Full text: Landflucht

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Erich: Nicht völlig, liebes Kind. Solltest du noch kleine 
Summen zur Verfügung haben, so können wir natrülich 
sofort den Kauf abschließen. 
Martha: Freilich, freilich. Ich wollte mir eigentlich Wäsche 
für unseren Hausstand kaufen, Erich, aber dir gebe 
ich es gern. Das geht natürlich vor. Soll ich es sofort 
holen? 
Erich: Geliebtes Mädchen, ich wußte ja, du kannst helfen. 
Eine Perle bist du, die ich fand und festhalten werde. 
Laß dich umarinen, mein Dank ist dir gewiß. 
Martha: Mach doch so kein Aufhebens. Was mir gehört, 
ist auch dir. Wir sind es uns doch einig, daß wir alles 
miteinander teilen. 
Erich: Befiehl über mich, ich stehe dir in jeder Weise zur 
Verfügung. 
Martha: Einen Augenblick, gleich bin ich wieder da, ich 
hole sofort das Geld. (Ab.) 
Erich: So vertieft, herbes Kind vom Lande? 
Liesbeth: Was unterstehen Sie sich? 
Erich: Wer wird denn so spröde tun? 
Liesbeth: Rühren Sie mich nicht an. 
Erich: Hat die Katze Krallen? 
Liesbeth: Sie kann sie Ihnen zeigen. 
Erich: Ein Küßchen wäre mir erwünschter. 
Liesbeth: Schämen Sie sich, Martha tut mir leid. 
Erich (geziert): Das ist denn doch die Höhe, was fällt Ihnen 
ein, Sie Unverschämte. Bilden Sie sich keinen Augenblick 
ein, daß ich mich dazu herabließe, mich für Sie zu be 
geistern, was sich so eine Landpomeranze herausnimmt. 
Fabelhaft, fabelhaft! Mir stehen andere Türe offen, 
verstehen Sie mich? 
Liesbeth: Wenn Sie nur nicht mal durch eine dieser offenen 
Türen rausfliegen. Das wünsche ich Ihnen von ganzem 
Herzen.
	        

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