Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 34, April 1943)

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Kurhessens Ehrenmal wurde zum Fanal für Deutschland 
Heute und für alle Zukunft, solange Deutschland lebt, 
wird das Gauehrenmal auf dem Heiligenberg im Kreise 
Melsungen eine heilige Stätte unseres ganzen deutschen Vol 
kes sein und bleiben. Unsere kurhessischen Berge, mit ihren 
Städten, Dörfern, Tälern und Flüssen, sie liegen jetzt ganz 
anders, viel schöner, klarer und reiner vor uns, als wir sie 
je gesehen haben. 
Heute wissen wir es, daß es kein Zufall war, daß unser 
Gauleiter und Staatsrat Pg. W e i n r i c h den heiligen Berg 
im Kreise Melsungen als den Träger unseres schönen Gau 
ehrenmals bestimmen mußte. Heute sehen wir es und für 
Jahrtausende wird es das ganze deutsche Volk sehen, warum 
uns dieser Berg heilig ist. Gehen wir hinauf zu ihm, unserem 
Heiligenberg, zu unserem Ehrenmal, und blicken wir hinunter: 
Nur wenige Kilometer, dort liegt Guxhagen-Breitenau, dort 
stand die Wiege, die Wiege des Eichenlaubträgers, des 
Generalfeldmarschalls Paul u s. 
Und schauen wir weiter von unserem Heiligenberg über 
unsere um uns liegenden Kurhessenberge, über unsere Täler, 
Städte und Dörfer; Dort standen tausende von Wiegen un 
serer Helden von Stalingrad. Vorwiegend standen 
unsere Regimenter an der Wolga für Deutschland und 
kämpften und starben. Es wird kaum ein Dorf und es wird 
keine Stadt in unserem Gau sein, zu der wir vom Heiligen 
berg blicken können, wo nicht Wiegen standen derjenigen 
Helden, die niemals von dort zurückkehren werden. 
Aber es wird auch kein Dorf und auch keine Stadt 
geben, wo das hohe Lied der Helden von Stalingrad ewig 
so rein klingen wird, als hier oben. Solange Kurhessen lebt 
und solange Deutschland lebt, werden sie Künder und Mah 
ner sein, Künder und Mahner vom ewigen deutschen Sol 
datentum, von Hingabe, von Kameradschaft und von Opfer 
bereitschaft und nicht zuletzt von der ewigen Gemeinschaft 
unseres Volkes. , 
Der Nationalsozialismus, vom Führer in Deutschland zur 
Macht gebracht, hat ein einziges, großes Ziel, nach diesem 
Ziel ist alles abgerichtet und eingestellt. Unser Programm, 
unser Schaffen, unsere Feierstunden und unser großer Hel 
denkampf, alles hat nur ein Ziel, es heißt: 
Ewige Erhaltung unseres deutschen Volkes! 
Das hohe Lied unserer Helden von Stalingrad, ihr Leben, 
ihr Kampf, ihr Heldentum und ihr Sterben, wird in der 
Geschichte unseres Volkes ewig leben. 
Ihr deutschen Mütter und all ihr deutschen Frauen und 
all ihr deutschen Buben und all ihr deutschen Mädels un 
seres Kurhessengaues, kommt alljährlich einmal hinauf zu 
unserem heiligen Berge und schaut hinab zu unseren Dörfern 
und zu unseren Städten. Dort standen ihre Wiegen, die 
Wiege des Feldmarschalls Paulus und die tausenden von 
Wiegen unserer toten Helden, und wenn ihr richtig hin 
schaut, nicht nur jetzt, sondern immer in jedem Jahr, in 
zehn Jahren, in fünfzig Jahren, in hundert Jahren, ja selbst 
noch in tausend Jahren, dann werdet ihr sehen, daß nicht 
nur dort ihre Wiegen standen, nein, ihr werdet sehen, daß 
sie leben. Sie leben und werden ewig leben! Sie werden 
ewig künden und ewig mahnen und ewig rufen: Schaut auf 
uns, hier ist Deutschland! 
Und wenn nach dem großen Endsieg an dem Ehrenmal 
des Heiligenberges die bronzenen Ehrentafeln der Gefallenen 
aus jedem einzelnen Dorf und jeder Stadt die Namen der 
nicht zurückgekehrten Helden und besonders der Helden von 
Stalingrad in goldenen Lettern leuchten werden, dann werden 
diese Namen ewige Fanfarenstöße des Heiligenberges sein. 
Diese Fanfaren werden hell erklingen, hell und rein über 
unsere Kurhessenberge, Dörfer und Städte hinaus über ganz 
Deutschland. Sie werden immer Mahner und Künder sein. 
Sie werden uns immer daran erinnern, daß ihr Kampf und 
ihr Sterben nichts anderem galten, als der ewigen Erhal 
tung unseres Volkes. 
Ihr deutschen Mütter, ihr deutschen Frauen, ihr deut 
schen Buben, ihr deutschen Mädels und ihr ewigen deutschen 
Soldaten, das soll auch unser ewiges Wollen bleiben: Ihnen 
nachzueifern, ihnen nachzuleben, ihnen nachzuopfern und, 
wenn es sein muß, so wie sie zu sterben, in Treue, in 
Kameradschaft vom Feldmarschall bis zum letzten Musketier 
und Grenadier. Denken wir immer daran, daß ihr letzter 
Funkspruch lautete: Es lebe der Führer, es lebe unser 
Deutschland! — — Und dann war alles still. — — Ja es 
war alles still. — — Ganz Deutschland war still und horchte 
auf. — — Der Heldenkampf von Stalingrad wurde zum 
Fanal, sie alle wurden zum Fanal: Der Feldmarschall und 
seine Generale und die ganze Gemeinschaft dieser ruhm 
reichen 6. Armee. Sie waren still geworden, ihr Kampf 
war beendet. Ihr Kampf, ihr Leben und ihr Sterben aber 
war Sieg — Sieg und wird Sieg bleiben. Deutschland wird 
siegen, wird ewig unbesiegbar sein, es wird ewig leben. 
Heiligenberg, so schön da droben, so wirst du ewig blei 
ben. Um dich herum standen ihre Wiegen, lebten die Väter, 
Mütter, Frauen, Bräute, Brüder und Schwestern der Helden 
von Stalingrad. Hier wird dereinst wie bei den Spartanern 
im allen Griechenland geschrieben stehen: „Wanderer, wenn 
du zum Heiligenberge kommst, dann blicke nach Osten und 
schau auf unser Land, schau auf unsere Geburtsstätte und 
schau auf unser Sterben. Und dann, o Wanderer, höre un 
seren letzten Funkspruch, er rief: Es lebe der Führer, es 
lebe unser Deutschland!“ Dieser Ruf darf nie verhallen. Er 
soll von diesem heiligen Berge aus immer ertönen. Hier 
standen ihre Wiegen und dort fern im Osten sind ihre 
Gräber. Von hier und von dor) erklingt ihr ewiger Ruf: 
Es lebe der Führer, es lebe unser Deutschland, 
es lebe ewig unser Volk! 
Hast. 
Die Kreiswaltung Melsungen der Deutschen Arbeitsfront berichtet: 
Liebe Kameraden! 
Lange ist es Her, daß ich Euch nicht schreiben konnte. Ihr 
werdet das entschuldigen, denn ich habe reichlich Arbeit und gebe 
mir auch die größte Mühe, die Arbeit zu meistern. Es ist nur 
ein Bruchteil von der Arbeit und den Leistungen die Ihr dort 
draußen in Kälte und Frost, in Staub und Sonnenschein voll 
bringen müßt. Dieser harte Kampf muß geführt werden, denn 
es geht um das Dasein des ganzen Volkes. Wir in der Heimat 
tun alles um Euch, meinen lieben Kameraden, die Waffen zu 
schmieden, die für den Kamps nötig sind. Der Kampf ist ein 
Lebensgesetz und erfordert den Einsatz und die Leistungen eines 
jeden Einzelnen, damit die Zukunft gesichert ist. 
Ich kann als alter Frontsoldat ermessen, was es heißt, ohne 
Dach über dem Kopf bei eisiger Kälte draußen zu sein. In 
Gedanken sind wir immer bei Euch. Wir wissen, daß wir 
im vergangenen Winter Schläge versetzt bekommen haben, aber 
auch hier wollen wir uns an den Worten eines Clausewitz auf 
richten, welcher einmal sagte: „Wer keine Schlüge ein 
stecken kann, i st auch nicht berechtigt, Siege e i n- 
z u st e ck e n." 
Wenn nun unsere Feinde glauben, uns mit den Terrorangrif 
fen auf unsere deutschen Städte und die Bevölkerung mürbe zu 
machen, so sind sie im Irrtum. Im Gegenteil, die Heimat wird 
gemeinsam mit Euch weiterkämpfen, bis der Endsieg errungen 
ist. Heldentaten sind im Kampf gegen den Bolschewismus voll 
bracht worden, und ein Held ist der, der alles für sein Volk 
einsetzt und, wenn es sein muß, auch sein Leben gibt. 
Hier in der Heimat sind viele Veränderungen getroffen wor 
den, und Ihr könnt beruhigt fein, daß alles getan worden ist, 
um jeden Einzelnen zufrieden zu stellen. Ob arm oder reich, 
alles muß dazu beitragen, daß auch die letzte Schlacht geschlagen 
wird. Tapfer und treu sind die deutschen Menschen tn den Be 
trieben und es konnten wieder folgende Arbeitskameraden und 
Kameradinnen ausgezeichnet werden, die 25 Jahre und länger 
an ihren Arbeitsstätten tätig sind: 
Anna Pfeiffer-Melsungen (A. Bernecker), 25 Jahre, 
I. Heinzerling- Melsungen (Salzmann & Comp.), 25 Jahre, 
Berta Wollen Haupt- Melsungen (B. Braun), 25 Jahre, 
Heinrich Graf (G. W. Salzmann-Spangenberg), 40 Jahre, 
Marie A l b r e ch t - Altmorschen (Staatl. Kreiskasse). 25 Jahre, 
L. Riemen schneidet- Körle (Cass. Basaltwerk), 25 Jahre, 
Dorothea Wittich - Melsungen (B. Braun), 25 Jahre 
Anna Lotz - Melsungen (B. Braun), 25 Jahre, 
Heinrich F r a n k e - Adelshaufen (Salzmann L Comp.), 25 Jahre 
Wilhelm Jakob-Melsungen (Salzmann L Comp.), 25 Jahre, 
Karl K r a ß - Empfershausen (Cass. Basaltwerk), 25 Jahre, 
Emil Winter-Eiterhagen (Cass. Basaltwerk), 25 Jahre, 
I. S ch u h m a n n - Melsungen (Salzmann & Comp.), 25 Jahre. 
Im Monat Februar wurde der Betriebsleiter der Fa. Salz 
mann & Comp., Pg. Dittmar - Melsungen, für 50jährige Be 
triebszugehörigkeit ausgezeichnet. 
Am 26. März stattete mir der frühere Ortssachwalter der 
DAF., Pg. B r e h m - Hcinebach, einen Besuch ab, über den ich 
mich sehr gefreut habe. Als Gefreiter trat er im Jahre 1940
	        

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