Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 24, den 1. April 1942)

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Ortsgruppe Körle 
Noch einige Wochen und die Natur erwacht wieder zu 
neuem Leben. Der Landmann wird wieder wie in vergangenen 
Jahren die dampfende Scholle bearbeiten und ihr Samen 
und Pflanzen zur neuen Ernte anvertrauen. Er wird auch in 
diesem Lahre sein Möglichstes tun, um die Ernährung sicher 
zustellen, trotz der Schwierigkeiten, die zu überwinden sind. 
Viele von Euch Kameraden haben in den letzten Wochen 
Briefe an die Ortsgruppe geschrieben. Wir freuen uns immer, 
etwas von Euch zu hören und danke ich hiermit für alle 
Zuschriften. 
Aus unserer Tätigkeit ist diesmal nicht viel zu berichten, 
denn dies tat ich bereits in meinem letzten Bericht. Unsere 
Gemeindeversammlungen halten wir noch je nach Notwendig 
keit ab. Urlauber waren in diesem Winter wenig hier und so 
konnten wir unsere Kameradschaftsabende wie im Winter 
1940/41 nicht durchführen. 
Dank der politischen Voraussicht und der genialen mili 
tärischen Führung unseres Führers und Eurer bewunderns 
werten Tapferkeit, liebe Kameraden, ist unsere Gesamtlage 
günstig. Allem Anschein nach wird das Jahr 1942 militärische 
Entscheidungen von weittragender Bedeutung bringen. Die 
Heimat steht hinter dem Führer und Euch und hilft ihr Teil 
mit beitragen zum Endsieg. 
Mit dem Wunsch, daß es Euch, liebe Kameraden, ferner 
hin wohlergehe, grüßt Euch mit frohem „Sieg Heil!" 
die Heimat und Euer A. Ar end. 
Ortsgruppe Guxhagen 
Liebe Kameraden! Wieder ist ein Monat vergangen, seit 
ich Euch die letzten Heimatgrüße sandte, die hoffentlich inzwi 
schen in Eure Hände gelangt sind. Dankbaren und stolzen 
Herzens hörten wir von den kühnen Taten unserer Wehrmacht 
zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Wenn auch der Winter 
draußen alles in seine Fesseln schlug, so konnte er nicht ver 
hindern, daß die deutsche Heimatfront unentwegt weiter ihre 
Pflicht tat, in Kameradschaft der Front die Treue zu halten. 
Erfreuliche Ergebnisse des Winterhilfswerkes können wir ver 
zeichnen. Und doch stehen diese Leistungen bescheiden neben 
Euerm. Einsatz von Blut und Gut. das Ihr stündlich einzu 
setzen bereit seid. um uns den Frieden und die Ordnung im 
Lande zu erhalten und den Sieg zu erringen. 
Am 31. Januar 1942 trafen wir uns zu einer Politischen- 
Leiter-Besprechung im Lokal Grunewald. wo wir mit dem 
letzten Zeitgeschehen und den notwendigen Durchführungsbestim 
mungen der Gegenwart bekannt gemacht wurden, die darin 
gipfelten, durchzuhalten und dem Dank an Führer und Front 
durch stets wachsende Opferfreudigkeit Ausdruck zu verleihen. 
Zu einer würdigen Feierstunde waren die Mitglieder der 
Ortsgruppe anläßlich des ParteiqründungsMges am 24. Fe 
bruar 1942 im Parteilokal Riedemann versammelt, in deren 
Mittelpunkt neben der Heldenehrung die durch Tiefe und Klar 
heit sich auszeichnende Ansprache des Pg. Riedemann stand. 
Vorträge unseres kleinen Ortsgruppenorchesters und vater 
ländische Kampflieder umrahmten den Abend. 
Zur Förderung und Ausgestaltung unseres dörflichen Le 
bens (Aktivierung der Dorfkultur) wurde auch in unterem 
Ortsgrupvenbereich ein Dorrend in besten Dienst 
sich alle stellten, die einen Beitrag liefern konnten. Unser Ge- 
sanaverein. besten Führung z. Zt. Pa. Riese übertragen wurde, 
wirkte mit. Nach dem Witlen unseres Führers bat seder 
Deutsche die Bsticbt seine Kraft und sein Können da pinrn- 
setzen. wo es erforderlich ist. und ^0 wost-m auch wir in der Heimat 
alles tun. was zum Endsteg unseres Volkes beitragen kann. 
Van der Front liefen nur spärliche Nachrichten ein. Pq. 
Mar Münzer, Träger des goldenen Ehrenzeichens der 
NSDAV.. wurde zum Gefreiten ernannt. Wir gratulieren! 
Auf Urlaub weilte unter Bürgermeister. Oberleutnant Adam 
Werner, der über ein Lahr an der Fragt gewesen ist und 
endlich die langersehnte Heimat im Kreise seiner Liehen wieder 
sehen durfte. 2m Lazarett zu Tier liegt z. Zt. Ufsz. Kurt 
Reufe aus Büchenwerra. Oberfeldwebel Justus Werner 
sucht Heilung von einem Hüftsteckschuß im Elisabeth-Kranken 
haus zu Kassel. Wir wünschen allen verwundeten Kameraden 
recht baldige Genesung und einen frohen Heimaturlaub! 
Von einem schweren Schicksalsschlag wurde die Familie 
Christian Weidling in Albshausen getroffen, deren einziges 
Söhnchen beim Schneeschuhlaufen tödlich verunglückte. 
Liebe Kameraden! Wie wir gern die Heimat zu Euch 
sprechen lassen, so sind auch wir erfreut über jede Zeile von 
Euch. Insonderheit teilt uns mit, ob „Unser ist der Sieg" 
auch in Eure Hände kommt oder nicht, oder ob Ihr sonst 
Wünsche auf dem Herzen habt. Wir sind für jede Anregung 
und über jede Nachricht, auch in Bezug auf Beförderung, 
dankbar. Indem wir auch weiterhin alle Kameraden drinnen 
und draußen Heil und Sieg wünschen, grüßt Euch im Namen 
Eurer lieben Heimat mit 
Heil Hitler! Euer Fritz Riese, Presseamtsleiter. 
Ortsgruppe Hemebach M«4 
Es gingen noch Lösungen ein: vom Schmandschorsche: 
Oberm. G. Bauer, Gefr. L. Koch (Mörshausen). Gesr. Schade 
(Melgershausen). Obergefr. Fritz Gerlach (Heina). 
Von den HF-Iungen: Obersoldat Hch. Schmoll (Rhünda). 
Löser der Aufgabe vom Onkel Werner aus Malsfeld: 
Uffz. Karl Möller (Melsungen), Orbeitsmann Friedrich Bran 
denstein (Spangenberg). Arbeitsmann Hans Frank (Spangen 
berg). Gefr. Georg Brassel. Uffz. Wilh. Schlegel (Neumor 
schen). Gesr. Ackermann (Ostheim). Uffz. Karl Änacker (Adels 
hausen). Gefr. Gg. Schmidt (Spangenberg). Otto Beinhauer 
(Elfershausen), G. Stange (Heinebach). Hans Umbach (Gux 
hagen). Gefr. Mathias (Gensungen). Gefr. Philipp Schanze 
(Melsungen). Soldat Herm. Grenzebach (Ostheim). Gefr. G. 
Bläsing (Malsfeld). Gefr. Fritz Dieling (Konnefeld). Gefr. 
Wilh. Küllmer (Altmorschen). Röver (Malsteld) z. Zt. Lazarett 
(Melsungen), Gefr. Görisch (Melsungen). Flg. M. H. Träubel 
Gleim (Heinebach), Obergefr. H. Hellwig (Felsberg). Mecha 
niker Gefr. W. Kruhm (Melsungen). Matrosen-Gefr. G. 
Siemon (Obermelsungen). Obergefr. Heinrich Steuber (Mals 
feld), Gefr. Heinrich Kurzrock. 
Neue Aufgabe. 
Liebe Soldaten! Ihr alle. oder doch viele von Euch ken 
nen doch den Pg. Volkwein aus Röhrenfurth. Für ihn müssen 
wir heute einmal eine Lanze brechen. Pg. Bolkwein hat in 
den paar Jahren, da er in Röhrenfurth steht, sich das Ver 
trauen der ganzen Einwohnerschaft erworben. Schon hatte es 
sich im Dorfe herumgesprochen, daß Pg. Volkwein bei der 
ersten besten Gelegenheit in den Gemeinderat berufen werden 
sollte. Da kam aber ein ganz bitterer Zwischenfall. Pg. Bolk 
wein. welcher als Lehrer sehr streng und gewissenhaft ist, hatte 
den Kindern in der Schule folgende Aufgabe gestellt: 
999 
777 
111 
Bon diesen neun Ziffern sollten die Kinder sechs Stück 
durchstreichen und der Rest. also drei Ziffern, sollten beim 
Zusammenzählen die Zahl 20 ergeben. Da nun die Kinder 
von Röhrenfurth, die sonst immer auf der Scheibe sind. dies 
nicht gleich fertigbrachten, wurden sie von Pg. Bolkwein be 
straft. Dies hatte den Volksgenossen von Röhrenfurth nicht 
gefallen. Sie beschlossen, daß Pg. Bolkwein in den ersten 
75 Jahren kein Gemeinderat werden sollte. 
Liebe Soldaten! Nun löst Ihr mal die Aufgabe und 
schickt sie mir ein. Wenn viele Lösungen eingehen, dann 
werde ich auf der Kreisleitung, auf dem Landratsamt und 
bei dem Bunde der Kinderreichen vorstellig, damit von diesen 
Stellen die Gemeinde Röhrenfurth veranlaßt wird. von ihrem 
Beschlusse Abstand zu nehmen, oder doch die Sperrzeit von 
75 Jahren auf 74 Jahre herabzusetzen. Die Namen der Löser 
werden in der übernächsten Ausgabe bekanntgegeben. 
Heil Hitler! Euer Ortsgruppenlester S. Steinbach. 
niimnniiiiiiiiiimiiiiiiiiiniiimiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiimiiimiiiiiiiimiiiiiniiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiim 
Was immer in der Zukunft üas Schicksal auch noch bringen mag. es kann nur 
leichter sein als ÜaS, was hinter UNS liegt. wer ssührer am BklOenpeäenlrtap 1942
	        

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