Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 38, November/Dezember 1943)

Setdaten und Kametaden det kutkeSSUcken 4jeimat! 
Zum fünften Mal in diesem Kriege begeht unser 
deutsches Volk das Fest der Weihnacht. Wo immer 
auch deutsche Menschen lebten, ob im Reich oder 
fern von ihm, sie fühlten sich alle in der Weih 
nachtszeit ganz besonders stark ihrem Volk und 
Land verbunden und verpflichtet. Denn Weihnachten 
ist ein Fest der deutschen Innerlichkeit. In Sagen 
und Märchen, in Lied und Musik, in Gedicht und 
Erzählung, in Brauchtum und Sitte sprach unser 
Volk seit uralter Zeit mit der Weihnachtsfeier 
seinen Glauben an den Sieg des Lebens aus. Das in 
der Wintersonnenwende sich offenbarende ewige 
Gesetz der Natur ist ihm dafür stets das macht 
vollste Sinnbild gewesen: Aus Nacht und Tod stei 
gen siegreich das Licht und das Leben auf. Der 
Mensch ist berufen, dieses Gesetz einer ewigen 
und göttlichen Lebensordnung nicht nur in Ehrer 
bietung zu erkennen, sondern es in der Gemein 
schaft seines Volkes durch Arbeit und Kampf zu 
verwirklichen. 
Der Führer hat diese deutsche Haltung am 9. Nov. 
d. J. in die Worte gefaßt: „Ich bin religiös, und 
zwar tief innerlich religiös, und ich glaube, daß die 
Vorsehung die Menschen wägt und denjenigen, der 
vor der Prüfung der Vorsehung nicht bestehen kann, 
sondern an ihr zerbricht, nicht zu Größerem be 
stimmt.“ 
Uns hat die Vorsehung als Volk wie auch als 
Einzelmenschen in die größte Stunde unserer deut 
schen Geschichte gestellt, damit aber auch in die 
größte Prüfung. In ihr geht es um die Zukunft unse 
res Großdeutschen Volksreiches, um unser deutsches 
Leben überhaupt. In brutalster Form hat der Feind 
selbst durch den Angriff auf Kassel uns diese Tat 
sache vor Augen geführt. Wenn er dabei Frauen 
tötete, dann deshalb, weil sie die Trägerinnen 
und Erhalterinnen unseres Blutes und Volkes sind, 
wenn er dabei unschuldige Kinder mordete, dann 
deshalb, weil sie das kommende tragende Ge 
schlecht sind. ( 
Umso mehr soll der in der Weihnachtszeit aufleuch 
tende Glaube an den Sieg des Lebens und des Lich 
tes, unser Glaube an das Leben unseres Volkes 
und an den Sieg unserer deutschen Sache auf dieser 
Erde gegen alle Feinde sein. Das Licht, das wir am 
Weihnachtsbaum anzünden, soll Ausdruck dieser 
Ueberzeugung sein, in der sich Front und Heimat zu 
einer unauflöslichen Schicksalsgemeinschaft verbin 
den. Wir schulden dem deutschen Soldaten unend 
lichen Dank dafür, daß durch seinen Kampf keine 
fremde Macht den Krieg in unser deutsches Land 
tragen konnte. Gewiß verlangen die Terrorangriffe 
auf die Heimat Opfer an Blut und Gut. Sie stehen 
aber in keinem Verhältnis zu dem Unglück, das 
Deutschland getroffen hätte, wenn der Krieg sich 
nicht jenseits, sondern innerhalb seiner Grenzen 
abspielen würde. Daß wir ^uch im fünften Kriegs 
jahr in der Heimat Weihnachten feiern dürfen, dan 
ken wir Euch, Kameraden, an der Front. Wir 
wissen, daß dieses schönste Fest unseres Volkes 
seinen tiefsten Sinn verlieren würde, wenn wir 
nicht als Sieger aus diesem Kriege hervorgingen. 
Dieser Dank an unsere Soldaten ist uns zugleich 
tiefste Verpflichtung. Der Frontsoldat weiß, daß 
Männer, Frauen und Jugend in der Heimat ihre 
Pflicht erfüllen, so wie es der Führer von ihnen 
erwartet; „Es mag dieser Krieg dauern, solange er 
will, niemals wird Deutschland kapitulieren.“ 
Wenn am Weihnachtsabend deutsche Menschen in 
der Heimat, in der Familie oder in der Kamerad 
schaft vor den Lichterbaum treten, ihre ersten Ge 
danken werden der kämpfenden Front gelten, so wie 
umgekehrt der deutsche Soldat seine Gedanken auf 
die Heimat richten wird. 
Immer aber auch ist Weihnachten ein Fest der deut 
schen Familie gewesen. Eltern und Kinder erleben 
in ihm am schönsten und reinsten ihre Ver 
bundenheit in dieser kleinsten Gemeinschaft unseres 
Volkes, die aber doch seine wesentlichste Lebens 
grundlage ist. Das füreinander Einstehen-Wollen 
in einer gemeinsamen Verantwortung kommt aus 
dem Wissen an das Erbe an Blut und Geist der 
Ahnen, das in der Familie lebt und weitergetragen 
wird. Deshalb ist Weihnachten so recht das Fest 
der deutschen Mutter und ihrer Kinder. Darum wan 
dern alle Gedanken der deutschen Mütter dann zu 
ihren kämpfenden Söhnen, alle Gedanken des Sol 
daten zu ihrer Familie, zu ihren Müttern und 
Kindern. 
Unser Volk begeht diese Kriegsweihnacht nicht 
mit lautem Jubel. Sie ist für uns eine Zeit ernster 
Besinnung. Und doch darf sie vor allem für die 
deutschen Kinder auch eine Zeit der Freude sein. 
Der Wunsch, am Weihnachtsabend sich gegenseitig 
Freude zu bereiten, ist ja der schönste Ausdruck der 
Gemeinsamkeit in der Familie und im Volk. 
Daß in vielen deutschen Familien Weihnachten er 
neut der Schmerz über Angehörige lebendig wird, 
die für Deutschland ihr Leben ließen, soll uns alle 
mahnen, erst recht unsere deutsche Volkskamerad 
schaft durch Gesinnung und Tat wahrzumachen. 
Daß viele Familien das Weihnachtsfest nicht ge 
meinsam feiern können, weil Notwendigkeiten des 
Krieges es verhindern, soll uns alle erst recht hart 
machen in dem Entschluß, den Sieg zu erringen, 
der allein der deutschen Familie und unseren deut 
schen Kindern eine frohe Zukunft geben kann. 
Das Wort Schillers „Ein jedes Volk hat seinen 
Tag in der Geschichte, der Tag aber des deut 
schen Volkes ist die Ernte seiner ganzen Zeit“, 
soll heute durch unseren Kampf erfüllt werden. 
Denn die Ernte unseres Volkes nach einem viel 
hundertjährigen Ringen ist das, Großdeutsche Volks 
reich Germanischer Nation. Zu ihm und seinem 
Führer bekennen wir uns in tiefer Gläubigkeit und 
unerschütterlicher Treue am Weihnachtsfest des 
fünften Kriegsjahres, 
In diesem Glauben an unser ewiges Reich und 
Volk grüße ich Euch alle, meine lieben Soldaten 
und Kameraden unseres kurhessischen Gaues. In 
diesem Weihnachtsgruß sind zugleich alle guten 
Wünsche der NSDAP. Kurhessens für Euch ent 
halten. 
Wir glauben alle an die Stunde, in der wir das 
Fest der deutschen Weihnacht in einem siegreichen, 
freien, großen und mächtigen Reich begehen werden. 
Heil unserm Führer! 
gez. G e r 1 a n d , Stellv. Gauleiter.
	        

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