Full text: 125 Jahre Murhardsche Stiftung der Stadt Kassel und ihrer Bibliothek

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Dr. phil. Elfriede Schad (* 1913) 
Schad, Elfriede. Konrad Flecks 
»Floire und Blancheflur«. Ein 
Vergleich mit den Zeitgenossen 
und mit dem mnd. Gedicht »Flos 
unde Blankeflos«. Marburg 1941. 
(Maschinenschrift.) Marburg, 
Phil. Fak., Diss. vom 31. Dezem 
ber 1941. 
- Murhardsche Bibliothek der 
Stadt Kassel und Landesbiblio 
thek. Neuerwerbungen. Aus 
wahlverzeichnis. 4.1968. Kunst I. 
Kunst II. 
Dies war ein Menschenleben 
Murhardsche Bibliothekarsge 
schichte. Wie sich die Sonne in ei 
nem geschliffenen Pokal aus Blei 
kristall in den verschiedenen Facet 
ten spiegelt, so spiegelt sich die Bi 
bliotheksgeschichte in diesen ein 
undzwanzig Biographien. Nicht ge 
nannt wurden die Diplombiblio- 
thekareZ-rinnen, die Sekretäre, die 
Schreibhilfen, die Garderoben 
frauen, Diener, Laufburschen und 
-mädchen und nicht zuletzt die Pe 
delle/Hausmeister, die natürlich 
auch zur Murhardschen Bibliothek 
gehörten. Sie alle, aber auch die Ar 
beitsräume und nicht zuletzt die 
Bücher, Zeitschriften und Zeitun 
gen bildeten die Murhardsche Bi 
bliothek. 
Zum Abschluß sei noch von ei 
ner Geschichte berichtet, die Frau 
Diplombibliothekarin Giesela Lu- 
dewig, die Tochter von Thilo 
Schnurre, dem Verfasser berichte 
te. In der Murhardschen Bibliothek 
in den Magazinräumen versteckt, 
befand sich ein altes etwa schuhkar 
tongroßes Kästchen, wohl aus Pap 
pe, das nur zu besonderen Anläs 
sen hervorgeholt und geöffnet wer 
den durfte. In diesem Kästchen be 
fand sich, gut verpackt, ein steiner 
ner Busen. Es soll sich dabei, (war 
es Marmor? - war es ein Gipsab 
guß?) um einen Busen der Gräfin 
Reichenbach gehandelt haben. Ob 
dieses Kästchen wohl irgendwo 
noch in einer Ecke schlummert und 
auf seine Wiederentdeckung war 
tet? Möglicherweise ist es aber 
auch zu irgendeinem Zeitpunkt, als 
die Überlieferung bereits verschüt 
tet war, als Müll weggeworfen wor 
den. Es wäre einer Suchaktion 
wert. 
Anmerkungen: 
1) Testament der Brüder Friedrich und 
Karl Murhard. 3. Juni 1845 mit dem Co- 
dicill vom 4. September 1852. Hier § 10. 
2) Vgl. über ihn; Helmut Bernert. Die 
Wissenschaftlich tätigen Bibliotheks 
bediensteten 1580-1957. In: Ex Biblio- 
theca Cassellana. (Kassel 1982). Hier S. 
79 f. 
3) Vgl. über ihn: Hartmut Broszinski. 
Ex Bibliotheca Cassellana. Politik. Karl 
Bernhard! (1799-1874). In: Ex Biblio 
theca Cassellana. (Kassel 1982). Hier S. 
133 ff, 158 ff, und 189 ff.: Helmut Ber 
nert (vgl. Anm. 2) S. 83 f. 
4) Bericht über die Verwaltung der 
Murhard-Stiftung. Erstattet vom Ver 
walter. (d. i. Carl Brunner). Cassel 1898. 
S. 37. 
5) Ebd. S. 37. 
6) Ausgewertet wurden: 
Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken, 
Leipzig 1902 ff. 
Zentralblatt für Bibliothekswesen, 
Leipzig 1884 ff. 
Zeitschrift für Bibliothekswesen und 
Bibliographie, 1954 ff. 
Nachrichten für wissenschaftliche Bi 
bliotheken. 1948 ff. 
Für die personenbezogenen Daten 
wurden außerdem herangezogen: 
Die sog. „Losch-Kartei” im Gebäude 
der Murhardschen Bibliothek. 
Soweit greifbar, die Lebensläufe im 
Anhang der Dissertationen. 
Ganz besonders möchte ich mich für 
die immerwährende Hilfe im Stadtar 
chiv Kassel bei Herrn Stadtarchivar 
Frank-Roland Klaube, bei Frau Ludwig 
und Herrn Metz bedanken. 
Für Auskünfte aus den Murhardakten 
habe ich Herrn Dr. Hans-Jürgen Kahl 
fuß zu danken. 
7) Vgl. über ihn: Wilhelm Schoof. Karl 
Altmüller (1833-1880) / Bibliothekar, 
Dichter. In: Lebensbilder aus Kurhes 
sen und Waldeck 1930-1930. Bd. 3, Mar 
burg 1942. S. 1-6. 
8) Ein Beleg für den „Dr. jur.” konnte 
bisher nicht ermittelt werden. 
9) In einem Schreiben von Prof. Dr. 
Laetitia Boehm vom Archiv der Lud- 
wig-Maximilian-Universität München 
an den Verfasser vom 5. 4. 1988 wird 
eine Promotion in München verneint.
	        

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