Full text: Irmenstraße und Irmensäule

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 221 
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extat hodic col umn a lapidea et super columnam marmo* 
rea tabula, sub qua ab incolis inchoare omnium hujusmodi via« 
rum capita proferuntur, quae ab eo loco in omnes Galliae par 
tes sublim! et recto tramite exporriguntur.” 
Schon ist das merkwürdig bey dieser altfränkischen 
Sage von B r u n h i l d, oder einem Brunhold (Bre. 
nault) daß er offenbar namentlich mit dem Brennus 
der englischen Straßenfabel eins zu seyn scheint, wozu 
noch die in der Note 82 angezeigte Aehnlichkeit tritt. 8.5) 
Allein was noch ungleich wichtiger, die Straßen ge 
hen hier ausdrücklich von einer auf dem Mittelpunct der 
Stadt errichteten Säule aus; ein Umstand der die von 
mir zum Grund gelegte innere Verbindung zwischen Ir- 
menstraße und Jrmensaule über alle Bedenken erhebt. 
Don ei ner Straße ausgegangen, ist die Untersu, 
chung allmahlig aus vier, endlich aus sieben Stra 
ßen weiter gerückt und darf nunmehr weitere Blicke werfen. 
Aus der Zahl 1 entspringt die 3. (mittelst ihrer Ver 
mahlung mit der ihr gleichstehenden 2.) und die 3. sprießt 
aus dem Schooße jener beyden als ihre Krone. Mythisch 
aber gilt die 4* ganz gleich der 3., weil sie durch einen 
zugefügten, der 3. parallelen, Gegensatz erzeugt wird und 
k 
83) Brennus und Belinus, letzterer zuerst flüchtig 
vor jenem, bauen Straßen , Brücken, Thürme. S. 
Görres Einl. zum Lohengrin p. Lin. UV. Ohne je 
ne bestimmte Angabe von dem Bau der Kirche zu Ba- 
vais vor Augen zu haben, hat dieser Schriftsteller 
schon den Ursprung der vier großen Straßen ans den 
vier Thüren gefunden. Vergl. daselbst S. xvii.
	        
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