Full text: Über einige Fälle der Attraction

Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 213 
£iupjo fl* ßiuHaSVt 
uJaJlppa\ (, vaP+yob, Qzg 
■ßciSp SKy. aMrmV laJn<r*u~^ 
U0.0-&Y uA«^- 
^Pous. otiK»-- Vetti/ n». 
t>a4 A . 
i Q/U l*»i U)C’*C<J . 
Ö'vlo 
^>CuÄt4" OticWflQA 
tv£:, Sät**. £?* 
; br»voJriaüWoL atüWM 
f % • ^ ^ ^ I 
9 *^ a ^$i 0u * . Oo ^ 
OOjO» 
iC $ v V <> Ä W M 
J?iVo JTlc 
tr 
tW’ 
60T 
KUiÄfl cl. Sa8m, (dG ^ . 
Sc4vo, ii-rU» e.mUeLv> inUr 6t.. . 
X £ ca ojcI ^o-cfc poC .UöJCj< '/* 
Od'WTXWt, Olfc<>&nrvr><3ty . doxJnju, Oö^aX» J 
&t.v* oi*¥*. h ok*pblut, 
Ko pPu'^t^ 7 VtifXOAdj be&^Mtr 
Cdk Tnft-eCJUTm , -pCLf ct^rrbj>eN“ / v‘«xf dmu-f. 
TkUÄ- Trm** etUg*yv» 0«^ v*>tA< evV^t^e^- 
^raAre ^ 
oj Üt U)OV\fl. 
Qii ojt/t y*uad ÄsJeArW \/ot\« , 
]9 C/U.U.cx^u/> ^ Iu-cwJm^ * 
u'ioM^Mr' cxj\T^uj2.r.\ fetr <xrJcuA^\ 
^O’vtc^nivo. |y/w>-. f]tOV' *%%{' 
bfLKjoJlrt w. 6 t*. x. ^K^JU/j4o^ ufa , 
€** ^fl^Uv $JtfUh. U&yy - I ;rr **> j - 
c)^~a-ai rtiUH-ef fi&toiJsiJbj , i**Q,<>.P. *?>tO 
feiÖwÄfl/y |ejfc), ^O^Vyöu) ^^ r - 
h*^o^£Vu£&Cu.. ü.ßt/. p£jfu«6. 2^ 4££ 
TwetTtfi. Yftfc, Vow ^YO-fci p/W) .0.4-, 
3t.v Sa*Vr. A4f^‘^r 
AhALjlCU^ ep *£uj>ICUjl*. &****%i*Jt&. LkZ *** 
gidigini. um auch aus der syntax Beispiele der rückwirkung anzuführen, 
postpositionen heherschen den ihnen vorstehenden Casus, in unserm meint- 
wegen hängt der vordere gen. mein ab von wegjn^Hst euphonisch zwischen 
getreten), in ehrenhalben von halben, in zweifelsohne von oliiml ^noch häufi 
ger ahn. der dativ hüsi at, Näströndum ä yon dem hinteren at und ä, wie im 
lat. Cumas apud, verhi gratia. dies alles greift rückwärts, vergreifend dage 
gen sind die praepositionen, der dativ in an dem hause, zu dem hause, der acc. 
an den berg ist Wirkung des vorangegangnen an, zu, an, jenes rückgreifende 
meintwegen läszt sich umsetzen in ein vorgreifendes wegen meiner, zuweilen 
wirkt auch die assirailation vorwärts, z, b. im ags. sellan für selran, seile für 
sehe, den notkerschen consonantwechsel gap tir, mittir, nohquon statt gab dir, 
mit dir, noh guon (GDS. s. 365) lenkt jederzeit der voranstehende auslaut, 
gerade so den irischen ein vorhergehender oder gegangner consonaut (GDS. 
369). den mhd. unterschied stumpfer und klingender reime sehen wir häufig 
abhängen von kürze und länge der vorletzten silbe oder auch den vonze gebene 
und ze weinenne von quantität der antepenultima. ähnliche Vorgriffe sind in 
allen sprachen wahr zu nehmen. Gewissermaszen gehören hierher freie Wort 
stellungen der rede, die voraussenden was sonst nachzufolgen pflegt oder 
umgekehrt das gewöhnlich vorstehende in die hinterstelle bringen, z. b. lat. 
olent, tangere nt non velis ; nascetur ridiculus mus. 
Ich habe diese einander entgegenstehenden erscheinungen aus lautlehre 
und syntax berührt, um gleich zu eingang meiner abhandlung einiger fälle 
der attraction licht auf sie zu werfen, denn auch die attractionen des rela- 
tivs in den casus des demonstrativs, des praedicats in den des subjects er 
scheinen als vorläufige, einwirkungen des relativen satzes aber in der voraus 
gehenden des subjects als rückgreifige. 
In der ausgleichung von lauten und Sätzen, wie sie uns assimilation 
und attraction zu erkennen gibt, musz also wahre analogie statt finden, der 
natur des einen lauts oder satzes, welcher dabei nachgibt, geschieht gewalt, 
und der andere dehnt seine gerechtsame aus, doch den einklang des ganzen 
sehen wir durch beides verstärkt und gehoben, die servitut schadet dem 
eigenthum auf einer seite, gibt ihm auf der andern gewicht und stütze, 
unter ausnahmen kräftigt sich jede regel. denn diese erscheinungen sind 
freilich ausnahmen, neben welchen die regel seiht unangefochten waltet.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.