Full text: Landflucht

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Wenn den Mann die Sorgen einst drücken, 
Soll die Frau mit heiteren Blicken 
Ihn stets trösten, mit Liebe erfreun 
Und dem Mann seine Sorgen zerstreun. 
Auch soll der Mann seine Pflicht nicht vergessen 
Soll sein Weib stets lieben und schätzen, 
Denn wo Liebe und Eintracht stets haust, 
Frohe Tage die bleiben nicht aus. 
Wenn Gott der Allmächt'ge das Band einst wird trennen, 
Wollen sie sich die Ruhe wohl gönnen. 
Was ihr gelobt habt am heil'gen Altar, 
Haltet feste bis zur Totenbahr. 
Lorenz: Aber jetzt tanzen, tanzen! 
Willi: Und Freibier trinken. 
Dortchen: Und singen und springen. 
Fritz: Einmal ist nur Kirmes im Jahr. 
Sophie: Das muß ausgenützt werden. 
Hannes: Kirmes ist einmal was Schönes. 
Martha: Ein Vergnügen für jung und alt. 
Fritz: Wer mithält, der hat seinen Spatz. 
Martha: Wenn auch nicht jeder soviel Spaß dabei hat, wie 
du, Schlauberger. 
Fritz: Schlagfertig bist du immer noch, trotz allem. 
Martha: Ach, laß das, nun bin ich wieder in der Heimat 
und froh, daß es so ist. 
Frieda: Ra also, komm, wir tanzen mal zusammen. 
Fritz (zieht sie zu sich): 
Gibt's nicht, Schätzchen, wir zwei und keine anderen. 
Frieda: Na, wenn's denn nicht anders sein kann. 
(Alle ab. Man hört Musik und Tanz.) 
Philipp: Me liebe Jugend!
	        

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