Volltext: Grundzüge der Politik und der Religion

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tüchtige Krieger zeigten. Die Mägde waren ebenfalls Nachkommen von 
fremdstämmigen Völkern, die aber besser behandelt wurden, als ihre 
Vorfahren, weil eine Blutmischung stattgefunden hatte. Wir sehen, daß 
Moses in seinen Satzungen die Sklaverei nicht verwirft. Diese Satzungen 
gelten bei den Juden heute noch. Dagegen ist Jesus und seine Lehre 
auf seiten der Unterdrückten. Es kann uns nicht wundern, daß Moses 
sein Volk nicht seßhaft machen konnte, daß es immer wieder zu den 
heidnischen Sitten zurück wollte. Es fing sogar an, das Totemtier, das 
Kalb anzubeten, das es aus dem Golde der Kriegsbeute nachbildete. 
Dieses goldene Kalb symbolisierte die Heilighaltung von Nahrung und 
die Heiligerklärung des Geldes. Josua, der Nachfolger Moses, ver 
schaffte dem Volke einen festen Wohnsitz. Er erkannte, daß ein räu 
berndes Volk dem Untergänge über kurz oder lang geweiht war. Wenn 
auch im Kampfe um das Land Kanaan nochmals 31 Volksstämme ver 
nichtet wurden (Josua 12 V. 9), so erkannte er darin doch eine Not 
wendigkeit, die im freien Spiel der Kräfte nicht zu um 
gehen war. Der Schwächere unter den Völkern mußte in der Ent 
wicklung unterliegen. Von hoher Warte aus gesehen, war dies auch die 
einzige Möglichkeit, die Zivilisation möglichst schnell zu fördern, um 
durch Wirklichkeitsanschauungen dem Menschengeschlecht einmal die 
Augen öffnen zu können, die von der Hand der Zauberer unglaublich 
geblendet werden. Gegen Volksdummheit kämpfen Götter selbst ver 
gebens. Nachdem aber Josua das Volk zur Ruhe und Seßhaftigkeit 
geführt hatte, warnte er dringend vor dem Götzendienst der Nachbar 
stämme. Alle mußten erklären, daß sie dem großen Geiste Israels 
dienen wollten, der ihnen zum Siege verhelfen hatte. Er nannte den 
großen Geist, der die Naturgewalten und auch Israel in seiner Gewalt 
hatte, Gott Die Einteilung des Volkes in zwölf Stämme beweist uns 
die vorhandenen Kenntnisse des Kosmos mit der Einteilung in 12 
Zodiakalfelder. Also Naturwissenschaft statt Götzendienst. Die 
schwerste Strafe legte Josua auf Plünderung im Kriege. Alles, was 
von ihm in Bann getan war, durfte nicht mitgenommen werden. Was 
mitgenommen werden durfte, war so gut wie geheiligt. Es waren nur 
Werte, die dem ganzen Volke zum Nutzen waren, von dem der Einzelne 
keinen Gebrauch machen durfte oder konnte. Mit dieser obersten Kriegs 
bestimmung wurde der Zweck verfolgt: „Einer für alle und alle für 
einen/ 4 Sobald ein Heer so auseinanderfällt, daß jeder für sich räubert, 
ist die Stoßkraft aufgehoben. Jeder geht dann darauf aus, für sich 
Beute zu machen und er wird nun jeder Gefahr aus dem Wege gehen, 
wenn er von dieser Beute Nutzen haben will. Sobald diese Beute 
macherei Allgemeinziel wird, dann ist das Heer nur ein wertloser 
Haufen. Wer bei Josua mit Bannbeute angetroffen wurde, der wurde 
gesteinigt. Zusammenfassend stellen wir fest, daß die Vernichtung des 
Gegners in jener Zeit noch gebräuchlich war. Dem jüdischen Volke 
damals Rohheit vorzuwerfen, ist für mich ein Fehlurteil, das ich noch 
besonders damit begründe, daß die Rohheit kurz vorher gegen Israel 
selbst angewandt wurde. Daß sich aber Israel heute noch als Todfeind 
der christlichen Lehre gebärdet, indem es in seinen Satzungen noch die 
Sklavenhalterei, also die Dienstbarmachung anderer Völker als durch 
führbar hält, beweist nur, daß Israel keinen kulturellen Aufstieg anderer 
Völker dulden will. Israel fühlt sich unter den Völkern, die ihm Asyl 
recht gewähren, nicht solidarisch, sondern es überhebt sich selbstbewußt 
und hält die Rassereinheit für geboten, gleich dem Adel in Erwartung, 
später als Herrenvolk Gewalt auszuüben. Dieses Verhalten ist heraus 
fordernd*). Alle Mahnungen von seiten ihres Stammetsgenossen Jesus 
*) Siche Seite 62, § 218 und die Juden.
	        

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