Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 37, September/Oktober 1943)

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fel, Wilhelm Schill, Hauptmann Bürgermeister Adam Werner- 
Guxhagen, Karl Sinning, Heinrich Nägel, Werner Schneider- 
Guxhagen. Während seines Urlaubes verehelichte sich der 
Obergefr. Helmuth Gerhold-Wollrode mit der Martha Vogels 
berg-Guxhagen. 
Noch manches hätten wir zu schreiben; aber die Schrlft- 
leitung nist „Halt!" Alles in allem, Kameraden, nur halten 
Euch weiter die Treue, mag kommen was da mag. Gläubig 
heben wir die Hände zum Himmel, der Euch und uns gnädig 
sein möge in der Stunde der Entscheidung, der wir mutig 
entgegen sehen wollen. 
In diesem Sinne griißt Euch Euere Ortsgruppe! 
Ortsgruppe Felsberg 
Liebe Kameraden an den Fronten und in der Heimat! 
Ich gebe Euch allen hier ein Bild unseres alten"Bergrecken, 
wie er noch immer über unserem Tale wacht und Euch alle in 
den Fernen griißt. 
Ihr habt lange nichts an dieser Stelle von uns gehört. 
Das soll nun in Zukunft anders werden. Aus jeder Ort 
schaft unseres Ortsgruppenbereiches soll jedes Mal ein ande 
rer Kamerad Euch mit seinen Grützen auch einen kurzen 
Bericht geben. 
So schreibt Euch nun unser alter SA-Kamerad Will). 
Wolf aus Altenburg: 
Ihr lieben Iungens da draußen und besonders mein 
lieber Karl! 
Daß unser kleines Dörfchen Altenburg durch die Tal- 
sperren-Ueberschwemmung Ziemlich stark mitgenommen war. 
habt Ihr ja so ziemlich alle erfahren, mancher von Erich 
.war in der Zwischenzeit in Urlaub hier und hat sich die Be 
scherung hier und in den anderen Ortschaften des Edertales 
angesehen. Wir haben ja allerhand Mehrarbeit dadurch ge 
habt lind der Arbeitsdienst mit seinen frischen Iungens hat 
hier im Edertal auch tüchtig zugepackt. Aber es war doch 
für uns hier in Altenburg recht schmerzlich, daß wir 'drei liebe 
Menschen verlieren mußten. Wir Altenburger werden sie nie 
vergessen! Die Grabrede unseres Kreisleiters bet der Be 
erdigung in Felsberg war mehr als nur eine flammende An 
klage gegen die Verbrecher jenseits des Kanals, seine Worte 
haben den Haß in uns gegen alles, was England heißt, nur 
noch verstärkt und den Glauben zur festen Ueberzeugung ge 
steigert. daß einmal das Sündenregister des Engländers rest 
los ausgeglichen werden wird! 
Hier in Altenburg herrschte seitdem eine recht rege Be 
triebsamkeit. Es schafft hier noch ein Kommando unserer 
O. T. an der Wiederherstellung von Aeckern und Wl'esen- 
stücken und der Begradigung des Ederufers. Es ist da'in der 
verhältnismäßig kurzen Zeit schon allerhand geleistet worden, 
das muß einmal öffentlich anerkannt werden. 
Es wird Euch sicher attch interessieren zu hören, daß in 
Altenburg eine große Voraussetzung für unseren örtlichen 
Frieden erfüllt worden ist, indem nun endlich der Erich 
allen ja sattsam bekannte Brite oder richtiger gesagt: „Süd 
afrikaner" Waurich nebst Anhang abziehen muhte. Dem 
Vernehmen nach soll er in Eckernsörde angesiedelt worden sein. 
Wir weinen ihm kerne Träne nach. 
Gesundheitlich geht es mir und den anderen hier noch 
ganz gut, was ich von Euch allen auch hoffe und wünsche. 
Es grüßt Erich alle fiir heute herzlichst mit einem kräftigen 
Heit Hitler! Euer Wilhelm Wolf. 
Auch unser Zellenleiter Baun in Lohre sendet Euch 
nachstehenden Gruß: 
Liebe Kameraden! Bei uns ist jetzt schon wieder der 
Herbst eingekehrt. Recht schöne Sonnentage waren rins noch 
bis fast Ende September beschieden. Und wenn wir jetzt so 
alles überblicken, dann müssen rür'r doch sagen, daß wir trotz 
mancher Sorgen erne recht gute Ernte eingebracht haben. 
Sonst ist aus dem Geschehen unseres Dorfes nicht viel zu 
berichten. Recht traurig war'für uns alle hier in Lohre die 
Nachricht, daß unser lieber Hermann Knarrst, den wrr alle 
ia noch als einen tüchtigen Hitlerjungen in lebendiger Er 
innerung haben, nun auch, wie so mancher andere Lohrer 
Kamerad, den Heldentod gestorben ist. Er ist doch ein sabel- 
Unsere schöne Heimat: Die Felsburg 
Haftes Kerlchen gewesen! Am 6. August 1943 wurde ihm noch 
für seinen tapferen Einsatz mit seiner von ihm geführten 
Werfergruppe das E. K. 2 verliehen und bereits am 19. 8. 43 
war er nicht mehr. Seine letzten Worte, die uns alle mit so 
unendlichem Stolz erfüllen, waren, nachdem ihn ein Granat 
splitter verletzt hatte: „Kamerad Aichberger, Du übernimmst 
die Wersergruppe. — Genau weiterfeuern, Nachrichten, weiter 
feuern." Sein Sturmführer hat es uns bestätigt, daß er bis 
zum letzten Augenblick ein vorbildlicher Führer und Kame 
rad geblieben ist! Auch wir werden sein Andenken in hohen 
Ehren halten. — Ich will nun für heute schließen und grüße 
Euch alle, insbesondere die, die ihr aus Lohre seid, recht 
herzlich und mit Heil Hitler! ' 
Euer Zellenleiter Konrad Bau n. 
Ferner schreibt Euch aus Ni oder vorschütz unser 
Blockleiter Lehrer Glaß: 
Liebe Vorschützer! Ein gutes und -reiches Erntejahr 
geht seinem Ende zu. Sonst um Briese Zeit, da rüsteten wir 
uns zum Erntedankfest, welches von der Ortsgruppe aus 
veranstaltet wurde unb seine Krönung durch die Uebertragungen 
vom Bückeberg mit der Führerrede erhielt. Wir alle freuen 
uns schon darauf, wenn wir erst mal wieder mit Euch allen 
zusammen das erste Friedenserntedankfest werden begehen 
können. Man merkt es doch, daß hier bei uns eine Anzahl 
unserer Borschützer fehlen, die unter der Fahne stehen. Auch 
unser Dörfchen mußte seinen Blutzoll leisten. Gerade in den 
letzten Wochen haben wir öfters vom Ortsgruppenleiter recht 
schmerzliche Verlustnachrichten bekommen. Unser Jakob Nach 
bar liegt in Posen in einem Lazarett, wir wünschen ihm von 
Herzen gute Genesung. 
- Sonst ist aus unserem Ort nicht viel zu berichten, dein- 
nächst mal mehr. 
Indem ich Euch auf diesem Wege meine besten Wünsche 
für Eure Gesundheit übermittele und vor allem für die mir 
übersandten Grüße herzlichen Dank sage, grüße ich Euch alle 
für die ganze Gemeinde Niedervorschütz mit einem kräftigen 
Heit Hitler! Euer Ioh. Glaß, Blockleiter in Niedervorschütz. 
* 
Soweit die drei Ortschaften! und Felsberg? — Einem 
Kameraden schrieb ich kürzlich mal, hier sei alles noch beim 
Alten. Er meinte in seiner Rückantwort, das sei nicht ge 
rade gut! Na, wie man's nimmt. Auszusetzen wird es immer
	        

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