Full text: Grundzüge der Politik und der Religion

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tun. Also ein Doppelleben muß er führen. Das ist der Zeitgeist der 
christlichen Jenseitslehre, die der Jude weidlich ausnützt. Wir leben 
also in einem Wirtschaftsverhältnis, das von Christus bekämpft wurde, 
das aber dem Juden die Welt bedeutet: Kapitalismus ist ein jüdisches 
System. 
Wie wir zu diesem System gekommen sind, kann uns der Marxismus 
aus 5690jähriger Erfahrung besser lehren, als die aus dem Paradiese 
vertriebenen Fürsten, die ja die geheime Kriegführung mit geistigen 
Waffen nicht eher erkannt haben, als bis es zu spät war. Der wahre 
Feind war immer hinter den Kampfplätzen. Da, wo sich zwei streiten, 
gewinnt der Dritte! Also lassen wir den Dritten über die Entwickelung 
unserer Produktion aus dem Urstadium berichten. Das alte Testament 
der Bibel ist ja auch von diesen Leuten übernommen. Aber Moses, 
dieser Testamentator, fängt mit Adam und Eva als die ersten Menschen 
an. Vielleicht ist Abraham und Sara damit gemeint. Jakob holte sich 
gleich wie Kain und Abel Weiber aus anderen Ländern. In der Ge 
schichte vom Linsengericht übervorteilt Jakob seinen Bruder Esau. 
Egoismus ist die Triebfeder des Bruderkampfes. 
Was man von der Schrift Moses halten soll, sagt uns der ehemalige 
Jude, der Apostel Paulus, im 2. Brief an die Korinther Kj. 3 V. 12—14: 
„Dieweil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Freude 
und tun nicht wie Moses, der die Decke vor sein Angesicht hing, daß 
die Kinder Israel nicht ansehen konnten das Ende, daß da aufhört; son 
dern ihre Sinne sind verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt 
diese Decke unaufgedeckt über dem alten Testament, welche in Christi 
aufhört.“ 
Für den Nichtjuden muß der Vorhang, der die Geheimniskrämerei 
verdeckt, ein für allemal zerrissen sein. 430 Jahre nach Abraham gab 
erst Moses seinem Volke, das in Ägypten viele heidnische Sitten ange 
nommen hatte, die Gesetze. Gesetze sind fluchwürdig sagt Paulus in 
seinem Briefe an die Galater in Kap. 2 V. 13. Auch Moses war Schüler 
der ägyptischen Zauberer. Die Geheimniskrämerei war auch ihm ans 
Herz gewachsen, wie uns Paulus lehrt. Aus diesen Gründen, die sich 
mit der christlichen Lehre voll decken, suchen wir über die Entwicke 
lung der Völker stichhaltigere Lehren. „Das Alte ist vergangen, siehe es 
ist alles neu geworden“, sagt Paulus. Nichts ist uns heilig, was die 
Überlieferung als Reliquien oder Religion bringt. Wir haben das Recht, 
alles zu kritisieren. Wir kennen nur ein Heiligtum und das ist Nächsten 
liebe. „In diesen Worten hangen das Gesetz und die Propheten“, sagt 
Christus. 
Durch die Lehre Christi ist das alte Testament außer Kurs gesetzt. 
Es ist verschleiert, denn vor Abraham lebten auch schon Menschen. 
Wie kommen diese Menschen auf die Erde? Diese Frage beschäftigte 
schon manchen Menschen. Die Lehre Darwins dürfte der Wahrheit am 
nächsten kommen. Darnach hat sich der Mensch aus dem Tierstadium 
durch höhere Begabtheit herausgearbeitet. Die Formveränderung ist die 
Folge einer veränderten Lebensweise. Der Körperform des Menschen am 
ähnlichsten sind die Affenarten. Das bedeutendste Mittel zum Fort 
schritt war zweifellos das Feuer, das vierte Element, in der Kirche durch 
die Kerze symbolisiert. Es unterschied zwischen fähig und unfähig. 
Nur durch die Nutzbarmachung des Feuers war der Mensch dem Tiere 
unendlich überlegen. Jedes Tier, sei es noch so hoch entwickelt, 
fürchtet sich vor dem Feuer. Der Mensch als Nutznießer dieser wich 
tigen Natur kraft lernte sich Werkzeuge oder sagen wir Verteidigungs 
mittel herstellen. Während jedes Tier von Natur aus mehr oder weniger 
bewaffnet ist, konnte nun der Mensch mit Hilfe des Feuers nach Be 
lieben Waffen hersteilen. Diese Benutzung des Feuers bedingte auch
	        

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