Full text: 125 Jahre Murhardsche Stiftung der Stadt Kassel und ihrer Bibliothek

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geschieden war, wissenschaftlicher 
Hilfsarbeiter in Hannover beim 
Kestner-Museum mit dem Aufträ 
ge, die dortige Sammlung der Wie 
gendrucke zu katalogisieren. 36 ) Von 
dort kam er zurück nach Kassel und 
wurde hier am 1. April 1907 wissen 
schaftlicher Hilfsarbeiter an der 
Murhardschen Bibliothek. Am 1. 
Oktober 1908 schied er aus dieser 
Stelle aus und war Privatlehrer und 
Dozent (wo ?) in Kassel bis zu sei 
nem Tode. Er starb am 5. Juni 1914. 
Max Rubensohn war wohl ein et 
was schwieriger Charakter. Er soll 
te eigentlich die Nachfolge von 
Hans Legband auf der Hilfsbiblio 
thekarstelle antreten, aber die Bi 
bliothek bat ihn, von sich aus auf 
die Stelle zu verzichten. 
Das folgende Literaturverzeich 
nis ist mit Sicherheit nicht vollstän 
dig, da er selbst in der unten zitier 
ten Rezension aus dem Jahre 1903 
in der Fußnote 1 bemerkt: „Ich 
möchte mit dieser Rezension wie 
der zur Anthologie zurückkehren, 
die ich infolge meiner germanisti 
schen und anderen Arbeiten jahre 
lang über Gebühr vernachlässigt 
habe.” Entsprechende Arbeiten 
konnten aber nicht ermittelt wer 
den. In einer Rezension von Karl 
Preisendanz wird Max Rubensohn 
wie folgt zitiert: „Die Lösung ist 
recht einfach - wenn man sie ge 
funden hat; und das ist in diesem 
Falle M. Rubensohn, dem die An 
thologieforschung auch sonst vie 
les zu danken hat, geglückt. Er hat 
te die Güte, mich brieflich auf die 
Lösung des Rätsels hinzuweisen, 
die darin besteht, ’daß in der nun 
fast schon berühmt gewordenen 
Stephanusstelle statt quod viel 
mehr quoad zu schreiben ist . . 
’ ” 3y ) Max Rubensohn muß sich, 
wie aus der Liste der Veröffentli 
chungen hervorgeht, spätestens 
seit 1903 auch mit Stenographie, bei 
ihm „Stenotachygraphie” genannt, 
beschäftigt haben. 
Rubensohn, Maximilianus. Cri- 
nagorae Mytilenaei vita et epi- 
grammata. Particula prior. . . Be- 
rolini, typ. expr. Carolus Salews- 
ki, 1887. Berlin, Phil. Fak., Diss. 
vom 7. Oktober 1887. 
Rubensohn, Max. (Hrsg.) Crinago- 
rae Mytilenaei epigrammata edi- 
dit, prolegomenis, commentario, 
verborum indice illustravit Maxi 
milianus Rubensohn. Berolini 
(apud Myerum et Muellerum) 
1888. 
- Zur griechischen Anthologie. 
In: Centralblatt f. Bibliotheks 
wesen. 10 (1893) S. 129 f. 
- Eines der ältesten im Auslande 
gedruckten deutschen Bücher... 
In: Centralblatt f. Bibliotheks 
wesen. 13 (1896) S. 332 f. 
- Griechische Epigramme und an 
dere kleinere Dichtungen in 
deutschen Übersetzungen des 
16. und 17. Jahrhunderts. Mit An 
merkungen und ausführlicher 
Einleitung hrsg. von Max Ru 
bensohn. Weimar: E. Felber 
1897. (a. u. d. T.) Bibliothek äl 
terer deutscher Übersetzungen 
2-5. 
- (Rezension von:) Alfredus 
Frank De Palladia epigrammato 
grapho. Leipzig: Reisland 1903. 
In: Berliner philologische Wo 
chenschrift. 23 (1903) Sp. 1027- 
1038. 
- Stenographica Hannovera (Leib- 
nitiana). In: Archiv für Stenogra 
phie (Berlin), 55. Jg., H. 4, Juli- 
August 1903, S. 158-162. 38 ) 
- Aus der Inkunabeln-Sammlung. 
Stenographische Plauderei von 
Dr. M. Rubensohn. In: Süddeut 
sche Blätter für Stenographie, 
IX. Jg., Nr. 10 v. 1. 10. 1904. 38 ) 
- Berolinensia von der Schiller- 
Ausstellung in Hannover. In: 
Königlich privilegierte Berlini 
sche Zeitung, Nr. 301, Morgen- 
Ausgabe Freitag, den 30. Juni 
1905. 38 ) 
- Schwarzbrot und Freiheit! 
Nebst anderen Stammbuchblät 
tern aus der Georgia-Augusta 
und der Carolina (Karls 
schule)... Hannover o.J. (1907). 
(Durch Schreibmaschine ver 
vielfältigt.) 
- Ernst Koch-Funde. In: Hessen 
land. 23 (1909) S. 123-125 und 137- 
139. 
- Das wiedergefundene Bildnis 
des jungen Schiller. Johannes 
Vahlen zu seinem 80. Geburts 
tag von einem seiner Schüler ge 
widmet. (Verf.: Max Ruben 
sohn.) (Braunschweig: Wester 
mann 1910.) In: Westermanns 
Monatshefte. 1910. 
- Zu den Lehmanntagen 1912 (Ge 
burtstag 16. April 1843. Todestag 
8. April 1893). Sonderdruck aus 
Nr. 3/4 der Bayerischen Stenota- 
chygraphen-Zeitung . . . Nürn 
berg o.J. (1912).
	        

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