des deutschen Volkes tm Kampf 
gegen die vom Judentum geführten Mächte der Ausbeutung, 
der Versklavung, der Zerstörung sein. Finsternis würde sich über 
die Welt senken, wenn diese Mächte siegten. Das wird nicht sein, 
weil es die Natur nicht will. Hart muß das Licht ringen, um 
sich durchzusetzen, große Prüfungen sind uns auferlegt, aber 
wir werden sie bestehen, wenn wir alle verfügbaren Kräfte 
einsetzen. 
Das soll auch wieder die Heilsbotschaft des 5. Kriegsweih 
nachten sein. In dieser Gewißheit sind wir zu Weihnachten mit 
Euch verbunden, stehen wir hier in der Heimat fest zusammen 
als „des Führers treueste Garde, die SA." 
So übersende ich Euch im Namen aller SA.-Männer der 
Standarte unsere herzlichsten Wünsche und Grüße zu Weih 
nachten 1943. Heil Hitler! 
Euer H e r ni a n n Topp, Sturmbannführer.
	        

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