Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 34, April 1943)

Ortsgruppe Malsfeld 
Liebe Soldaten! 
Für die vielen Briefe und Karten, die mir von Euch zuge 
gangen sind, danke ich recht herzlich. Und so möchte ich Euch 
heute wieder als Sprecher der Ortsgruppe, von allen Politischen 
Leitern, Parteigenossen und Bolksgenssen und selbstverstänoiich 
von mir selbst, herzlich grüßen und Euch allen viel Soldatenglllck 
wünschen. 
Am Sonntag, den 21. März, haben mir eine sehr schöne 
Feierstunde zur Iugendverpslichtung in Beiseförth durchgeführt. 
Der Kellner'sche Saal war bis auf den letzten Platz besetzt 
und Sonntags darauf hatte die NS-Frauenschaft Malsfeld ihr 
lOjähriges Bestehen. Im Mittelpunkt dieser Feierstunde stand 
die Rede des Kreisleiters Pg. Dr. Reinhardt. Natürlich 
weilen bei allen unseren Zusammenkünften unsere Gedanken auch 
stets bei Euch. 
Leider haben ivir auch wieder einige Gefallene zu beklagen. 
Es sind dies: Heinz P reutz, Hans Geßner, Emil H e r- 
w t g - Malsseid; Heinrich Müldner Harti Sauer, Adam 
Garde- Beiseförth; Georg Kerste - Dagobertshausen; Ludwig 
P loch, Heinrich Eck Hardt - Elfershausen. Das Opfer der 
Helden verpflichtet uns, daß wir unsere ganze Kraft einsetzen für 
den Sieg. 
Durch den Tod des Heinz Preuß verliert die Ortsgruppe 
einen tüchtigen Mitarbeiter. 
Es wurden befördert: Georg Ludwig-Malsfeld zum Leut 
nant, Gustav R ö h n e r t zum Unteroffizier. 
"Ausgezeichnet mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Kl. mit 
Schwertern wurde Ussz. Röhnert. 
Unser lieber Karl L a n d e s f e i n d hat sich mit Frl. Elisa 
beth S ch e r b aus Helmshausen verlobt und beide werden bald 
ein glückliches Paar sein. 
Das Standesamt meldet im 1. Vierteljahr 1943: Geburten: 
Dietrich Wilhelm Schmidt, Ursula Minna Schmelz, Mari 
anne G c'e ß l e r Malsfeld: Volker Sauer, Alfred König, 
Klaus Dieter S t ä h l i n g - Beiseförth. Eheschließungen: Iohs. 
Gustav Günther- Eiterhagen mit Elisabeth H o m m e l - Beise 
förth; Bernhard T r t e s ch m a n n - Beiseförth mit Anna G r ö p- 
p e t - Konnefeld; Heinz A ck e r m a n n mit Erna Laus -Mais- 
feld. Sterbefälle: Dorothea Karoline Deitert geb. Kehl, Beisck 
förth, 82 Jahre alt; Amalie Fischer geb. Neebe, Beiseförth, 
75 Jahre alt; Therese Fisch geb. Botte, Malsfeld, 65 Jahre 
alt: Barbara Elisabeth Wein eck geb. Wicke, Malsfeld, 56 
Jahre alt. 
Mit großer Spannung verfolgen wir die Ereignisse an 
allen Fronten. Unsere Gedanken sind bei Euch. Es grüßt Euch 
die Heimat. 
Heil Hitler! Euer Gg. Bläsing. 
Ortsgruppe Altmorschen 
Liebe Kameraden! 
Wenn Euch diese Zeilen erreichn, hat der Lenz in der Hei 
mat seinen Einzug gehalten. Während die Kameraden im Westen 
sich schon längst der wärmenden und belebenden Frühlingssonne 
freuen konnten, werden die Kameraden an der Ostfront froh 
sein, wenn die eisigen Ostwinde und Schneestürme endlich 
vorüber sind, der Winter seinen Abschied nimmt, und wieder 
Grün und Blumen die Erde schmücken. Bei uns meinte es der 
Vorfrühling Heuer besser denn je. Schon vor vierzehn Tagen 
pflückten die Kinder die ersten Veilchen am Weinberg, an den 
Rainen des Frauenbergs, auf den Wiesen und in den Gärten. 
In den Borgärtchen der Bahnhofsstraße und auf dem Else blühen 
die zeitigen Blumen. Der Star i.st 'wiedergekommen und. 
flötet morgens und abends feine munteren Weisen. Das baldige 
Frühjahr ließ anch die Menschen nicht im Hause. In den letzten 
Wochen herrschte auf den Feldern munteres Leben und Treiben. 
Die Bestellungsarbeilen gehen bei dem trockenen Wetter gut 
voran. Hafer, Sommergerste und bergt, wurden größtenteils 
im Mürz gesät. 
Liebe Soldaten, schon im letzten Heimatbrief schrieb ich 
Euch einiges von unserer „Talsperre" im Bachgraben. Heute 
kann ich mitteilen, daß die Staumauer bereits vollendet ist. 
Durch ihren freiwilligen Sondereinsatz am 14. März hat die 
Feuerwehr ein gutes Stück dazu beigetragen, daß die Mauer 
so schnell hoch kam. Bei dieser Gelegenheit tranken wir auch 
das erste Wasser, das über die Mauer floß, d. h. es war Mals 
felder Bier, das aus einem Füßchen, welches vor der Mauer 
brüstung angebracht war, geschenkt wurde. Bald werden ebenso 
die Verschönerungsarbeiten, die ein solches Vorhaben mit sich 
bringt, beendet sein. Wenn dann der eine oder der andere von 
Euch auf Urlaub kommt, kann er selbst sehen, welche Arbeit 
hier unter kriegsbedingten Verhältnissen geleistet wurde. 
Am 6. Mürz hatte das Arbeitsdienstlager die Ortseinwohner 
zu einem Dorf-Nachmittag in den Wickenhof eingeladen. Zu 
der Veranstaltung waren auch der Kreisleiter und der stelle». 
Landrat erschienen. Die Maiden bereiteten uns allen ein paar 
frohe unterhaltsame Stunden. Der Volkstanz unter Mitwirkung 
der HI. erweckte allgemeine Bewunderung. Ebenso wurden den 
musikalischen und gesanglichen Darbietungen starker Beifall ge 
zollt. Eine besondere Leistung war die Aufführung des Mär 
chens: „Das kalte Herz!" Es war eiu schöner Nachmittag für 
die Dorfgemeinschast, wie wir ihn uns noch oft wünschen. 
Die Kriegerkameradschaft hielt am 14. März ihren Iahres- 
appell ab. Der Kameradschaftsführer gedachte der durch den 
Tod abgerufenen Kameraden. In jedem Fall wurden 30 RM. 
Sterbegeld an die Angehörigen gegeben. Das Schießen für das 
WHW. erbrachte einen ansehnlichen Betrag. Die Kameradschaft 
zählt z. Zt. 80 Mitglieder. 
Auf Urlaub weilten in den letzten Wochen: Gren. Gustav 
Hinz, Gesr. Konrad Pfaffenbach, Obergefr. Jakob 
Becker, Obergefr. Adam L i e b e ck und Gesr. Martin G i p p e r. 
Ins Lazarett gekommen ist Soldat Hermann G i p p e r. Wir 
wünschen ihm gute Erholung. 
Gesr. Georg Mülle r-Ältmorschen, wurde bereits im Januar 
mit dem E. K. 1. Kl. ausgezeichnet und ab 1. März wegen 
Tapferkeit vor dem Feinde zum Unteroffizier befördert. Wir 
gratulieren herzlich! 
Nun noch einige Familien-Nachrichten: Gottfried Wagner- 
Altmorfchen bekam zu seinen drei Jungen ein Mädchen. Ge 
traut wurden Lehrer Otto Möller- Eubach mit , Dina 
Pfaffenbach geb. Ludwig, Altmorschen; Reichsbahnbetr.- 
Anm. Heinrich S e m m l e r - Altmorschen (z. Zt im Westen) 
mit Dorothea D e i st - Eubach. 
Der Aufruf des Führers zur totalen Kriegführung ist auch 
in unserem Dorf auf fruchtbaren Boden gefallen. Viele Frauen 
sind dem Rufe gefolgt. Sie wollen einen Platz im Kriegs 
einsatz ausfüllen. Die Heimat weiß, was sie der Front 
schtildig ist. Ihr werdet den Feind eines Tages endgültig 
niederwerfen. Wir alle wollen mitwirken an den Voraussetzun 
gen, die den Sieg erringen helfen. 
In diesem Geiste übermittle ich Euch die herzlichsten Grüße 
der Heimat und verbinde damit meine besten Wünsche für Euer 
ferneres Wohlergehen. 
Euer A. S ch m i d t. 
Ortsgruppe Heinebach 
Liebe Kameraden der Ortsgruppe Heinebach! 
Heute will ich Euch aus Eurer Heimat die herzlichsten Grüße 
im Namen der Ortsgruppe übermitteln. Unser Ortsgruppen 
leiter ist zur Zeit zu einem Besuch seiner jüngsten Tochter ins 
Wartheland gefahren und ivird voraussichtlich noch einige Tage 
dort verweilen. Es sind viele Zuschriften und Rätsellösungen 
eingegangen, ein Zeichen, daß die Verbundenheit zwischen Heimat 
und Front fest und unerschütterlich ist. Am Heldengedenktag 
haben wir Euer aller gedacht, besonders derer, die ihr Höchstes 
für Deutschland gegeben haben. Leider sind auch in den letzten 
Wochen einige Trauernachrichten zu uns gekommen. Helmut 
K l e i n f ch m i d t (Schulstraße) und Hermann S ch m i d t (Stief 
sohn von Karl Bier) sind den Heldentod gestorben. Oberfeldwebel 
Otto Schlei n, der mehr als 300 Feindflüge hinter sich hat, 
ist im Osten von einem Feindflug nicht zurückgekehrt. Wir 
bringen allen Angehörigen unsere tiefste Anteilnahme entgegen. 
Ihr Tod verpflichtet die Heimat zu noch größerer Treue und 
Dankbarkeit. Augenblicklich weilen viele Soldaten von .der 
Front hier in Urlaub, ein Zeichen, daß die große Gefahr gebannt 
und wir wieder zuversichtlich in die Zukunft schauen können. 
Am 28. März fand die Verpflichtungsfeier im Jugend 
heim statt. Die Feierstunde war gut besucht und Pg. S ch ü lbe - 
Melsungen verstand es, die Jugend und alle auf die großen 
Pflichten dem Vaterland gegenüber hinzuweisen. 
Nun, liebe Kameraden, wünschen wir Euch weiterhin alles 
Gute und viel 'Soldatenglück. 
Es ist eine herrliche Aufgabe für das zu kämpfen, was ein 
Ullrich von Hutten als letztes Wort auf seinem Sterbebette aus 
rief: „D e u t f ch l a n d". 
Es grüßt Euch mit Heil Hitler 
Euer Otto H e ck m a n n. 
Die Lösung der Rätsel in Nr. 32 der Zeitschrift „Unser ist 
der Sieg" lautete: 12 RM.. 5 RM., 5 RM., 6 RM., zusammen 
28 RM. Richtige Lösungen sandten ein: Martin Hohmann-Heine- 
bach, August Hast-Neumorschen, Georg Schmidt-Spangenberg, 
Heinrich Imming-Felsberg, Willi Stöbel-Altmorschen, Wilhelm 
Küllmer-Altmorschen, Georg Riemenschneider-Heinebach, Karl 
Erbert-Felsberg, Georg Abel-Adelshausen, W. Walther-Beise- 
sörth, Aug. Geyer-Körle Webelius-Altenbrunslar, Adam Kilian- 
Gensungen, Georg Albrecht-Heinebach, Heinz Preßler-Beise- 
förth, Schmeitzer-Ältmorschen, Konrad Kropf-Felsberg, Will). 
Kerst-Neumorschen, Kurt Kurzrock-Elbersdorf, Georg Schröder- 
Körle, Heinr. Liebers-Felsberg, Martin Rohde-tzeinebach, Paul 
Freilag-tzcinebach, Karl Wei'-Nenmorschen und Erich Reinecke. 
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