Full text: Von Vertretung männlicher durch weibliche Namensformen

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in der dritten so wie lat. vierten zusammen rinnen lassen, die gr. männliche 
flexion og, cv, w, ov; dl. w, civ; pl. ot, wv, oig, ovg, steht der weiblichen a, vfi, r ; , av; 
dl. a, aiv; pl. ai, oov, atg, ag rein und scharf entgegen, nicht viel anders das lat. 
männliche us, i, o, um; pl. i, orum, is, os dem weiblichen a, ae, ae, am; pl. ae, 
arum, is, as. zusammen fallen blosz die gr. gen. pl. und lat. dat. pl, beider 
geschlechter. einen altlateinischen gen. sg. f. as bezeugen nicht nur formen 
wie familias für familiae, sondern auch das oskische und umbrische as (ar) ; 
der abstand des dat. vom abl. oder instr. bleibt hier unberücksichtigt, die 
flexion sollte rasch überblickt, nicht erörtert werden; vom neutrum sehe ich 
überall ab. 
Nun aber gewahre ich im griechischen und lateinischen eine doppelte 
abweichung von der regel: männliche nomina nehmen die wpiKliVbe flexion, 
weibliche die män amtliche 
casus, im griechisc . männ 
liche Wörter hing« ‘hen die 
formen, indem sie em gen. 
oh lassen, d. i. gel 1 pl. ge 
hen weiblich, nicl 5 so wie 
. in den dialecten dti-gcm sg. statt des ov ein ao, sw und a zeigt, welches letz- 
° ^ ^^ere dem lat. ae gleicht. v IÄw macht den gen. tov "iSa, wie im lat. Ida Idae. 
beinamen, was ich nachher näher beleuchte, zeigen im epos auch den nom. 
auf reines a. 
Vorerst drängt es wahrzunehmen, dasz nomina dieser art in zweiter 
declination lauter appellativa sind, keine cognomina. denken dürfte man 
sich, dasz einem weiblichen vomamen gleichfalls ein männlicher beiname 
oiJU. S1W1 6|.YaoAa’woW i«« gesellt wäre, ich kenne kein beispiel, cognomina der frauen bleiben stets 
uovUw 82 auch weiblich, weibliche Städte und ländemamen wie KcqivSog, Kv~oog kom- 
(flli VdtlVW oftlönM Iomivi f .. .. i* i i 1* l_ *| • 
' men allerdings männlich gebogen vor. aus dieser Ursache, weil mein augen- 
mer t auf beinamen zielt, lasse ich die zweite declination bei seite, es ist aber 
£W f. sehr untersuchungswerth, warum zumal viele namen der bäume weibliches 
pepuUiu uimtti.ujeT^fA^vdtÄ.vjtvwakiiv, geschlecht und männliche flexion haben, alle adjectiva zweier endungen in 
U3<wt* ftoo^ay 3»»*^ f-,üW_y~. zwe j ter declination verleihen dem fern, durchgehends die flexion des mas- 
.y^ouK 6?^iCpo / ofte yun(j|iv cu ljnums. 
\ ™ . , Wie nun steht die ganze anomalie erster declination, in die ich mich 
cu»mu*. CuW w.. ^ 0 ’''^ ,y a USSC hlieszend versenke, zu fassen? einer von zwei wegen wäre einzuschlaeen, 
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