Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 38, November/Dezember 1943)

des Untermenschentums wie der verblendeten, entarteten Völker 
der sog. westlichen Demokratien, die beide, jene wie diese, dem 
von alttestamentarischer Mord- und Habgier besessenen Welt 
judentum durch seelische Aushöhlung hörig geworden sind. Bon 
der Kraft des uralten, vom Wintersonnenwendmythus ausgehend, 
durch die Jahrtausende hin arteigen gewordenen Glaubens hängt 
die Entscheidung ab in dem Ringen zwischen den zwei so ganz 
artverschiedenen Welten, die sich in Blut und Geist polar entge 
gengeboren sind. Vollendete Verkörperung dieser Glaubenskraft 
aber ist unser Führer: Folgt ihm als Träger dieser Glaubens 
kraft ein ganzes geeintes Volk in vorbehaltloser, opfer 
bereiter Hingabe, wie einst der nordische Urahn vertrauend zu 
seinem Freundgott aufschaute, dann wird der Sieg unser sein. 
(Thema unseres letzten Parteiabends.) 
Liebe Kameraden! Mit Befriedigung werdet Fhr hören, daß 
die Mängel in der Leistung unserer Wasserleitung behoben 
sind. Durch Einbeziehung einer starken Quelle am Harter 
Weg werden in Notfällen auch die Hydranten weitgehender Be 
anspruchung genügen. 
Am 20. Oktober d. Fs. wurde durch Kreisleiter Dr. 
Reinhardt und Landrat Orthwein unser neuer Bür 
germeister. Pg. Karl P i p p e r t, in sein Amt eingeführt. Fn der 
Familie P. ist das Bürgermeisteramt fast zur Tradition gewor 
den, denn auch der Vater und der Großvater haben es bekleidet; 
und zwar hat der Vater u. a. während seiner Amtszeit schon vor 
dem Weltkrieg die Wasserleitung anlegen und das Pfarrhaus 
und die Schule erbauen lassen. Altbürgermeister Hch. Hanskurt 
hat gerade noch vier Wochen vor seinem Hinscheiden die Ernen> 
nung seines Sohnes erleben können. 
Als Urlauber weilten in den letzten zwei Monaten unter uns: 
Hans Lange, Karl Otto, Wilh. Scheffer, Kurt Fasler, Wilh. 
Böde, Ernst Blum, Georg Gipper, Hch. Fischer. Werner Stein 
müller. Karl Herbold, Hans Bächt, Hans Schönewolf, Fritz 
Clobes, Theod. Schäfer. 
Das Standesamt meldet uns zwei Todesfälle: Landwirt 
Heinricb Bächt und Altbauer und Altbürgermeister Hanskurt 
Pippert. 
Den Heldentod für Volk und Reich starb Uffz. Heinrich 
Wenderoth. Wir neigen uns in Ehrfurcht vor dem Schmerz 
der Eltern. 
Liebe Kameraden! Die Heimat sendet Euch in Liebe und 
Dankbarkeit die herzlichsten Weihnachtsgrüße. Möge auch der 
Wiederaufstieg des Lichtes die Erfüllung Eurer sehnlichsten 
Wünsche bringen: Euer Konr. Weidemann. 
Altenbrunslar: Dorflinde und Kapelle Foto: Helmut S ch e r z 
Ortsgruppe Deute 
Liebe Deuter Kameraden! Wenn Ihr diesen Bericht über 
einige Ereignisse der letzten Zeit aus Euerem Heimatdorf erhalten 
habt, dann wird das Weihnachtsfest heran sein, das Ihr wie 
derum im Kreise Euerer Kameraden feiert. Alle Bewohner 
des Dorfes wünschen Euch frohe und gesunde Tage zur 5. 
Kriegsweihnacht und recht baldige siegreiche Heimkehr im kom 
menden Jahre. 
Ueber den schweren Terrorangriff auf unsere Gauhaupt 
stadt seid Ihr durch Presse, Rundfunk und Euere Angehörigen 
wohl genügend unterrichtet, und ich kann mir daher Einzel 
heiten dieser grausigen Tat der anglo-amerikanischen Mord 
brenner ersparen. Nur die große Tapferkeit sowie die staunens- 
und bewundernswerte Haltung der Volksgenossen, die Hab und 
Gut und sehr oft mehrere oder sämtliche Familienangehörige ver- 
loren haben, möchte ich nicht vergessen zu erwähnen. 
Nun etwas Neues von daheim: Geboren wurden im 
Laufe des Jahres 6 Kinder (Mädchen). Verlobungen: 
Heinrich Berninger während seines letzten Urlaubs. Verhei 
ratungen: Wilh. Krug, Ofw. Döll und Uffz. Gottfried 
Gerhold (Ferntrauung). Auszeichnungen: Adam Gerhold, 
kriegsbeschädigt entlassen, erhielt das E. K. 2. Verwundet: 
Gottfried Ringlebe und Uffz. Adam Krug. Gefallen: Den 
Heldentod starb im Osten Obergefr. Fritz Hoffmann. A u f 
Urlaub waren: K. Ieske, Hans Kümmel, tzeinr. Krug !l. 
z. Zt. auf Urlaub find Heinr. Schmidt, Heinrich Krug 1 und Karl 
Bartholmai. 
Wünsche Euch noch ein frohes und gesundes Neujahr und 
fernerhin alles Gute. Herzliche Grüße 
Euer H. S i n n i n g. 
Standesamtliche Meldungen der Ortsgruppe Deute: Trauun 
gen: Schlosser Wilh. Döll mit A. Kath. Wicke in Deute; 
Willi Weigel mit Lieschen Färber in Wolfershausen; Wilh. 
Krug mit Maria Schmidt in Deute; Wilh. Förster mit A. Kath. 
Stüssel in Altenbrunslar. Geburten: Einen' Sohn erhiel 
ten: Schütz-Mar. El. geb. Otto Neuenbrunslar; Geifer-Siebert 
Altenbrunslar: Kraft-Schäfer Wolfershausen; Döring-Schä 
fer Neuenbrunslar; Alter-Schäfer M. Wolfershausen. Eine 
Tochter: Döll-Wicke Deute; Hofmann-Reichhold Deute; Gilch- 
Schmidt Altenbrunslar; Dittmar-Iung Deute; tzoffmanu-Tröfch- 
ner Deute; Hofmeister-Hildebrand Deute. Verstorben: Orts 
diener Karl Umbach, Wolfershausen; Anna Elisabeth Voll 
geb. Werner, Deute; Witwe A. Kath. Geißer geb. Boland, 
Altenbrunslar; Rechner Konr. Dittmar, Wolfershausen. 
Zelle Altenbrunslar. 
Liebe Altenbrunslarer Soldaten! Zunächst Euch allen ein 
gutes Weihnachtsfest! Eure Gedanken werden an diesem Fest bei 
Euren Lieben in der Heimat weilen und wir sind im treuen 
Gedenken mit Euch verbunden. Euer Heimatdörfchen, das wieder 
die Spuren der Hochwasserkatastrophe verloren hat, ist mit' 
zahlreichen Kasseler Volksgenossen bevölkert und wir sind alle 
näher zusammengerückt. — Ein lieber Kamerad hat seine Treue 
mit dem Heldentod besiegelt. Adam Roh de blieb am 1.10. 
vor dem Feinde. Wilhelm Freudenstein und Otto Blumenstein 
schrieben aus der Gefangenschaft. Wir freuen uns mit ihren 
Angehörigen ob dieses Lebenszeichens. Helmut grüßt Euch alle 
mit einem Bildchen Eures Heimatdörfchens. Mit den besten 
Wünschen für das Jahr 1944 grüßt Euch mit herzlichem 
Heil Hitler Euer Hch. S ch e r z. 
Zelle Wolfershausen. 
Liebe Wolfershäuser! Die gewaltigen Ereignisse an der 
Front und in den Städten der Heimat sind so hervortretend, 
daß die kleinen Geschehen in unseren Dörfern wenig auffallen. 
Zudem werdet Ihr ja laufend von Euren Lieben über die 
Neuigkeiten aus Wolfershausen unterrichtet. Ich möchte deshalb 
nur über das schreiben, was jeden von uns angeht. 
Wir sind auch in Wolfershausen, wie im ganzen Gau, etwas 
zusammengerückt; unsere Kasseler Gäste werden sich bald ein 
fühlen, zumal sie meist bei Verwandten und Bekannten unter 
gebracht sind und dazu jetzt' die Zeit der fetten Gänse und der 
Wurstsuppen ist. Auch im 5. Kriegsjahr werden roir Weih 
nachten und Neujahr feiern entsprechend der Zeit. Die Pimpfe, 
basteln tüchtig, um die Kleinen mit Spielzeug zu versehen. 
Wo es fehlt, legt nicht nur das Alter mit Hand an, nein auch 
unsere Jüngsten zeigen stets ihren guten Willen. Wie ganz 
anders ist doch die Haltung des deutschen Menschen von 1943 
gegenüber der von 1918! Als ich vor 25 Jahren nach hier 
kam, wollte ich gern nach vier Jahren Krieg Jahre des 
Friedens und der Ruhe verleben. Ich kann aber nur vechichern,, 
daß trotz Friedensschluß ich vom Frieden wenig gemerkt habe. 
Die 25 Jahre brachten nur Kampf ums Leben. Mir find 
folgende Sätze Kurt Eggers, des deutschen Mahners, aus. 
334
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.