Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 29/30, den 1. Dezember 1942)

hochbeladenen Wagen auf die Bahnhöfe fahren zum Verladen. 
So ging es Tag für Tag, damit noch vor Frosteintritt alle 
Volksgenossen in den Städten versorgt waren. Die Aussaat 
ist soweit beendet. 
Die Schulkinder sind das ganze Jahr am Sammeln, jetzt 
z. B. Hagebutten, Schlehen und Mehlbeeren. Auch gehen sie 
Tag für Tag, solange das schöne Wetter anhält, in den Wald 
und sammeln Bucheckern. 
Liebe Kameraden! Auch grüßt Euch unser Ortsgruppen 
leiter Wiegand, welcher zur Zeit in Urlaub ist. 
Gefr. Karl D i l ch e r wurde mit dem E. K. 2. Klasse aus 
gezeichnet und Gefr. Arn. Stieglitz ist verwundet. 
Auch möchte ich Euch bitten, sobald sich die Feldpost 
nummer eines Kameraden ändert, uns zu benachrichtigen, 
damit die Heimatzeitung „Unser ist der Sieg" an die neue 
Adresse geschickt werden kann. 
Zum Schluß wünsche ich Euch, liebe Kameraden fern der 
Heimat, ein fröhliches Weihnachtsfest und ein glückliches neues 
Jahr im Glauben an den Sieg und an ein Großdeutschland! 
Heil Hitler! Sämmler, Ortsgruppenleiteri.V. 
Unsere schöne Heimat! Der Amselhof bei Wolfershausen. A»fn. Fr. Don 
Liebe Kameraden! Wenn Euch diese Zeilen erreichen, wer 
det Ihr an Weihnachten denken. In diesem Sinne begleiten 
Euch alle unsere besten Wünsche! 
In treuer Verbundenheit Eure Ortsgruppe Pg. Riese. 
Ortsgruppe Harle 
Liebe Kameraden! Die besten Grüße aus der Heimat 
sendet Euch die Ortsgruppe Harle. 
Run geht das Jahr 1942 seinem Ende zu und das Weih 
nachtsfest steht vor der Tür. Hoffentlich wird der kommende 
Winter nicht so kalt wie der vergangene, denn da habt Ihr 
Unmenschliches geleistet und aus-, 
gehalten. Wenn man dieses Früh 
jahr einen Blick auf die Win 
tersaat warf. so sah es beinah 
aus, als wenn die Natur auch 
gegen uns wäre, aber als die 
Sonne höher kam, da entwickelte 
sich die Saal doch. Trotzdem 
mußten viele Aecker neu aus 
gestellt werden und im Durch 
schnitt war die Ernte gut. 
Auch hatten wir in diesem 
Sommer ein richtiges Erntew t- 
ter, sodaß die Ernte mit den 
wenigen Leuten, welche den 
Bauern zur Verfügung standen, 
in kurzer Züt geborgen w.rden 
konnte. Bei der Kartoffelernte 
kann man auch von einer Re 
kordernte sprechen. Wie Aepfel 
lagen dieselben auf den Furchen. 
Gleich zu Beginn der E.n e sah 
man auch schon die Bauern mit 
Ortsgruppe Heinebach 
Liebe Soldaten! Süß und lieblich ertönen die Heimat 
glocken von unserem alten Kirchturme und läuten das Fest 
der Liebe und Freuden ein. Das ganze Jahr hindurch war es 
unser innigster Wunsch, dieses Familienfest gemeinsam mit 
Euch verteilen zu können. Das Schicksal hat es nun anders 
bestimmt. Nachdem es uns so recht klar geworden ist, wie 
furchtbar sich der Bolschewismus ausgerüstet hatte, erkennen 
wir erst die gefahrvolle Zeit, in welcher wir gelebt haben. 
Wären diese Horden über unser Land gezogen, so hätten wir 
alle ein frühes Grab gefunden. Daher wollen wir dem 
Schicksal dankbar sein, welches uns den großen deutschen 
Führer sandte. Nur er allein hat die große Gefahr zuerst 
erkannt und war daher unseren Feinden zuvorgekommen. 
Sonst ist in unserer Ortsgruppe noch alles in bester Ord 
nung. Durch das schöne Wetter konnten die Feldarbeiten 
rechtzeitig beendet werden. Nach allen Vorzeichen scheinen wir 
einen müden Winter zu bekommen. Leider muß ich Euch auch 
die traurige Mitteilung machen, daß Leutnant Horst Heuser 
gefallen ist. Alle, die ihn gekannt haben, betrauern diesen 
guten Menschen. Auch in der Zelle Niederellenbach geht 
alles seinen gewohnten Gang. Nur unter den Mädchen ist so 
eine gewisse Mißstimmung. Diese waren bei mir und haben 
sich beklagt, daß die Sache mit den Spinnstuben nicht so 
recht klappen wollte und baten mich, doch in dieser Hinsicht 
Unsere schöne Heimat! 
Die Harler Mühle. Druckerei-Archiv 
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