Full text: 125 Jahre Murhardsche Stiftung der Stadt Kassel und ihrer Bibliothek

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Anlage 4 
Einige Instmktionspunkte für die Auf 
nahme der Zettel in der Murhard’sehen 
Bibliothek 
§ 1: Die Titel enthalten nur das We 
sentliche: Nebendinge werden fortge 
lassen. Alle Auslassungen werden 
durch . . . markiert. 
§ 2; Die Schreibweise (Orthographie) 
der Titel wird genau beibehalten. 
§ 3; Für die Angabe der Auflage, der 
Bandzahlen und des Erscheinungsjah 
res werden nur arabische Ziffern ver 
wandt. Dagegen geschieht die zahlen- 
mässige Angabe einer Unterabteilung 
durch römische Ziffern, z. B. Bd. 33. 
Teil I (33,1). 
§ 4: Alle Zusätze, Ergänzungen und 
Berichtigungen werden in () gegeben. 
Notwendige, auf dem Titel aber fehlen 
de Teile, die sich aus dem Buch selbst 
ergeben, wenn sie wörtlich herüberge 
nommen werden, werden in () gesetzt, 
ebenso die Ergänzungen der Verfasser 
namen. 
§ 5: Bei den Verfassernamen sind 
schon bei Aufnahme des Zettels feh 
lende Vornamen zu ergänzen; ebenso 
nach Möglichkeit die auf dem Titel feh 
lende Jahreszahl des Erscheinens. Bei 
anonymen und pseudonymen Schrif 
ten ist der Verfassername hinzuzufü 
gen. 
§ 6: Interpunktionszeichen werden 
nach Bedarf ergänzt. 
§ 7: Der an erster Stelle aufzunehmen 
de und für die Einordnung zunächst 
massgebende Titel ist bei mehreren Ti 
teln der allgemeinste, der Haupttitel, 
bei Sammelwerken der Gesamttitel. 
Verlegertitel (d.h. eine Reihe von Wer 
ken äusserlich meist ohne Zahl zusam 
menfassende Titel: z.B. Meyers Volks 
bücher) gelten nicht als Gesamttitel. 
§8; Sondertitel werden mit (A.u. 
d. T.:) hinter dem Haupttitel aufge 
führt. Weicht der Umschlagtitel von 
dem Hauptitel ab, so werden die we 
sentlichen Zusätze und Abweichungen 
mit der Angabe (Umschlag;) hinzuge 
fügt; ebenso der etwa abweichende 
Vortitel (Vortitel:). Der Verlegertitel 
wird in ( ) am Schluss beigefügt. 
§9: Bei dem Haupttitel bleiben die In 
haltsangaben fort, die in den Sonderti 
teln wiederkehren. 
§10; Hat ein Sammelwerk kein voll 
ständiges Titelblatt für den Sammelti 
tel, und ist dieser nur auf dem Um 
schlag oder auf dem Vortitel angege 
ben, so wird er durch (Umschlag:) oder 
(Vortitel:) eingeführt, der eigentliche 
Titel aber durch (M.d.T.:). 
§ 11; Bei Fortsetzungs- und Serienwer 
ken wird jeder inhaltlich selbständige 
Band einzeln verzettelt. - Der Sammel 
titel wird dabei nicht vollständig wie 
derholt, Herausgeber u. dergl. viel 
mehr fortgelassen. Beispiel: Geistes 
helden (Führende Geister.) . . . Bd. 59 
(A. u. d.T.:) Bürkner, Richard. Dürer. 
§ 12: Zu der Angabe von Ort und Jahr 
treten bei einbändigen Werken die Sei 
tenzahlen, in runden Klammern. Bei 
zwei- und mehrbändigen Werken blei 
ben sie weg, ebenso bei getrennter Pa 
ginierung anzugeben: (Getr. Pag.) Au 
ßerdem wird nach dem Erscheinungs 
ort der Verleger oder der Drucker in 
runden Klammern aufgeführt. 
§ 13: Von den auf einem Titel ange 
führten Mitarbeitern eines Sammel 
werkes wird nur der erste angeführt, 
(d.h. nicht unterstrichen). Bei mehre 
ren Herausgebern werden die drei er 
sten berücksichtigt, (unterstrichen), 
außerdem aber immer diejenigen, die 
sich als Hauptherausgeber erkennen 
lassen. 
§ 14: Von titellosen Druckschriften 
werden die ersten Worte des Textes 
aufgenommen, dahinter in () eine sich 
möglichst an den Inhalt anschließende 
Charakterisierung des Inhalts, z.B. Wir 
Friedrich Wilhelm (Verordnung gegen 
das Landstreicherwesen), d.d. Berlin, 
15. November 1733. 
Über Ordnungsworte 
1. Als Ordnungswort gilt zunächst das 
erste Substantiv im Nominativ 
Preussens Niedergang und Erhebung. 
Joh. Seb. Bachs Kompositionen. 
Schmidt, Goethes Faust. 
2. Bei Namen als Ordnungswort gilt nur 
der Zuname, bei vorangehenden Titeln 
usw. der Name: Friedrich von Schiller 
in Weimar. 
Marie Helene von Kügelgen. 
Fürst Bismarck im deutschen Liede. 
3. Bei Titeln in Satzform gilt als Ord 
nungswort das erste Wort, den Artikel 
mit eingeschlossen (abweichend von 
der Preuss. Instruktion): 
Durch Kampf zum Sieg. 
Der Herr ist mein Hirte. 
Die Waffen nieder. 
Dein Kind lebt. 
4. Die besitzanzeigenden Fürwörter 
mein, dein, sein unser, euer, ihr werden 
wie Eigenschaftswörter behandelt: 
Meine Reisegefährten in der Schweiz. 
Unsere Kolonien im Weltkrieg. 
Euer schöner Garten. 
Schreibweise der fremdsprachigen Titel. 
In englischen, französischen, italieni 
schen etc. Titeln werden nur die Namen 
groß geschrieben, alle anderen Substan 
tive klein.
	        

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