Full text: Irmenstraße und Irmensäule

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 221 
stehen bleiben darf, sondern auf die niblungische Heldinn 
und Riesinn Brunhild zurück zu gehen hat. Von die 
ser sind noch andere örtliche Spuren in Deutschland und 
diesseits des Rheins namentlich das Brunhitden. 
bett (lectus Brunehildae) gelegen am Feldberg in der 
Wetterau. Es ist dieß das St ein bett der Riesinn, ihr 
unnahbares Brauttager, von webender, wabernder Flam 
me gehütet. Die obenausgeführte Verwandtschaft der Be 
griffe Bett und Straße kommt uns aber hier zu stat 
ten und macht die mythische Berührung des Weges und 
Bettes der Brunhild wahrscheinlich, welche als Walky. 
rie Erde, Luft und Wasser befahren konnte, zuletzt aber 
den berühmten Tod es weg wanderte (helreid Brynhit- 
dar). Auch die eine der englischen Landstraßen schien den 
Namen einer Frau zu führen (Rimenild) und ein nieder 
ländischer Name der Milchstraße lautet Dbroenelden- 
strait (nach Grupen) Brunhilden oder Frauen Hilden 
straße, der Weg der Frau Hulda (der weißen Frau). 
Jener Tochter ches spanischen Königs Athanagild 
legen nicht gleichzeitige Schriftsteller, sondern zuerst spä 
terhin die Zeitbücher der Abtey S. Bertin 80) aus 
drücklich den Bau der großen Straße bey, indem sie sa 
gen: hic finis Brunechiidis fuit, quae licet inso- 
Jens esset et periculosa, ecclesias tarnen honora- 
bat, ecclesiam S. Yincentii laudunensis fundavdt, 
multa etiam opera miranda construxit, inter 
quae stratam publicam de Cameraco ad 
Atrebatum, hinc ad Morinum et usque in märe 
usque ad Withandüm fecit, quae calceia Bru* 
80) Annales bertiniani, 
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