Full text: Beuchelt & Co.

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derer Montageträger bei der Verstärkung der Flutöffnungen der Elbebrücke bei 
Torgau (1898) mit dem Zweck der Entlastung der Brücke von ihrem Eigengewicht, 
ferner an die Verwendung vorhandener und danach abzubrechender Überbauten als 
Rüstträger bei der Auswechslung der alten Torgauer Elbbrücke, sowie der Frank 
furter Oderbrücke, an die Arbeiten aus neuerer Zeit bei den Queis- und Boberbrük- 
ken, der Oppelner Eisenbahnbrücke und andere mehr erinnert. 
Außer der Ausführung von Brücken befaßte sich die Firma Beuchelt & Co. natur 
gemäß auch mit der Herstellung aller Arten von Hochbaukonstruktionen. Neben den 
vielen mehr oder weniger normalen Ausbildungen seien von größeren Hochbaukon 
struktionen als besonders bemerkenswert aus älterer Zeit die Kuppel des Athenäums 
in Bukarest, die Gewächshaushallen am gleichen Ort, aus neuerer Zeit die Hallen 
des Bahnhofs Friedrichstraße in Berlin und in Frankfurt/Oder genannt. 
Neben Ausführungen für den Brücken- und Eisenhochbau werden ferner sämtliche 
im Eisenwasserbau vorkommenden Stahlkonstruktionen in unseren Werkstätten her 
gestellt. So wurden u. a. für die im Zuge des Großschiffahrtsweges bei Niederfmow 
liegende Schleusentreppe sämtliche Schleusentore, Zylinder- und Segmentschü^e ge 
liefert, und es wurden außer zahlreichen einfachen Verschlußkörpern weiter ausgeführt 
Roll- und Segmentschüt^e aller Abmessungen, Nadelwehre, Sicherheitstore und ähnliche 
Bauwerke. Bei allen diesen Konstruktionen erfolgte durch uns auch die Lieferung 
und der Einbau der maschinellen Antriebsteile, teilweise wurden auch die erforderlichen 
Gründungs- und Betonarbeiten durch uns ausgeführt. 
Die jüngsten Bestrebungen, das elektrische Schweißverfahren bei Eisenkonstruk 
tionen anzuwenden, gaben auch uns den Anstoß, Stahlkonstruktionen an Stelle der 
Nietung zu schweißen. Am besten erschienen hierfür Hochbaukonstruktionen geeig 
net, und bei verschiedenen inzwischen zur Ausführung gekommenen Konstruktionen 
gelang es uns, im Zusammenwirken der angestellten statischen Überlegungen mit 
konstruktiven und baulichen Gesichtspunkten, das Schweißverfahren so durchzubilden, 
daß wir sowohl den statischen und konstruktiven, als auch den wirtschaftlichen Wert 
des Verfahrens für den Stahlbau erkennen und ihn nutzbar machen konnten.
	        

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